Der Gap zwischen DeWeck und der Realität

In der Ankündigung für den Club vom 28. Oktober 2014 auf SRF1 zum Thema «Service public» wird Generaldirektor Roger DeWeck folgendermassen zitiert:

Kommerzielles Fernsehen ist fast immer Boulevard-Fernsehen. Denn Boulevard ist ein ökonomisches Prinzip: Wer mit minimalem Aufwand die maximale Zuschauerzahl erreichen will, der macht Boulevard. Ganz anders das «Service public-Prinzip»: «Der Service public» bringt nicht nur das Interessante, das beim breiten Publikum „zieht“, sondern auch das Relevante, das journalistisch attraktiv aufbereitet und dadurch interessant wird.

Kommerz-Fernsehen und Boulevard gleich zu setzen, mag stimmen. Auch seiner Beschreibung des «Service public-Prinzips» mag ich noch folgen. Mir stellt sich aber die Frage: Warum macht denn das SRF keinen «Service public» gemäss deweckscher Definition?

Die privaten Kommerzsender kritisieren, gleichzeitig aber kauft man dieselben abgelutschten TV-Konzepte wie für «The Voice», «Die grössten Schweizer Talente» oder «Mini Beiz – dini Beiz» ein. Und Relevantes, welches journalistisch attraktiv aufbereitet wird, kann ich auch nicht viel entdecken. Doch selbst wenn solches vorhanden wäre, muss man es ja auch noch über den Sender bringen. Technische Probleme wie kurze Tonausfälle, schlechtes Timing, fehlerhafte Einspieler, etc. sind bei SRF allerdings merklich häufiger als bei den kommerzgetriebenen Privatsendern aus dem grossen Kanton.

Zwischen den blumig formulierten Vorstellungen von Herrn DeWeck und der tatsächlichen Realität auf dem Sender klafft eine gewaltige Lücke.

Club Helvétique sägt weiter an der direkten Volksdemokratie

Dass der linken Elite unseres Landes die einzigartige Errungenschaft der direkten Volksdemokratie ein Dorn im Auge ist, wissen wir schon lange. Und wir wissen auch, dass sich insbesondere der selbsternannte Rat der Intellektuellen, der Club Helvétique, auf die Fahne geschrieben hat, die direktdemokratischen Volksrechte mehr und mehr auszuhebeln, um dem dummen Volk den Einfluss auf die Politik zu entziehen, damit die sozialistisch veranlagten Hellköpfe ihre ideologischen Wahnvorstellungen ungehindert in die Realität umsetzen können.

Nach der überraschenden Annahme der Minarett-Initiative sprach Club-Gründungsmitglied Roger De Weck sogar von einem „Fehlentscheid des Volkes“, welchen es zu korrigieren gilt. Andere empörten sich lauthals über das Abstimmungsergebnis. Anti-Demokratie in Reinkultur. Stimmt das Volk nach linkem Gutdünken, gibts für jeden Bürger ein Sugus. Wenn aber nicht, wird dem Stimmvolk sogleich jegliche Kompetenz abgesprochen und man plant sofortige Gegenmassnahmen, um einen demokratischen Entscheid rückgängig zu machen.

Schon im Dezember letzten Jahres gaben die hyperklugen Helvetier bekannt, dafür sorgen zu wollen, dass Initiativen wie die Minarett-Initiative, die Ausschaffungs-Initiative oder die Verwahrungs-Initiative künftig verboten werden sollen, weil sie gegen das Völkerrecht verstossen. Giusep Nay, ehemaliger Bundesgerichtspräsident, wird nun mit seinem Intellektuellen-Verein am 9. Oktober an der eigens dafür geschaffenen Landhausversammlung darüber diskutieren, eine Initiative zu lancieren, welche eben solche bösen Initiativen verbieten soll. Aktuell ist nur zwingendes Völkerrecht verbindlich. Nay und sein Gefolge vertreten aber die Meinung, dass man das nicht so eng sehen soll. Er will die Einschränkungen dahingehend erweitern, dass auch Teile der Europäischen Menschenrechtskonvention verbindlich werden. Ziel: das Volk mehr und mehr entmachten, die Demokratie aushöhlen und die Schweiz hinterrücks in den sozialistischen Moloch EU zu drängen, wo eben ihresgleichen am Drücker sind.

Der Wahlkampf hat begonnen. Deshalb SVP wählen, um solchem Treiben Einhalt zu gebieten!

Jetzt zahlen wir alle Billag

Der Nationalrat hat heute beschlossen, dass künftig jeder Bürger Empfangsgebühren entrichten soll, ganz egal, ob er wirklich fern sieht oder Radio hört. Wieder einmal hat das Parlament einen völlig idiotischen Entscheid getroffen. Und wieder einmal war einzig die SVP auf der Seite des Bürgers. Und da gibt es tatsächlich noch Weltfremde, die behaupten, wir hätten ein bürgerlich dominiertes Parlament …

Jetzt sollen alle zahlen, weil das jetzige System nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Nämlich sei die Konsumation von Radio- und Fernsehprogrammen nicht mehr gerätegebunden. Damit meint man explizit ein Fernsehgerät oder einen Radioempfänger. In der heutigen Zeit könne auch mit dem Telefon und über das Internet radio gehört und tele gewatcht werden. Das stimmt natürlich. Doch ich kann mir nicht vorstellen, dass Horden von TV-Konsumenten stundenlang vor ihrem IPhone hocken und SF gaffen. Genügt das alleine, um der Allgemeinheit Empfangsgebüren aufzudrücken? Nein!

