Film-Kritik: Flitzer

Beat Schlatters Schnäbi-Film ist mit Sicherheit kein cineastisches Meisterwerk, auf das die Welt oder die Schweiz gewartet hätte. Es dauerte über eine halbe Stunde, bis der Streifen endlich in Schwung kam. Aber dann waren tatsächlich einige Momente dabei, wo man sich in einem dieser Kino-Komödien aus den USA wähnten. Einige Szenen waren richtig gut umgesetzt, anderes hätte man mit wenig Aufwand viel besser inszenieren können.

Nichts desto trotz ist der Movie aber ganz unterhaltsam. Nett sind auch die vielen Auftritte von Persönlichkeiten, die sich selber darstellen. So sind zum Beispiel Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger, FCZ-Präsident Ancillo Canepa, der ehemalige YB-Sportchef Fredy Bickel oder Fussball-Experten-Experte und Frisuren-Ikone Gilbert Gress als sich selbst zu sehen. Und auch für seinen Schwinger-Kumpel Christian Stucki hatte Schlatter eine Rolle vorgesehen.

Schlatter selber überzeuge nicht mit seinen schauspielerischen Fähigkeiten. Sein Talent liegt definitiv darin, solche Geschichten und Drehbuchideen wie die von «Flitzer» auszuknobeln. Das jedoch machte er ganz gut. Und er sollte es auch weiterhin tun.

«Flitzer» ist eine anständig produzierte Schweizer Filmkomödie mit vielen bekannten Gesichtern. Sie ist, sofern man keine allzu grossen Ansprüche stellt und die ersten 30 Minuten überlebt, lustig und kurzweilig. Genau richtig, für einen entspannten Abend vor der Glotze und einem Glas Wein auf dem Salontischchen.

Wie weiter mit dem FC Luzern?

Die erste Hälfte der Saison 2017/18 haben die Leuchten gründlich in den Sand gesetzt. Man sieht sich auf dem letzten Tabellenplatz. Und auch aus dem Cup musste man sich im Viertelfinale gegen Basel verabschieden. Wie soll das nun weiter gehen? Es gibt für mich zwei Möglichkeiten.

Trainer entlassen

Es gibt die Möglichkeit, das zu tun, was Fussballvereine in solchen Situationen immer tun: Man schmeisst den Trainer raus. Der Neue wird kommen und den FCL aus dem Abstiegskampf führen. In der nächsten Saison werden sie dann bessere Resultate erspielen, um dann spätestens in der folgenden Saison wieder in dieselbe Kriese abzugleiten. Wir haben diese Achterbahnfahrt in den letzten Jahren wiederholt beobachten können. Eine Trainerentlassung wird also nur für eine kurzfristige Besserung sorgen.

Neuaufbau mit jungen Talenten

Die zweite Möglichkeit aber wäre, den eingeschlagenen Weg, auf junge Talente zu setzen und eine Mannschaft über längere Zeit aufzubauen, konsequent weiterzugehen. Damit dies gelingt, müssen die Ziele aber entsprechend angepasst werden. Man muss sich damit begnügen, in der obersten Liga zu verbleiben und sich bestenfalls irgendwo im Mittelfeld zu klassieren. Aber ob die Investoren bei diesem Risikospiel mitmachen und die Fans die entsprechende Geduld mitbringen, ist fraglich.

Ich bin der Meinung, dass man dieses Experiment wagen sollte.

Selfscanning als Jobkiller – oder doch nicht?

Selfscanning finde ich persönlich eine tolle Sache. Während dem Einkauf lasse ich es immer wieder kurz piepsen. Wenn ich mit Einkaufen fertig bin, begebe ich mich an den Automaten, schiebe meine Karte rein und verlassen den Laden. Super. Kein Anstehen in einer langen Schlange an der Kasse. Kein Ärger, weil die Kundin vor mir ums Verrecken den exakten Rappenbetrag in Münz aus ihrem viel zu kleinen und mit allem anderen ausser Geld gefüllten Portemonnaie zählen will.

Natürlich könnte man dabei auf den Gedanken kommen, dass ich als Selfscanner den Kassiererinnen die Arbeit abnehmen. Ja, dass ich ihnen die Arbeiter sogar wegnehme. Das jedenfalls ist ein häufig vernommenes Argument, wenn es darum geht, etwas Negatives zum Selfscanning zu äussern.

