Fremdsprachen-Unterricht in der Primarschule bringt nichts – im Gegenteil

Der Fremdsprachen-Unterricht in der Primarschule, auch Früh-Französisch oder -Englisch genannt, ist schon länger ein Politikum. Die einen sind der Überzeugung, dass das möglichst frühe Erlernen einer Fremdsprache das sprachliche Niveau erheblich verbessere. Andere sind der Ansicht, dass die Schüler zunächst einmal richtig Deutsch lesen und schreiben können sollten. Nun widerlegt, bzw. bekräftigt eine Studie der Universität Zürich diese beiden Ansichten.

Die Langzeitstudie kommt dabei zu folgenden Schlüssen:

  • Fremdsprachenunterricht in der Primarschule bringt weder kurz- noch langfristig einen Vorteil.
  • Gutes und sicheres Deutsch wirkt sich unabhängig vom Alter positiv auf das Erlernen einer Fremdsprache aus.

Eine detailliertere Zusammenfassung der Studie liefert die Medienmitteilung der UZH.

Die Diskussionen, welche Fremdsprache oder ob überhaupt eine Fremdsprache in der Primarstufe gelehrt werden soll, können wir uns also sparen. Stattdessen ist es notwendig, dass wir unseren Kindern in der Schule erst einmal richtiges Deutsch beibringen. Denn wenn sie richtig und sicher Deutsch sprechen, schreiben und verstehen, wirkt sich das enorm positiv auf das spätere Erlernen einer Fremdsprache aus. Sind die Kompetenzen in Deutsch allerdings schlecht, wirkt sich das negativ auf die Sprachkompetenz in der Fremdsprache aus.

Also Schluss mit Fremdsprachenunterricht in der Primarschule. Aber dafür mehr Lektionen Deutsch. Das hilft allen.

Kommentar verfassen