SRF ist konkurrenzlos

Ja wirklich. Die SRG, insbesondere das SRF hat keine Konkurrenz in der Schweiz. Das ist auch der Grund, weshalb sie machen können, was sie wollen. Wird es ein Erfolg und gefällt den Zuschauern, feiern sie sich im Leutschenbach ab. Dagegen gibt es auch nichts einzuwenden. Wird es aber ein Flop und interessiert niemanden, dann kann man den Misserfolg unter das Deckmäntelchen des «service publique» wischen und gut ist. Das wiederum ist fragwürdig.

SRF kann machen, was es will, weil es in der Schweiz keinen anderen Sender gibt, der dasselbe tut – womöglich sogar besser. Es gibt in der Schweiz, ausser dem SRF, keinen anderen ernstzunehmenden Fernsehsender. Ja gut, da gibt es ein paar Regionalsender. Aber ausser ein paar Minuten pro Tag, meist Lokalnachrichten, produzieren die keinen eigenen Inhalt. Das Geld reicht nicht. Und ja, es gibt auch noch 3+, 4+, 5+ und so weiter … Die jedoch füllen die eine Hälfte des Tagesprogramms mit blödsinnigen Teleshopping-Formaten oder esoterischem Dummgeschwafel. Die andere Hälfte sind Serien oder Filme, wobei ich bis heute noch nicht herausgefunden habe, weshalb wir dafür 3 verschiedene Sender benötigen. News bieten sie übrigens alle nicht und deshalb sind auch die Sender von Dominik Kaiser keine ernsthafte Konkurrenz für das Schweizer Fernsehen. Obwohl der ehemalige Generaldirektor DeWeck viel Lob für Herrn Kaiser fand. Das darf er ja auch, denn er ist ja in keiner Weise eine Konkurrenz. Ach ja, und die Eigenproduktionen wie «Der Bachelor» oder «Bauer, ledig, sucht» entbehren jeglichem guten Geschmack oder Relevanz.

SRF muss sich in der Schweiz mit niemandem messen. Das ist das Problem. Deshalb können sie machen, was sie wollen. Deshalb können sie auch selber entscheiden, ob sie Kritik in den Wind schiessen oder nicht. Deshalb können sie auch einfach so weitermachen, wie bislang.

Und deshalb ist es nicht richtig, SRF und die SRG einfach aus Prinzip zu bashen. Sie haben gar keinen Grund, etwas anders zu machen. Aus reiner Nächstenliebe hinterfragt sich nämlich niemand kritisch.

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