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Das Geräusch

Veröffentlicht in Blödsinn,Freie Texte von Alexander Limacher am 27. Jul. 2010

Auf keinseitigen Wunsch versuche ich mal zu erklären, wie man dieses von allen geliebte Geräusch, dem Ruf eines süssen Katzenbüsis ähnlich, erzeugen kann. Mit entsprechender Routine ist es jedoch auch möglich, völlig andere Tonvarianten erklingen zu lassen.

Das Geräusch basiert auf der mit geringem Druck entweichenden Luft, welche zuvor zwischen dem vorderen rechten oder linken Teil des Oberkiefers und der Lippe gesammelt wurde. Es ist der Teil des Mundes, wo sich manchmal Essensreste hinverpissen und man die dann mit der Zunge so rauslallen muss. Ist die Luft mal da, muss sie natürlich mit einer geringfügigen lippen- und wangenmuskulären Spannung auch dort gehalten werden. Man muss sich aber bewusst sein: Bis das mal funktioniert, sind entbehrungsreiche Wochen harten Trainings nötig. Doch wer den Erfolg sucht und will, wird diese Tortur überstehen. Der Fortschritt lässt sich auch gut vor dem Spiegel im Badezimmer überprüfen. Wenn sich da im Gesicht eine kleine Wölbung bildet, wie sie auch oft kurz nach einer dentaltechnischen Entfernung eines Seitenhauers zu beobachten ist, und man dabei recht blöd aus der Wäsche guckt, hat’s hingehauen.

Nun muss man diese gestaute Luft kontrolliert entweichen lassen. Man erreicht dies, indem man die vorher angesprochene Muskelspannung ganz filigran wieder entspannt. Um ein Gefühl für die Entspannungsrate zu entwickeln, kann man sich auch ganz leicht mit der Hand auf die Luftwölbung tippen. Wenn dabei ein Geräusch ähnlich einer lesbischen Kampfhenne mit Stimmbruch beim Eierlegen entsteht, befindet man sich auf dem richtigen Weg. Mit der Zeit wird man nicht mehr auf die Hilfe körpereigenen Extremitäten angewiesen sein. Aber machen wir uns nichts vor: es folgen weitere qualvolle Wochen des Übens …

Das Geräusch an sich kann jetzt ganz einfach durch diverse Parameter beeinflusst werden. Während dem Ablass können wir die Stellung der Lippen oder der Zunge (oder beidem) verändern, den Mund geschlossen halten, leicht oder stärker öffnen und schon erklingen die unterschiedlichsten Variationen. Diese reichen dann eben vom lieblichen Schmusebüsi bis hin zum Furz eines bekifften Eichhörnchens während dem Geschlechtsverkehr. Man darf sich nun sein Lieblingsgeräusch aussuchen und es am besten bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Mitmenschen präsentieren. Wichtig ist nur eines: bei der korrekten Ausführung entweicht Luft, nichts anderes. Es ist unanständig, sein Gegenüber oder Nebenan mit flüssigem, weniger flüssigem oder gar festem Irgendwas aus unserer Mundhöhle zu beschenken.

Wohl an, frohes geräuschen …

Warum halten Autofahrer für Velos?

Veröffentlicht in Allgemein von Alexander Limacher am 15. Jul. 2010

Seit einigen Jahren ist es so, dass Fussgänger beim Überqueren einer Strasse gegenüber den Autos Vortritt haben, sofern sie die Traversierung auf einem eigens dafür vorgesehenen Fussgängerstreifen tun. Das ist eine gute Sache. Zum einen kommt man als Fussreisender so relativ schnell durch das Autogewühl und zum anderen wirkt es verkehrsberuhigend. Bis auf ein paar wenige Momente finde ich diese Vorschrift wirklich gut und die Autofahrer halten sich auch wirklich gut daran.

Wir haben also gelernt, Fussgänger haben Vortritt.  Und was ist ein Fussgänger? Jemand wohl, der zu Fuss unterwegs ist. Die einzigen Hilfsmittel, die er zu seiner füssigen Fortbewegung benutzen darf, sind Schuhe. Deshalb ist ein Velofahrer beispielsweise kein Fussgänger. Jedenfalls nicht, solange er sich in einer auf dem Sattel sitzenden oder in den Pedalen stehenden Position befindet. Dann ist er nämlich ein Velofahrer. Velofahrer haben keinen Vortritt gegenüber den Autofahrern.

