Merkwürdige Wahlkampftaktiken im Kanton Luzern

Man hat sich ja schon daran gewöhnt, dass bei jeder Wahl und bei jeder Abstimmung die Plakate der SVP geschändet und zerstört werden. Schlimm genug, dass man sich überhaupt daran gewöhnen kann – ganz abgesehen von der Sauerei, dass es überhaupt passiert. Aber es gehört wohl heute zu der stets geforderten Toleranz, dass man Fehlgeleiteten halt auch ihren Spielplatz gewähren muss. Meinungsäusserungsfreiheit gilt nur dann, wenn die richtige Meinung propagiert wird.

Dass ebendiese Meinungsäusserungsfreiheit existiert, ist aber wohl nicht allen bewusst. Wäre es anders, müssten sie nicht anonym Plakate aufstellen, in denen die Politik anderer kritisiert wird. Da nützt es auch nichts, dass sich die Jungen Grünen des Kantons Luzern ein paar Tage danach zu den Gift-Plakaten bekannten. Wer zu feige ist, mit seinem Namen für etwas einzustehen, ist für mich nicht wählbar.

Wäre die Aktion nicht anonym durchgeführt worden, wäre sie tatsächlich witzig, kreativ und unkonventionell gewesen. Aber so …

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