Auch die Medien sind in der Verantwortung

Dass die Medien täglich über das Flüchtlingsdrama am Mittelmeer berichten, ist wichtig und richtig. Denn es wird nur das wahrgenommen, worüber berichtet wird.

Doch bei der Themabearbeitung neben den üblichen Berichten nehmen die Medien ihre Verantwortung nicht oder falsch wahr. Es muss in den Räten und Kommissionen über Lösungen diskutiert werden. Aber auch in der Öffentlichkeit. Wenn aber die Medien bei jeder Diskussion immer die emotionale Komponente in Form eines Direktbetroffenen miteinbeziehen, kann keine lösungsorientierte Diskussion stattfinden. Emotionalität und Mitleid werden überwiegen. Das ist nicht zielführend.

So kalt und gleichgültig sich das anhören mag, umso realistischer ist es, dass man Probleme dieser Grössenordnung nur sachlich, abgeklärt und mit emotionaler Distanz lösen kann.

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