Film-Kritik: Flitzer

Beat Schlatters Schnäbi-Film ist mit Sicherheit kein cineastisches Meisterwerk, auf das die Welt oder die Schweiz gewartet hätte. Es dauerte über eine halbe Stunde, bis der Streifen endlich in Schwung kam. Aber dann waren tatsächlich einige Momente dabei, wo man sich in einem dieser Kino-Komödien aus den USA wähnten. Einige Szenen waren richtig gut umgesetzt, anderes hätte man mit wenig Aufwand viel besser inszenieren können.

Nichts desto trotz ist der Movie aber ganz unterhaltsam. Nett sind auch die vielen Auftritte von Persönlichkeiten, die sich selber darstellen. So sind zum Beispiel Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger, FCZ-Präsident Ancillo Canepa, der ehemalige YB-Sportchef Fredy Bickel oder Fussball-Experten-Experte und Frisuren-Ikone Gilbert Gress als sich selbst zu sehen. Und auch für seinen Schwinger-Kumpel Christian Stucki hatte Schlatter eine Rolle vorgesehen.

Schlatter selber überzeuge nicht mit seinen schauspielerischen Fähigkeiten. Sein Talent liegt definitiv darin, solche Geschichten und Drehbuchideen wie die von «Flitzer» auszuknobeln. Das jedoch machte er ganz gut. Und er sollte es auch weiterhin tun.

«Flitzer» ist eine anständig produzierte Schweizer Filmkomödie mit vielen bekannten Gesichtern. Sie ist, sofern man keine allzu grossen Ansprüche stellt und die ersten 30 Minuten überlebt, lustig und kurzweilig. Genau richtig, für einen entspannten Abend vor der Glotze und einem Glas Wein auf dem Salontischchen.

Und jetzt das Micheline auch, bitte

Es hat ja gut angefangen, als sich Moritz endlich dazu aufraffen konnte, seinen längst überfälligen Abgang bekannt zu stottern. Nicht überraschend saldierte dann auch einige Wochen später der Oberbuchhalter Merz sein Konto. Ein guter Entscheid.

Natürlich, Hans Rudolf Merz war streitbar. Insbesondere sein Wirken als Bundespräsident war schwach. Da gibt es nichts zu beschönigen. Aber seinen Hauptjob, nämlich den des Finanzministers, erledigte er als einziger in ganz Europa souverän. Trotzdem ist sein Rücktritt die einzig richtige Entscheidung.

Es wäre deshalb wirklich schön, wenn das Frau Calmy-Rey auch endlich begreifen würde. C’est temps du partir, madame. Die beiden anderen Gentlemen haben Ihnen den letzten Pfad vorgetrampelt, Sie brauchen jetzt bloss noch drauf zu latschen! Das wäre Ihre erste gute Tat als Bundesrätin.

Bundesratsrücktritte nur noch per Ende Amtszeit

Bundesrat Moritz Leuenberger tritt ab. Endlich. Hat lange gedauert, bis er es doch noch begriff. Eigentlich müsste man froh sein darüber. Doch eine Sache stinkt mir dabei. Aber nicht wegen Leuenberger, sondern allgemein. Es muss den Magistraten verboten werden, unterjährig die Finken zu klopfen! Ein Rücktritt darf nur noch auf das Ende der jeweiligen Amtszeit vollzogen werden.

Was passiert nun mit dem Stuhl von Moritz? Es wird wohl ein anderer Bundesrat aus dem sozialdemokratischen Milieu darauf Platz nehmen. So gesehen eigentlich korrekt, weil die SP zum Zeitpunkt der Ersatzwahl den entsprechenden Anspruch hat. Doch was, wenn die Machtverhältnisse nach den kommenden Parlamentswahlen anders aussehen? Die SP verliert? Bloss noch ein Regierungsmitglied stellen dürfte? Dann hocken eben trotzdem zwei da oben.

Das darf so nicht sein. Solche scheinheilige, machterhaltende Manöver müssen unterbunden werden. Ich verlange, dass Bundesräte nur noch per Ende ihrer Amtszeit zurücktreten dürfen!

Im Bundesrat ist Ausmisten angesagt

Peer Steinbrück:

Man muss die Kavallerie nicht immer ausreiten lassen. Die Indianer müssen nur wissen, dass es die Kavallerie gibt.

Dem Knaben gehört mal tüchtig der Skalp gewaschen! Erst droht er der Schweiz Prügel mit der Peitsche an und dann dies, nachdem er mit dem ganzen Geplapper über schwarze Listen die ganze Nation in erpresserischer und lügnerischer Art und Weise über den Tisch gezogen hat. Da er und seine Kumpanen zu blöd sind, im eigenen Land das Steuerwesen richtig zu organisieren, geht man in absolut inakzeptabler Manier auf andere souveräne Staaten los und kommentiert das Vorgehen noch mit höhnischen Pseudo-Kriegsparolen. Damit hat Steinbrück seine absolute Unfähigkeit als Finanzminister aber auch als Staatsmann bewiesen.

Von Unfähigkeit zeugt aber auch das Verhalten der Schweizer Regierung. Einmal mehr machte der Bundesrat Kusch, sobald es von Norden her etwas härter dängelt. Ähnlich wie er auch bei der Frage der Anflüge auf den Flughafen Zürich Kloten versagte. Während damals Moritz Leuenberger die Pfeiffe an der Front war, zappelten diesmal Hans-Rudolf Merz und Clownfritte Calmy-Rey an den Fäden der Marionettenspieler aus Deutschland. Alle drei gehören sie hochkant aus der Regierung geschmissen, bevor sie die Schweiz noch tiefer in die Scheisse reiten. Die drei leer gewordenen Sitze sind mit fähigen Politikern zu ersetzen, die Eier und Rückgrat haben. Und damit sich die zwei verbleibenden Weibchen dann nicht zu einsam fühlen, dürfen sie auch gleich abdampfen.

Unterstützenswert dagegen sind die Vorschläge von SVP Nationalrat Hans Kaufmann. Zum einen fordert er, dass sämtliche Treuhandanlagen von schweizer Banken im EU-Raum sofort zurückgezogen werden. Dies sind über 300 Milliarden Franken, welche derzeit auf europäischen Banken liegen. Zum anderen muss die Bestellung der neuen Kampfflieger für die Schweizer Flugwaffe verschoben werden:

Solange Deutschland und Frankreich uns beim Bankgeheimnis erpressen, sollte man ihnen auch keine Flugzeuge abkaufen.

Man sollte sogar noch weiter gehen und einen sofortigen Import- und Verkaufsstopp für deutsche Autos in Erwägung ziehen und ab sofort Einkaufsläden wie Aldi oder demnächst Lidl meiden. Auch sollte man die deutschen Arbeitnehmer in der Schweiz mit zusätzlichen Steuern beglücken, da auch sie nur Kapital von der Schweiz ins Ausland schaffen.