Selfscanning als Jobkiller – oder doch nicht?

Selfscanning finde ich persönlich eine tolle Sache. Während dem Einkauf lasse ich es immer wieder kurz piepsen. Wenn ich mit Einkaufen fertig bin, begebe ich mich an den Automaten, schiebe meine Karte rein und verlassen den Laden. Super. Kein Anstehen in einer langen Schlange an der Kasse. Kein Ärger, weil die Kundin vor mir ums Verrecken den exakten Rappenbetrag in Münz aus ihrem viel zu kleinen und mit allem anderen ausser Geld gefüllten Portemonnaie zählen will.

Natürlich könnte man dabei auf den Gedanken kommen, dass ich als Selfscanner den Kassiererinnen die Arbeit abnehmen. Ja, dass ich ihnen die Arbeiter sogar wegnehme. Das jedenfalls ist ein häufig vernommenes Argument, wenn es darum geht, etwas Negatives zum Selfscanning zu äussern.

Faktisch ist dem aber überhaupt nicht so. Die Arbeit des Kassiererpersonals verlagert sich einfach von ihrer Kasse hin zur Kundenbetreuung an den Checkout-Stationen. Selfscanning ist also nicht per se ein Jobkiller.

Lustigerweise sehen die Kunden das anders. Viele machen sich über die berufliche Zukunft der Kassierer Gedanken. Im gleichen Atemzug verlangen sie dann aber eine Reduktion auf die Preise, weil sie ja jetzt einen Teil der Arbeit selber übernehmen. So zumindest hat es «20min» in einer Umfrage herausgefunden.


Lustig ist es aber auch insofern, dass man sich Sorgen über das Personal macht, gleichzeitig aber Forderungen laut werden lässt, die genau dazu führen, dass Stellen abgebaut werden könnten. Think about it.

1 Response

  1. frage 24. Oktober 2015 / 07:33

    man darf gespannt sein wie das weiter geht

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