Doch nicht nur Privatpersonen müssen zahlen, auch Betriebe und Firmen. Obwohl nur natürliche Personen Fernsehen können. Und diese berappen das bereits aus der eigenen Tasche. Neu wird ihre Firma ebenfalls noch zahlen müssen. Obwohl die Firma an sich, weil keine natürlich Person, die Dienstleistung gar nicht konsumieren kann, für welche sie bezahlt. Was für ein Stuss!

Jetzt sagt der Bundesrat aber, dass durch die Änderung des Systems die Gebühren für jeden von uns um rund 100 Hämmer sinken soll, so will es zumindest der Tagesanzeiger  wissen. Dabei erinnere ich nochmals an die über 70 Millionen Überschuss der Billag. Es ist noch immer nicht geklärt, was mit dieser Kohle passiert. Doch sinken werden die Gebühren nicht. Auch nicht, weil sich bei der Billag vielleicht eine Aufwandsreduktion für die Fakturiererei einstellt. Denn in den letzten Jahren sind die Gebühren immer nur gestiegen. Mittlerweile bezahlen wir in ganz Europa die höchsten Empfangsgebühren. Weshalb sollten sie also sinken? Die Billag wird Mittel und Wege finden, um den Kies zu verprassen. Immerhin kamen wir schon seit längerem nicht mehr in den Genuss eines völlig überteuerten Werbespötchens mehr.

Und wir dürfen nicht vergessen, dass der neue SRG Supertyp De Weck grossvisionär dafür sorgen wird, dass der SRG schon bald der finanzielle Schnauf ausgeht und man dann beim Steuerzahler wieder für mehr Geld hecheln wird. Über kurz oder lang werden die Gebühren sowieso wieder steigen. Auf der anderen Seite sinkt das Niveau des Gebotenen beinahe stündlich. Was für ein Irrwitz!

Drum meite uralte Forderung zum x-ten mal wiederholt: Schafft die Billag ab! Schafft die Empfangsgebühren ab und meinetwegen auch die SRG! Oder privatisiert die Bude!

70 Millionen Billag-Überschuss

Die Billag hat über 70 Millionen Franken kassiert, welche nicht verteilt werden können. Schuld daran sei ein Fehler im Radion- und TV-Gesetz (RTVG), welcher festhält, dass 4 Prozent der Gebühreneinnahmen an private Sendestationen fliessen müssen. Da die maximalen Zuschüsse aber weniger hoch sind als die Summe der 4 Prozet der Empfangsgebühren, bleibt der Schotter liegen.

Ganz blöde Situation. Was soll man mit der Kohle jetzt bloss tun? Die einzig richtige Antwort lieferte SVP Nationalrat Adrian Amstutz mittels einer Motion. Er verlangte, die Gelder den Gebührenzahlern zurückzuerstatten. Zurückgegeben werden sollen auch künftige Überschüsse. Doch die 7 Eierköpfe im Bundesrat haben diesbezüglich kein Musikgehör. Es sei zu teuer. Die Umstellung der Informatik und das Drucken der Rechnungen würde der armen gebeutelten Billag Mehrkosten von 1,5 Millionen Franken bescheren. Was für ein Hohn! Da frage ich mich ernsthaft, was die mit den über 55 Millionen Franken jährlich anstellen, welche der Steuerzahler diesen Banditen in den Arsch stopft?!

Nein, der Bundesrat verfolgt eine andere Strategie. Zurückzahlen will er nicht, sondern eher dafür sorgen, dass keine Überschüsse entstehen können, indem die Zahlungen für die Privaten flexibler gestaltet werden. Allenfalls könnte eine indirekte Rückzahlung auch in Form einer einmaligen Gebührenreduktion stattfinden. Soweit könnte man das noch akzeptieren. Der andere Vorschlag unserer Regierung ist derweil noch viel blödsinniger: man verwendet das Geld, um auf eine allfällige Gebührenerhöhung, wie ich sie mit Roger De Weck als neuer SRG-Geldvernichtungsdirektor bereits prophezeit habe, zu verzichten.

So oder so schieben unsere Landesfrauen und -väter die ganze Geschichte sowieso auf die lange Bank. Denn konkret handeln will man erst, wenn das RTVG einer Revision unterzogen wurde. Die letzte Anpassung dümpelte übrigens satte 7 Jahre vor sich hin.

Gebt uns das Geld zurück, und zwar sofort! Es ist eine bodenlose Frechheit, dem Volk Kohle aus der Nase zu ziehen, ohne zu wissen, für was man den Kies braucht! Und dann schafft endlich die Billag ab!

Dank De Weck bald höhere Gebühren?

Irgendwie bin ich nicht über die Wahl von Roger De Weck als neuer SRG Generaldirektor erstaunt. Die Verantwortlichen unseres Staatssenders haben lediglich einen der Ihren auf diesen Posten gehoben. Linkslastig ist die SRG schon seit Urzeiten. Da tut man natürlich gut daran, sich kein Kuckucksei ins Nest zu legen.

Mit De Weck an der Spitze wird sich die Berichterstattung des Schweizer Fernsehens künftig noch weiter Richtung sozialistische Propaganda bewegen. Als Erzlinker, welcher eine innige Abneigung gegen die Schweizer Volkspartei hat, wird das mediale SVP-Bashing eine neue Blüte erleben und wir werden täglich vernehmen, wie toll es doch in der EU wäre. Wohl werden wir uns auch in naher Zukunft mit einer Gebührenerhöhung auseinandersetzen müssen. Denn unser Euro-Turbo ist – wen wunderts – gar kein Fan vom Sparen.