Mehr Lohn für Lehrer – warum nicht?

Die Lehrer monieren, sie würden zu wenig verdienen. Das Gehalt ist zwar nicht der erste Grund, weshalb man Lehrer wird, kann aber durchaus mit ein Grund sein, warum man es nicht bleibt. Warum also nicht den Leuten monatlich etwas mehr geben, die sich um unseren einzigen Rohstoff im Land kümmern und dabei sogar noch die Erziehungsarbeit der Eltern übernehmen? Ich sehe da kein Grund, weshalb man das nicht tun sollte.

Wegen grösseren Lehrergehältern müssen wir auch nicht das Budget für die Bildung oder gar die Steuern erhöhen. Was wir mehr in die Besoldung stecken, ziehen wir woanders wieder ab. Ohne das genau recherchiert zu haben, bin ich sicher, dass sich zahlreiche Posten finden, um ein paar Franken einzusparen. Und sollte das wirklich nicht reichen, dann muss man das halt ausserhalb der Bildungsbudgets einsparen.

Es müssen auch nicht alle Lehrpersonen eine Lohnerhöhung erhalten. Ich würde nur diejenigen berücksichtigen, die in einem Vollzeitpensum als Klassenlehrer unterrichten. Je nach Funktion und Stufe hat hier wohl noch die einte oder andere Ausnahme Platz.

Und es müssen ja auch nicht ums Verrecken 20 % mehr Lohn sein.

Extrablatt Volksbefragung: Basisstufe

Im Extrablatt (Februar 2013) der SVP kann der Leser an einer Volksbefragung zum Thema «Familie und Bildung» teilnehmen. Ich tue das. Öffentlich.

Die Grund- bzw. Basisstufe gehört abgeschafft oder gar nicht erst eingeführt.

Die Grund- bzw. Basisstufe wird in verschiedenen Kantonen getestet. Die beiden Kindergartenjahre und die erste Klasse (Grundstufe) bzw. die beiden Kindergartenjahre und die ersten beiden Primarklassen (Basisstufe) werden dabei zusammengefasst. Die Einführung eines solchen Systems hat das Verschwinden des Kindergartens zur Folge. Das zwanghaft veranlasste altersdurchmischte Lernen hat sich nicht bewährt. Denn die Idee, verschiedene Altersstufen zusammenzulegen und gemeinsam zu unterrichten, führt in den oftmals schon sehr heterogenen Klassen zu grosser Unruhe. Die ständige Neumischung der Klassen erschwert zudem die Bildung eines Klassengeistes.

Im Kindergarten sollen die Kinder lernen, sich innerhalb einer Gruppe und in gewissen Strukturen zu bewegen. Es ist eine Vorbereitung auf die kommenden Jahre in der Schule, auf das Leben als Schüler. Die Kinder müssen lernen, dass nun eine Zeit kommt, in der man nicht mehr nur auf ihre eigenen Bedürfnisse eingehen kann und dass sie ihr Verhalten und ihre Wünsche in gewissen Bereichen denen der Gruppe unterordnen müssen. Es ist nicht mehr so, wie daheim. Sozialkompetenz eben. Die Kinder sollen sich langsam an diesen neuen Lebensabschnitt gewöhnen und sie sollen trotzdem noch Kinder sein dürfen. Deshalb gibts den Kindergarten. Kinder lernen beim Spielen – und sie spielen beim Lernen. Doch Spielen soll im Vordergrund stehen.

Dass nun Kinder, die noch Kinder sein wollen und Kinder, die sich bereits mit Lesen, Schreiben und Rechnen beschäftigen möchten, ums Verrecken in der gleichen Klassen zusammengepfercht werden, macht keinen Sinn. Es hilft beiden nicht. Diejenigen, welche sich um Buchstaben und Zahlen kümmern, werden durch diejenigen gestört, welche sich im Spiel halt lauter gebaren. Das kann unmöglich funktionieren. Lassen wir die Kinder im Kindergarten also noch Kinder sein.

Ich befürworte diese Massnahme.

Extrablatt Volksbefragung: Kleinklassen

Im Extrablatt (Februar 2013) der SVP kann der Leser an einer Volksbefragung zum Thema «Familie und Bildung» teilnehmen. Ich tue das. Öffentlich.

Kleinklassen oder auch Spezialklassen sollen dort, wo sie abgeschafft wurden, wieder eingeführt werden.

Unter dem Vorwand der Chancengleichheit werden ausländische Schüler, welche nicht einmal unsere Sprache beherrschen, auf Biegen und Brechen in reguläre Klassen integriert. Das Gleiche gilt für Schüler mit grossen Lernschwierigkeiten, die früher in einer Kleinklasse unterrichtet worden sind. Dabei werden sie vom Tempo, mit dem die Inhalte vermittelt werden, oftmals überfordert, fristen in der Folge ein Aussenseiterdasein und werden ausgegrenzt.

Früher wurden schwächere Schüler unter sich in sogenannten «Kleinklassen» unterrichtet. Dort wurde auf ihre Lernschwäche Rücksicht genommen und die Schüler wurden ihren Möglichkeiten entsprechend unterrichtet. Nicht zu viel, dass es sie überfordert, nicht zu wenig, dass sie nichts lernen. Dann kamen die Bildungsromantiker und sagten, das sei diskriminierend und sorgten dafür, dass diese Schüler wieder in den normalen Regelklassen unterrichtet wurden. Man nannte das «Integrativer Unterricht».

