Warum halten Autofahrer für Velos?
Seit einigen Jahren ist es so, dass Fussgänger beim Überqueren einer Strasse gegenüber den Autos Vortritt haben, sofern sie die Traversierung auf einem eigens dafür vorgesehenen Fussgängerstreifen tun. Das ist eine gute Sache. Zum einen kommt man als Fussreisender so relativ schnell durch das Autogewühl und zum anderen wirkt es verkehrsberuhigend. Bis auf ein paar wenige Momente finde ich diese Vorschrift wirklich gut und die Autofahrer halten sich auch wirklich gut daran.
Wir haben also gelernt, Fussgänger haben Vortritt. Und was ist ein Fussgänger? Jemand wohl, der zu Fuss unterwegs ist. Die einzigen Hilfsmittel, die er zu seiner füssigen Fortbewegung benutzen darf, sind Schuhe. Deshalb ist ein Velofahrer beispielsweise kein Fussgänger. Jedenfalls nicht, solange er sich in einer auf dem Sattel sitzenden oder in den Pedalen stehenden Position befindet. Dann ist er nämlich ein Velofahrer. Velofahrer haben keinen Vortritt gegenüber den Autofahrern.
Aber warum zum Teufel halten alle Autofahrer für fahrende Velofahrer an und lassen sie die Strasse überqueren? Meist sogar noch fahrend auf einem Fussgängerstreifen, was dem Biker so nämlich schon gar nicht gestattet wäre. Und die Automobilisten halten sogar dann an, wenn der Radler sich für sämtliche Beteiligten deutlich sichtbar auf einem Radweg mit den vortrittsabweisenden Haifischzahnmarkierungen befindet.
Mir ist dieses Verhalten ein Rätsel.
Schweiz out!
Die Schweizer Nati kann den Heimflug antreten. 0 : 0 im alles entscheidenden Spiel gegen Honduras. Das Ausscheiden unserer Elf ist zwar schade, aber völlig gerechtfertigt. Eine Mannschaft, die keine Tore schiessen kann, hat an einer Weltmeisterschaft nichts zu suchen.
Ja aber wieso denn? Wir haben doch den Europameister Spanien geschlagen. Leider war dieser Sieg nichts anders als Glück. Pures Glück. Diesen sogenannten “Historischen Sieg” kann man sich in die Haare schmieren, denn er entsprach in keinster Weise dem Leistungsvermögen von Hitzfelds Truppe.
Schuldige? Das überlasse ich mal den Medien. Die werden schon jemanden finden und zerreissen. Ein Dankeschön muss aber an die Defensive und an den Torhüter ausgesprochen werden. Solide, sichere Leistung – Bravo.
Und der Offensive sollte vielleicht mal jemand erklären, dass “dat runde in dat eckige muss”!
Ab 1. Mai stinkts im Ausgang
1. Mai? Klar, was das für ein Datum ist? Ab dann zählt das nationale Rauchverbot. In allen Restaurants, Bars, Clubs darf nicht mehr gepafft werden. Darauf freuen sich die Nichtraucher schon wie die Maikäfer. Aber die werden sich noch wundern.
Der von den Nichtrauchern so verfluchte blaue Dunst hat nämlich eine ganz besondere Eigenschaft. Er überdeckt andere Gerüche. Ja wirklich, das kann er, das hat er geübt. Künftig werden die rektalen Winde der anderen Gäste ebenfalls ihren Beitrag zur Atmosphäre im Lokal leisten und wir werden Bekanntschaft mit allen möglichen Ausdünstungen machen.
Aber nicht nur die ekligen Düfte werden uns künftig beschäftigen. Da wohl in zahlreichen Gaststätten wegen des ausbleibenden Zigarettenrauchs die Lüftungen energiesparenderweise zurückgeschraubt werden, düfte uns der Geschmack des Essens beispielsweise dank den geruchseinverleibenden Eigenschaften userer Textilien noch längere Zeit in Erinnerung bleiben.
Tja, da kommen wahrhaft dufte Zeiten auf uns zu …
Wenn’s mit dem Fliegen Asche ist
In Island spuckt ein Vulkan etwas Asche in die Luft und kurze Zeit später können Flugzeuge nicht mehr fliegen. Nach und nach wurden verschiedenste Flughäfen geschlossen. Inzwischen sind auch die schweizer Flughäfen dicht. In beinahe ganz Europa ist’s aus mit der Fliegerei.
Natürlich, für die betroffenen Passagiere ist das nicht angenehm. In diversen medialen Berichterstattungen über die Situation an den geschlossenen Flughäfen wird immer wieder geschildert, dass Fluggäste wegen der Situation mit Unverständnis und Wut reagieren. Solche Reaktionen wiederum sind für mich unverständlich. Die Vulkaneruption ist ein aussergewöhnliches Ereinigs, welches aussergewöhnliche Konsequenzen nach sich zieht. So ist das halt, da kann man nichts machen. Bis sich die Situation wieder normalisiert, wird es noch einige Tage dauern.
Ich frage mich, auf wen jetzt die verärgerten Passagiere wütend sind. Ja, ich frage mich sogar, wieso man überhaupt verärgert ist. Der isländische Aschespucker zeigt nun mal wieder eindrücklich auf, dass die Menschheit der Natur einfach ausgeliefert ist. Das ist so. Da kann man nichts machen.
Wütende Passagiere wegen Schliessung der Lufträume aus Sicherheitsgründen … einfach lächerlich!
