Exklusivität statt Pauschalangebote im Schweizer Tourismus

Die Tourismusbranche ächzt, weil der Euro aus dem letzten Loch pfeift. Schnee hätten wir jetzt zwar genug, doch bleiben die Gäste aus. In Österreich, oder allgemein im Euro-Land, fährt es sich halt jetzt merklich günstiger Ski. Die lokalen Verbände rufen Krisensitzungen ein und diskutieren, was man tun kann. Personal entlassen? Eigene, höhere Wechselkurse anbieten? Mehr ausländisches, nicht ausgebildetes und somit günstigeres Personal einstellen?

Andere Zielgruppe

Dabei kann es doch auch Vorteile haben, wenn sich weniger Leute auf die Schweizer Berge drängen. Weniger Leute bieten denjenigen, welche trotz höheren Preisen da sind, mehr Vergnügen, weil sie mehr Platz auf den Pisten haben und an den Liften nicht Ewigkeiten anstehen müssen. Und wenn wir schon wissen, dass wir preislich sowieso nicht mit den Skigebieten in Euro-Land mithalten können, sollten wir uns doch auf diejenigen Kunden fokussieren, welche genügend Moos in der Tasche haben und sich das leisten können. Doch denen muss man auch etwas bieten.

Abkehr vom Pauschaltourismus

Verschiedene Umfragen haben ja auch gezeigt, dass man beispielsweise die Unfreundlichkeit des Personals kritisiert. Ebenfalls auf wenig Freude stiess die Tatsache, dass in den Schweizer Skigebieten wenig bis gar kein einheimisches Personal arbeitet. Verkaufen wir die Schweiz doch als das, was sie ist – oder was sie sein könnte. Etwas exklusives, mit besonderen Dienstleistungen, das Wohl des Kunden im absoluten Vordergrund. Pünktlichkeit, Präzision und Zuverlässigkeit sind des Schweizers Eigenschaften. Das lässt sich auf das Tourismusangebot adaptieren. Und das darf dann auch etwas kosten.

Deshalb sollten die Schweizer Touristiker aufhören zu jammern und stattdessen die gegebene Situation zu ihren Gunsten richtig nutzen.

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