Da sassen also Kinder in den Schulklassen, die aufgrund einer Lernschwäche dem Tempo der anderen Kinder beim Lernen gar nicht folgen konnte. Und es sassen Kinder in der Klasse, die überhaupt nichts mitkriegten, weil sie kein Deutsch konnten. Diese Kinder wurden dann, innerhalb der Regelklassen, durch zusätzliche Lehrkräfte und Heilpädagogen individuell unterstützt und unterrichtet. Man führe sich jetzt mal dieses Paradoxon vor Augen …

Die Folge war, dass eine enorme Unruhe im Klassenzimmer herrschte. Heilpädagogen betraten oder verliessen das Schulzimmer, die einte Schülerin wurde von der einen Lehrperson flüsternd unterrichtet während die andere Lehrperson versuchte, sowas wie Klassenunterricht mit den übrigen Schülern abzuhalten. Wer soll sich in einem solchen Durcheinander noch zurecht finden?

Abgesehen davon, dass dieser integrative Ansatz die Leistung einer Schulklasse klar nach unten drückt, ist’s auch noch teuer. Auf der einen Seite beklagen wir uns über einen Mangel an Lehrpersonen und auf der anderen Seite sorgen wir dafür, dass die ohnehin schon raren Lehrer dann auch noch zu zweit oder gar dritt in einer Klasse unterrichten müssen. Ganz zu schweigen von den zahlreichen Heilpädagogen, die grundsätzlich ein höheres Gehalt beziehen als eine normale Lehrperson.

Und von wegen Integration und Diskriminierung. Was ist diskriminierender für einen Schüler, wenn er vor der ganzen versammelten Klasse als «Dummkopf» blossgestellt wird, weil er im Unterricht eine Spezialbehandlung benötigt? Dummfug auf der ganzen Linie.

Ich befürworte diese Massnahme.

Extrablatt Volksbefragung: Mundart im Kindergarten

Im Extrablatt (Februar 2013) der SVP kann der Leser an einer Volksbefragung zum Thema «Familie und Bildung» teilnehmen. Ich tue das. Öffentlich.

Im Kindergarten ist in der Regel Mundart zu sprechen.

Mundart ist ein wichtiger Teil unserer Kultur und Identität und hat deshalb einen gebührenden Platz im Bildungswesen einzunehmen. Hier aufwachsende Kinder aus fremdsprachigem Milieu können sich dank der Mundart besser integrieren. Damit ein sinnvoller, altersgerechter Spracherwerb sichergestellt wird, soll wie bisher im ersten Kindergartenjahr kein Unterricht in Standardsprache erfolgen, und im zweiten Jahr nur in geringem Masse.

Im Kanton Luzern wird das Stimmvolk noch im Jahr 2013 aufgrund einer kantonalen Volksinitiative der jungen SVP darüber zu befinden haben, ob die Mundart wieder in den Kindergarten zurück kehren soll oder nicht. Meine Meinung zur Mundart im Kindergarten habe ich erst kürzlich auf diesem Blog kundgetan – mehr gibts im Moment dazu nicht zu sagen. Denn was für den Kanton Luzern gilt, gilt in diesem Fall für die ganze Schweiz.

Ich befürworte diese Massnahme.

Extrablatt Volksbefragung: Fremdsprachenunterricht

Im Extrablatt (Februar 2013) der SVP kann der Leser an einer Volksbefragung zum Thema «Familie und Bildung» teilnehmen. Ich tue das. Öffentlich.

Der Fremdsprachenunterricht hat erst in der Oberstufe zu beginnen.

Es zeigt sich, dass Frühlerner gegenüber Schülern, die später mit Fremdsprachenunterricht beginnen, keinen echten Vorsprung erreichen. Schon nach kurzer Zeit werden Frühlerner mit zwei oder gar drei Jahren «Lernvorsprung» von den Spätlernern eingeholt. In der Primarstufe hat das Einüben der Muttersprache im Mittelpunkt zu stehen.

Es hat sich durch Studien gezeigt. Die Ergebnisse von Frühenglisch oder Frühfranzösisch sind mehr als bescheiden. Hochdeutsch im Kindergarten, eine, dann sogar noch eine zweite Fremdsprache in der Primarschule – die pure Idiotie. Unsere Kinder können ein paar Sätze in Englisch und einige in Französisch stammeln, aber ein anständiges Bewerbungsschreiben in Deutsch kriegen sie dann, wenn es um die Lehrstelle geht, nicht mehr gebacken. Der Mundart hat man sowieso den intelektuellen Kampf angesagt. Diese Entwicklung ist bildungspolitischer Blödsinn.

Es stimmt schon: Kinder lernen Fremdsprachen im jungen Alter schneller als mit 20 oder 30 Jahren. Doch sie können auch anderes lernen. Und vieles andere bleibt bei dem Sprachenwahn auf der Strecke. Die eigene Sprache, Mathematik, Naturwissenschaften – alles Fächer, die zu einer umfassenden Grundausbildung gehören. Aber auch die Muttersprache gehört dazu. Und in Sachen Sprachunterricht muss die Muttersprache klar Priorität haben.

Fremdsprachen sind gut und wichtig. Aber zur richtigen Zeit. In der Oberstufe ist diese Zeit da. Aber egal, ob wir den Schülern schon in der Primarschule oder erst in der Oberstufe Fremdsprachen um die Ohren hauen, eine Sprache lernt man nie in der Schule sondern vor Ort, wo die entsprechende Sprache gesprochen und gelebt wird.

Ich befürworte diese Massnahme.