TV-Kritik: Sportsawards

Gerne mal wieder versucht man sich im Leutschenbach an der Realisation einer grossen Show. Tage, ja Wochen zuvor wird der Zuschauer mit dem entsprechenden Trailer penetriert. Und dann beginnt die Show auch vermeintlich fulminant. Sandra Studer singt und tanzt sich durch den Eingang bis ins Studio. Nur die A capella Band vermag nicht zu überzeugen. Und natürlich auch Rainer Salzgeber als Sänger nicht. Doch es war als Gag geplant. Von dem her kann man das so lassen. Schlimm jedoch war, dass die slapstikähnlichen Action-Szenen mit Sandras Studer tatsächlich besser umgesetzt waren als bei der Krimi-Serie «Wilder».

Kafischwache Musikdarbietungen

Bezüglich musikalischer Untermalung ist Sandra aber das einzige Highlight. Es folgen verschiedene musikalische Auftritte, eine schlechter als die andere. Der negative Höhepunkt aber bildete die ehemalige französische Präsidentengattin Carla Bruni. Noch nie habe ich jemanden in der Öffentlichkeit gehört, der die schönen ABBA-Melodien derart verhunzt hat, wie sie. Eine einzige Null-Nummer.

Gemeinsames Fernsehen

All die anwesenden Sportlerinnen und Sportler im Studio können einem nur leidtun, dass sie sich das alles anhören mussten. Noch dazu, dass sie sich für den Anlass alle in Edelzwirn geworfen haben. Aber wozu? Mehr als zwei Drittel der Show bestanden aus Einspielern. Nicht einmal mit den Nominierten wurden Gespräche geführt, obwohl zwei Moderatoren durch die Show führen. Mehr als kollektives Fernsehschauen der Anwesenden war das nicht.

Während das SRF bei seinen Sportsendungen ansonsten eine gute Figur macht, hat es bei den Sportsawards auf der ganzen Linie versagt.