Faktisch ist dem aber überhaupt nicht so. Die Arbeit des Kassiererpersonals verlagert sich einfach von ihrer Kasse hin zur Kundenbetreuung an den Checkout-Stationen. Selfscanning ist also nicht per se ein Jobkiller.

Lustigerweise sehen die Kunden das anders. Viele machen sich über die berufliche Zukunft der Kassierer Gedanken. Im gleichen Atemzug verlangen sie dann aber eine Reduktion auf die Preise, weil sie ja jetzt einen Teil der Arbeit selber übernehmen. So zumindest hat es «20min» in einer Umfrage herausgefunden.


Lustig ist es aber auch insofern, dass man sich Sorgen über das Personal macht, gleichzeitig aber Forderungen laut werden lässt, die genau dazu führen, dass Stellen abgebaut werden könnten. Think about it.

Wegen Asylsuchenden die Wohnung gekündigt

Hans-Jörg Käser sagt, wir haben kein Asylchaos, die Situation sei bloss etwas angespannt. Das Sekretariat für Migration sagt, wir haben kein Asylchaos, die Situation sei unter Kontrolle.

Nach über 60 Jahren aus dem Haus geworfen

Wie Hohn muss das den beiden Geschwistern aus Muotathal vorkommen. Nach über 60 Jahren wird ihnen von der Gemeinde die Wohnung gekündigt, weil dort neu Asylsuchende einquartiert werden müssen. Kein Asylchaos?

Eine inakzeptable Sauerei

Selbstverständlich ist das ein Chaos. Die Behörden sind überfordert, ja gar hilflos. Um sich dem Problem nicht annehmen zu müssen, delegiert der Bund es einfach weiter an den Kanton – und der delegiert es nochmals weiter an die Gemeinden. Und die Gemeinden können sich nicht wehren. Auslöffeln müssen die chaotischen Zustände die Gemeindebürger. Wie die beiden Geschwister aus dem Kanton Schwyz, die sich nun eine neue Bleibe suchen müssen. Von der Gemeinde, der das Haus gehört, aus der Wohnung geworfen, in dem sich zum Teil schon seit Lebzeiten wohnten. Das ist eine Sauerei! Das ist inakzeptabel!

Gar nichts ist «unter Kontrolle»

Dagegen muss man sich wehren. Es darf nicht sein, dass Schweizer Bürger über die Klinge springen müssen. Es gibt Grenzen. Wenn angesichts solcher unhaltbaren Massnahmen davon gesprochen wird, man habe die Situation unter Kontrolle, dann lebt hier entweder jemand in einer anderen Welt oder macht seinen Job nicht. Und weil womöglich beides zutrifft, müssten sogar personelle Konsequenzen folgen. Das Asylsystem ist ausser Rand und Band, das Chaos herrscht, und die Behörden versagen auf der ganzen Linie.

Es gibt keinen Weihnachtsmann in der Schweiz

Wussten Sie eigentlich, dass es in der Schweiz gar keinen Weihnachtsmann gibt? Nein? Das dachte ich mir. Ist aber so. Die Weihnachtsgeschenke bringt in der Schweiz das Christkind. Nicht der Weihnachtsmann.

In der Schweiz gibt es aber tatsächlich einen alten dicken Mann mit langem, weissem Bart. Das ist der Samichlaus. Der kommt aber nicht zu Weihnachten, sondern schon am 6. Dezember. Er schleicht sich nicht klammheimlich den Kamin hinunter, sondern klingelt ganz brav an der Tür. Und mit Rentieren fliegt er schon gar nicht in der Gegend herum. Der Samichlaus zieht mit einem kleinen Esel und begleitet von ein paar Schmutzlis von Haus zu Haus. Und diese Schmutzlis stecken kleine Kinder, die das Jahr über nicht brav und anständig waren, in den Sack. Denjenigen Kindern aber, die schön brav waren und dem Samichlaus ein Gedicht vortragen, schenkt er Mandarinen, Nüsse und Schokolade.

Ja, sowas tut der Samichlaus. Im Gegensatz zum Weihnachtsmann gibts ihn nämlich in der Schweiz.