SRF mit 50 Mann am Openair Frauenfeld

Die im Rahmen des RTVG-Referendums gestartete und von allen Parteien geforderte Diskussion rund um den Service Public beim SRF tut nun definitiv Not.

Zwischen dem 9. Und dem 11. Juli 2015 findet das Openair Frauenfeld statt. Für Radio und Fernsehen SRF ist das Grund genug, rund 50 Personen an die Partyzone zu schicken. Der gebührenfinanzierte Sender realisiert eine 23-stündige Livesendung auf Radio SRF3, eine 90-minütige Fernsehsendung sowie üppige Online-Inhalte und Livestreams.

23 Stunden Hip-Hop-Gestampfe auf dem Gebührensender, obwohl man via http://www.openair-frauenfeld.ch/ direkt auf einem Live-Stream landet. Ja, es gibt bereits einen Live-Stream. Aber SRF muss selber auch noch einen betreiben. Wozu?

Die paar Online-Beiträge unter dem Label «Festivalsommer» schmerzen nicht, denn dafür braucht es keine 50 Mitarbeiter. Hinterfragen darf man diese Online-Berichterstattung allerdings trotzdem. Schaut man sich an, was beispielsweise auf Twitter unter dem offiziellen Hashtag #srffestival so läuft, scheint das Interesse der Online-Community unterirdisch zu sein. #festivalsommer2015 sieht übrigens noch düsterer aus.

Und was ist mit der anderhalbstündigen Fernsehsendung? Naja, einen Konzertzusammenschnitt mit den Highlights – warum nicht? Aber auch dazu braucht es keine 50 Nasen!

Das Angebot, was SRF da produziert, scheint kaum auf Interesse zu stossen. Aber dennoch fährt ein Tross von 50 Leutschenbachern los. Gebührenverschwendung, wie sie besser nicht demonstriert werden könnte.

Remember: www.nobillag.ch sucht noch Unterzeichner.

Jetzt muss die SRG die Zahlen offenlegen

Nach der hauchdünnen Annahme der Revision des Radio- und TV-Gesetzes dürfen SRG sowie die privaten Sender aufatmen. Aber auch die Bürgerinnen und Bürger erhalten ein kleines Zückerchen in Form einer reduzierten Gebühr.

Dass wir durch die Annahme der Revision nun faktisch eine Mediensteuer eingeführt haben, welche auf diesem Wege verfassungswidrig zustande kam, spielt aktuell keine Rolle mehr. Das Volk hat gesprochen. Aber da die SRG nun massgeblich durch Steuern finanziert wird, will ich wissen, was mit meinem Steuergeld geschieht. Die SRG muss nun ihre Zahlen detailliert offenlegen. Ich will wissen, was eigen produzierte Sendungen kosten, ich will wissen, wieviel Geld für Übertragungsrechte ausgegeben wird und ich will wissen, mit wie viel eingekaufte Filme und Serien zu Buche schlagen. Und ich will wissen, was Themenwochen wie aktuell «SRFbewegt» oder dieses unsägliche «Jeder Rappen zählt» kosten.

Das finanzielle Versteckspiel ist aus. Durch die Einführung der Mediensteuer durch die Hintertür hat die SRG keinerlei Legitimation mehr, die Zahlen unter Verschluss zu halten.

Schawinski darf weiterhin Gäste beleidigen

Manchmal ist es wirklich äusserst schwierig, die Haltung vom Schweizer Fernsehen zu verstehen. Nachdem Roger Schawinski in seiner Talksendung den Satiriker Andreas Thiel während einer halben Stunde lang pausenlos beleidigt und ihn als dumm und unfähig beschimpft hatte, hat der streitbare Moderator von der SRF-Führung nichts zu befürchten. In den sozialen Medien wird nach dem Eklat mit Thiel auf breiter Front die Absetzung von Schawinski gefordert. Auf die Frage von 20min, ob Schawinski noch tragbar sei, antwortete SRF-Chefredaktor Tristan Brenn:

Selbstverständlich. Auch ich bedaure den Verlauf der Sendung, so wie Roger Schawinski dies auch tut. Daraus eine Grundsatzfrage zu machen, halte ich für nicht angebracht.

Quelle

Wenn etwas nicht angebracht ist, dann ist es definitiv Roger Schawinski. Eine Talk-Sendung mit einem selbstverliebten Wackel-Dackel als Moderator, der zum einen seine Gäste permanent unterbricht, ihnen allerlei miserabel recherchierten Schlötterlig vorwirft und wenn sie versuchen, Stellung beziehen und die Sache aus ihrem Blickwinkel zu erklären, er sie aber wiederum nicht ausreden lässt, ist nicht tragbar. Die befremdliche und respektlose Art, wie Schawinski mit seinen Gästen umgeht, war schon vor dem Desaster mit Andreas Thiel unter aller Sau.

SRF mutet den Zuschauern also einen Moderator zu, der seine Gäste weder respektiert, noch auf sie eingeht und – was dem Format einer Talkshow ja komplett widerspricht – sie noch weniger ausreden lässt. Auf der anderen Seite hat man auf Wunsch (oder Betteln) der profillosen Mitteparteien die einst unterhaltsame und knackige Arena in eine langweilige Weichspühl-Brabbelei verwandelt.

