Film-Kritik: Flitzer

Beat Schlatters Schnäbi-Film ist mit Sicherheit kein cineastisches Meisterwerk, auf das die Welt oder die Schweiz gewartet hätte. Es dauerte über eine halbe Stunde, bis der Streifen endlich in Schwung kam. Aber dann waren tatsächlich einige Momente dabei, wo man sich in einem dieser Kino-Komödien aus den USA wähnten. Einige Szenen waren richtig gut umgesetzt, anderes hätte man mit wenig Aufwand viel besser inszenieren können.

Nichts desto trotz ist der Movie aber ganz unterhaltsam. Nett sind auch die vielen Auftritte von Persönlichkeiten, die sich selber darstellen. So sind zum Beispiel Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger, FCZ-Präsident Ancillo Canepa, der ehemalige YB-Sportchef Fredy Bickel oder Fussball-Experten-Experte und Frisuren-Ikone Gilbert Gress als sich selbst zu sehen. Und auch für seinen Schwinger-Kumpel Christian Stucki hatte Schlatter eine Rolle vorgesehen.

Schlatter selber überzeuge nicht mit seinen schauspielerischen Fähigkeiten. Sein Talent liegt definitiv darin, solche Geschichten und Drehbuchideen wie die von «Flitzer» auszuknobeln. Das jedoch machte er ganz gut. Und er sollte es auch weiterhin tun.

«Flitzer» ist eine anständig produzierte Schweizer Filmkomödie mit vielen bekannten Gesichtern. Sie ist, sofern man keine allzu grossen Ansprüche stellt und die ersten 30 Minuten überlebt, lustig und kurzweilig. Genau richtig, für einen entspannten Abend vor der Glotze und einem Glas Wein auf dem Salontischchen.

Kommentar verfassen