«Wenn es Krisen gibt, wählt man rechts»

In diesem Punkt hatte Anita Fetz, Ständerätin der SP, in der Nachwahlsendung recht, als sie sagte: «Wenn es kriselt, wählt man rechts.» Das sei, so fügte sie hinzu, historisch belegt und bis jetzt immer so gewesen. Sie muss es wissen, hatte sie doch immerhin Geschichtswissenschaften studiert und somit attestiere ich ihr gewisse Kenntnisse in Geschichte.

Übersetzt für uns Nicht-Akademiker bedeutet das: Wenn Probleme zu lösen sind, will das Volk Leute an den Schalthebeln, welche die Lage meistern und das Schiff Schweiz sicher durch die vom Sturm aufgepeitschten Wogen steuern. SVP eben. Dann, wenn Rationalität und Vernunft gefordert sind, wählt man SVP. Wenn es wirklich eng wird oder eng zu werden droht, wählt man SVP. Man wählt SVP, wenn es eben wirklich um etwas geht.

Das Dumme daran ist: Wenn die SVP alles ins Lot gebracht hat, wenn es allen wieder gut geht und die Sorgen vertrieben sind, dann wählt man Links.