Aber warum zum Teufel halten alle Autofahrer für fahrende Velofahrer an und lassen sie die Strasse überqueren? Meist sogar noch fahrend auf einem Fussgängerstreifen, was dem Biker so nämlich schon gar nicht gestattet wäre. Und die Automobilisten halten sogar dann an, wenn der Radler sich für sämtliche Beteiligten deutlich sichtbar auf einem Radweg mit den vortrittsabweisenden Haifischzahnmarkierungen befindet.

Mir ist dieses Verhalten ein Rätsel.

Schweiz out!

Veröffentlicht in Allgemein von Alexander Limacher am 25. Jun. 2010

Die Schweizer Nati kann den Heimflug antreten. 0 : 0 im alles entscheidenden Spiel gegen Honduras. Das Ausscheiden unserer Elf ist zwar schade, aber völlig gerechtfertigt. Eine Mannschaft, die keine Tore schiessen kann, hat an einer Weltmeisterschaft nichts zu suchen.

Ja aber wieso denn? Wir haben doch den Europameister Spanien geschlagen. Leider war dieser Sieg nichts anders als Glück. Pures Glück. Diesen sogenannten “Historischen Sieg” kann man sich in die Haare schmieren, denn er entsprach in keinster Weise dem Leistungsvermögen von Hitzfelds Truppe.

Schuldige? Das überlasse ich mal den Medien. Die werden schon jemanden finden und zerreissen. Ein Dankeschön muss aber an die Defensive und an den Torhüter ausgesprochen werden. Solide, sichere Leistung – Bravo.

Und der Offensive sollte vielleicht mal jemand erklären, dass “dat runde in dat eckige muss”!

Ab 1. Mai stinkts im Ausgang

Veröffentlicht in Allgemein von Alexander Limacher am 28. Apr. 2010

1. Mai? Klar, was das für ein Datum ist? Ab dann zählt das nationale Rauchverbot. In allen Restaurants, Bars, Clubs darf nicht mehr gepafft werden. Darauf freuen sich die Nichtraucher schon wie die Maikäfer. Aber die werden sich noch wundern.

Der von den Nichtrauchern so verfluchte blaue Dunst hat nämlich eine ganz besondere Eigenschaft. Er überdeckt andere Gerüche. Ja wirklich, das kann er, das hat er geübt. Künftig werden die rektalen Winde der anderen Gäste ebenfalls ihren Beitrag zur Atmosphäre im Lokal leisten und wir werden Bekanntschaft mit allen möglichen Ausdünstungen machen.

Aber nicht nur die ekligen Düfte werden uns künftig beschäftigen. Da wohl in zahlreichen Gaststätten wegen des ausbleibenden Zigarettenrauchs die Lüftungen energiesparenderweise zurückgeschraubt werden, düfte uns der Geschmack des Essens beispielsweise dank den geruchseinverleibenden Eigenschaften userer Textilien noch längere Zeit in Erinnerung bleiben.

Tja, da kommen wahrhaft dufte Zeiten auf uns zu …

Wenn’s mit dem Fliegen Asche ist

Veröffentlicht in Allgemein von Alexander Limacher am 16. Apr. 2010

In Island spuckt ein Vulkan etwas Asche in die Luft und kurze Zeit später können Flugzeuge nicht mehr fliegen. Nach und nach wurden verschiedenste Flughäfen geschlossen. Inzwischen sind auch die schweizer Flughäfen dicht. In beinahe ganz Europa ist’s aus mit der Fliegerei.

Natürlich, für die betroffenen Passagiere ist das nicht angenehm. In diversen medialen Berichterstattungen über die Situation an den geschlossenen Flughäfen wird immer wieder geschildert, dass Fluggäste wegen der Situation mit Unverständnis und Wut reagieren. Solche Reaktionen wiederum sind für mich unverständlich. Die Vulkaneruption ist ein aussergewöhnliches Ereinigs, welches aussergewöhnliche Konsequenzen nach sich zieht. So ist das halt, da kann man nichts machen. Bis sich die Situation wieder normalisiert, wird es noch einige Tage dauern.

Ich frage mich, auf wen jetzt die verärgerten Passagiere wütend sind. Ja, ich frage mich sogar, wieso man überhaupt verärgert ist. Der isländische Aschespucker zeigt nun mal wieder eindrücklich auf, dass die Menschheit der Natur einfach ausgeliefert ist. Das ist so. Da kann man nichts machen.

Wütende Passagiere wegen Schliessung der Lufträume aus Sicherheitsgründen … einfach lächerlich!

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