Wegen Asylsuchenden die Wohnung gekündigt

Hans-Jörg Käser sagt, wir haben kein Asylchaos, die Situation sei bloss etwas angespannt. Das Sekretariat für Migration sagt, wir haben kein Asylchaos, die Situation sei unter Kontrolle.

Nach über 60 Jahren aus dem Haus geworfen

Wie Hohn muss das den beiden Geschwistern aus Muotathal vorkommen. Nach über 60 Jahren wird ihnen von der Gemeinde die Wohnung gekündigt, weil dort neu Asylsuchende einquartiert werden müssen. Kein Asylchaos?

Eine inakzeptable Sauerei

Selbstverständlich ist das ein Chaos. Die Behörden sind überfordert, ja gar hilflos. Um sich dem Problem nicht annehmen zu müssen, delegiert der Bund es einfach weiter an den Kanton – und der delegiert es nochmals weiter an die Gemeinden. Und die Gemeinden können sich nicht wehren. Auslöffeln müssen die chaotischen Zustände die Gemeindebürger. Wie die beiden Geschwister aus dem Kanton Schwyz, die sich nun eine neue Bleibe suchen müssen. Von der Gemeinde, der das Haus gehört, aus der Wohnung geworfen, in dem sich zum Teil schon seit Lebzeiten wohnten. Das ist eine Sauerei! Das ist inakzeptabel!

Gar nichts ist «unter Kontrolle»

Dagegen muss man sich wehren. Es darf nicht sein, dass Schweizer Bürger über die Klinge springen müssen. Es gibt Grenzen. Wenn angesichts solcher unhaltbaren Massnahmen davon gesprochen wird, man habe die Situation unter Kontrolle, dann lebt hier entweder jemand in einer anderen Welt oder macht seinen Job nicht. Und weil womöglich beides zutrifft, müssten sogar personelle Konsequenzen folgen. Das Asylsystem ist ausser Rand und Band, das Chaos herrscht, und die Behörden versagen auf der ganzen Linie.

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