TV-Kritik: Deville Late Night

Als SRF nach einer Nachfolge für «Giacobbo/Müller» suchte, war Dominic Deville mit seiner Show das einzige Format neben «Müslüm-TV» und den zwei kurzluntigen Versuchsraketen mit Michael Gammenthaler, welches Potential für eine Weiterführung hatte. Er war witzig, er war unterhaltsam und er hatte gute Ideen. Aber eben, er war. Inzwischen ist die Sendung zu einer flachwitzigen Trash-Comedy verkommen.

Zu einer Late Night Show gehört für mich auch ein kurzer Talk mit einem Gast. In den letzten Sendungen aber waren keine Gäste mehr da. Entweder will man keine mehr, oder es will keiner hin. Vermutlich ist Letzteres der Fall. Es gibt ja auch keinen Grund, dahin zu gehen.

Aber vielleicht will man ja gar keine Late Night Show sein, sondern eine Satiresendung. Doch dafür fehlt den Autoren die Satire, der Witz. Ab und zu ein halbwegs brauchbarer Gag genügt einfach nicht. Die eingespielten Sketche sind leider auch alles andere als lustig.

Nein, seit der zweiten Staffel ist «Deville Late Night» nur noch ein witzefreies, satirearmes, infantiles und dummes Kasperlitheater. Mitleid habe ich dabei nur noch mit Ágota Dimén, die sich Sendung für Sendung für nichts und wieder nichts zum Affen macht.

Schade drum. Deville hätte mehr drauf.

Kommentar verfassen