Schawinski lässt man also weiterhin mit seiner unflätigen Abart auf die Öffentlichkeit los. Politiker lässt man aber in einer Debattiersendung nicht kontrovers und hart debattieren. Nicht nachvollziehbar. Die SRG hat ein ernstes Problem  in der journalistischen Führung.

Ein Gutes hat Schawinskis Demonstration seines wahren Ichs jedoch. Für die Billag-Abschaffung dürften dieser Tage sehr viele Unterschriften zusammenkommen.

Initiativstart zur Abschaffung der Billag-Gebühren

Die Volksinitiative «Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren (Abschaffung der Billag-Gebühren)» ist lanciert. Ab sofort können Unterschriften gesammelt werden. Ablauf der Sammelfrist ist der 11. Dezember 2015.

Pro Jahr bezahlt jeder Schweizer Haushalt über 460 Franken Empfangsgebühren. Dabei ist es unerheblich, ob überhaupt irgend jemand in diesem Haushalt Radio- oder Fernsehen konsumiert. Bezahlt werden muss trotzdem. Deshalb handelt es sich um Zwangsgebühren.

96,5 % der Billag-Gebühren fliessen in die Kassen der SRG. Das bedeutet, auch wenn man die Programme der SRG nicht schaut oder hört, finanziert das Medienhaus mit. Wir bezahlen also für etwas, was wir unter Umständen gar nicht nutzen. Zudem wird die SRG dadurch zum Monopolisten. Den privaten Sendern fliessen aus den Billag-Gebühren nur knapp 4 % zu. Die SRG kann es sich somit leisten, ihr Programm nach ihrem eigenen Gusto zu gestalten, statt sich um die Gunst des Publikums zu bemühen. Schliesslich gibts im Inland keine Konkurrenz. Der Begriff «Staatssender» ist also nicht nur billiges Sprücheklopfen, sondern absolut zutreffend.

Die Billag AG ist für das Eintreiben der Zwangssteuern zuständig. Alleine der Betrieb der bürokratischen Molochs kostet pro Jahr rund 57 Millionen Franken. Darin eingeschlossen sind Bespitzelungen der Bürgerinnen und Bürger und die Verletzung derer Privatsphären. Mit 57 Millionen lässt sich weit Sinnvolleres veranstalten.

Auf der Website www.nobillag.ch kann das detaillierte Argumentarium gelesen sowie Unterschriftenbögen bezogen werden. Setzen wir der Billag und den Zwangsgebühren ein Ende. Unterschreiben wir die Initiative «Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren (Abschaffung der Billag-Gebühren)».

SVP als einzige gegen pauschale Billag Zwangsgebühren

Die SVP-Fraktion stimmte als einzige und geschlossen dagegen, dass künftig alle Haushalte Billag abdrücken sollen, unabhängig davon, ob Radio und Fernsehen konsumiert wird oder nicht. Die Online-Petition Gebührenmonster forderte, dass die Empfangsgebühren auf 200.- jährlich reduziert werden. Über 140’000 Personen haben diese Petition unterschrieben und Nationalrätin Natalie Rickli als Mitinitiantin hat im Plenum nochmals auf den Unmut im Volk hingewiesen. Die Mehrheit im Parlament hat dies aber ignoriert. Das ist einmal mehr der Beweis, dass einzig die SVP die Anliegen der Bevölkerung ernst nimmt und sie im Bundeshaus vertritt.

Und jetzt?

Da ein funktionierender und vernünftiger Kompromissvorschlag vom Parlament in ignoranter Weise bachab geschickt wurde, gibt es nur noch tabula rasa. Die Bundespolitiker verweigern es schlicht, sich einer medienpolitischen Diskussion zu stellen. Dies alleine grenzt bereits an Arbeitsverweigerung. Mir scheint, die grosse Mehrheit in Bern hat vor der SRG die Hosen gestrichen voll und bangt um den Erfolg ihres Wahlkampfes für den kommenden Herbst. Man scheint zu ahnen, dass man ohne mediale Unterstützung und ohne nennenswerte Erfolge auf dem politischen Parkett um die Wiederwahl bangen muss. So haben sich wohl viele Parlamentarier von der SRG einseifen lassen. Dieses Fazit jedenfalls zieht das Gebührenmonster-Petitionskomitee in seiner Medienmitteilung anlässlich des skandalösen Parlamentseintscheides. Das Volk wurde dabei gleich doppelt betrogen: Einerseits werden völlig überhöhte Zwangsgebühren erhoben, egal ob man das Angebot nutzt und zusätzlich wurde das Lobbying der SRG mit den Gebühren derer bezahlt, die eigentlich entlastet werden sollten.

Unterstützen Sie deshalb die Volksinitiative Bye Bye Billag. Die Initiative verlangt, dass nur noch 100.- Gebühren direkt über die Steuern abgerechnet werden und dass der irrwitzig überteuerte Verwaltungsmoloch Billag eingemottet wird. Diese Variante ist jedoch erneut nur ein Kompromissvorschlag, denn im Grunde müssten die Radio- und TV-Gebühren samt Inkasso gänzlich abgeschafft werden.

Und als zweiten Schritt hat jeder Stimmbürger und jede Stimmbürgerin im Herbst die Möglichkeit, die Lachsbrötli- und Cüpliparlamentarier aus dem Bundeshaus zu jagen und statt dessen echte Volksvertreter nach Bern zu entsenden. Wählen Sie deshalb SVP, und ihre Stimme wird erhört.