Die Psyche der Frau – Wie findest Du meine Figur?
Was darf man als Mann niemals tun, wenn dich eine Frau nach deiner persönlichen Meinung zu ihrer Figur fragt? Man darf auf keinen Fall die Wahrheit sagen … oder die Wahrheit mit gutgemeinten, selbstschützerischen Verzierungen so zurecht biegen, dass sie dann, aus Sicht des Mannes wohlverstanden, dem entspricht, was die Frau gerne hören will.
Tut man nämlich zweiteres, so wird die Antwort nicht ernst genommen, weil die Frau denkt, dass man nur das sagt, was sie hören will. Damit hätte sie eigentlich recht. Nur wird es die Frau niemals dabei belassen. Ohne dazwischen Luft zu holen wird sie dich sogleich auffordern, nun jetzt doch bitte die Wahrheit zu sagen.
Bis dahin nichts neues.
Sagt man die Wahrheit, liegt man wiederum falsch. Entspricht die Wahrheit tatsächlich dem, was die Frau gerne hören möchte, befinden wir uns wieder bei dem Punkt, welchen ich oben beschrieben habe. Entspricht man mit der Wahrheit nicht den Erwartungen des weiblichen Gegenübers, dann verbringt man den Rest des Abends entweder alleine oder man muss, sobald sie zur Schimpftirade ansetzen will, mit Engelszungen auf die Frau einreden, um ersteres zu vermeiden.
Auch dies kennt Mann.
Doch es gibt auch die hyperkommunikativen Frauen, die einem das Leben noch zusätzlich erschweren können. Das handelsübliche Exemplar nämlich wird die Frage eher in einem diskreten Umfeld stellen. Nicht so die extravertierten Geschöpfe. Sie stellen die Frage – mir kürzlich so passiert – innerhalb einer illustren Runde einem gezielt ausgewählten männlichen Opfer. Bevor dieses dann zur Beantwortung ansetzen kann, ergänzt die Fragende ihre Bitte um Antwort mit eventuell möglichen Repliken, während sie den restlichen Anwesenden zugleich schemenhaft andeutet, weshalb sie jetzt diese Frage an genau diese Person gestellt hat. Doch damit der Verwirrung des Mannes noch nicht genug. Im sofort folgenden nächsten Schritt der weiblichen Zermürbungstaktik wird die gestellte Frage – welche sich bislang auf die Fragestellerin beschränkt hatte – sofort auf sämtliche anwesenden Weibchen ausgedehnt. Als krönender Abschluss werden dann noch alle Frauen aufgefordert, doch kurz aufzustehen, damit der inzwischen komplett konsternierte Mann alle Körperrungen begutachten kann.
Erst jetzt schweigt Frau kurz, um eine Antwort zuzulassen. Doch nur kurz. Triumphal wird sie schon nach wenigen Zehntelssekunden – oder absichtlich genau zum Zeitpunkt, wenn es der Mann sagen möchte – verkünden: “Er ist sprachlos!”, weil er es noch nicht geschafft hat, alle neu hinzugekommenen Anforderungen in seine Antwort zu implementieren, welche zu einen früheren Zeitpunkt des Geschehens durchaus geistig bereits fertig formuliert war. Damit der Mann jetzt nicht als kompletter Vollidiot dasteht – was im beschriebenen Szenario eigentlich sowieso nicht zu umgehen ist – wird er dazu genötigt, eine halbgare Antwort abzulassen, welche dann weder der Wahrheit, noch der Unwahrheit entspricht. In der darauf folgenden Diskussion ist der arme Mann absolut in der Defensive, da er nicht genügend Argumente finden wird, seine unter unmenschlichen Bedinungen erzwungende Aussage zu untermauern.
Jetzt steht eine Aussage im Raum, welche der Frau so nicht passt. Die Diskussion ist entbrannt. Der Mann hat aber absolut keine Möglichkeit mehr, seine Ausführung zu präzisieren oder zu erklären. Denn die Antwort interessiert nicht mehr. Jetzt demonstrieren die Frauen eine unglaubliche, selten so erlebte Solidarität untereinander. Eigentlich nicht verwunderlich, denn jetzt geht es gegen einen Mann, und das ist neben telefonieren und shoppen die dritte Lieblingsbeschäftigung der Frau. Der arme Kerl wird von den Furien dermassen zerzaust, dass er sich nachher kaum noch an seinen eigenen Namen erinnern kann.
Damit könnte ein Mann ja grundsätzlich leben. Auch wenn er nur mit seinen Saufkumpeln einen heben geht, gibt es dann und wann auch mal Meinungsverschiedenheiten. Man brüllt sich an, geht nach Hause und die Sache ist gegessen. Nicht so aber bei den Frauen. Nein, die halten einem die Aussage noch jahrelang vor. Frauen vergessen nichts. Vor allem nicht, wenn es etwas negatives über ihre Figur war. Und selbst dann werden Präzisierungen und Ergänzungen nicht akzeptiert. Die Antwort ist so gefallen, wie sie damals gefallen ist und somit bis in alle Ewigkeit und fünf Tage in Granit gemeisselt.
Dabei erstaunt es mich immer wieder, wie unglaublich detailgetreu sich die Weiber an solche Dinge erinnern können. Selbst Jahre später noch. Aber wenn sie mit dem Auto in die Tiefgarage eines grossen Einkaufscenters fahren, finden sie nach nur zwei Stunden ihre Karre nicht mehr …


