Kontinuität beim FCL

Wenn mir jemand sagt, ich verstünde nichts von Fussball, dann akzeptiere ich das. Zu Jugendzeiten war ich auf dem Feld keinen Batzen wert. Ich weiss das. Deshalb spiele ich auch nicht Fussball. Nach dem heutigen Rausschmiss von Carlos Bernegger stellte sich mir aber unweigerlich die Frage, ob sie beim FC Luzern auch nichts von Fussball verstehen.

Klar, 11 Spiele ohne Sieg sind nicht toll. Klar, nach 11 Spielen mit nur fünf Punkten auf dem letzten Tabellenplatz zu hocken, ist nicht zufriedenstellend. Aber was hat man erwartet, wenn die halbe Mannschaft ausgewechselt wird und man die ganze Zeit von einem «Umbruch» schwafelt?

Und dann das Geschwafel von wegen Kontinuität, dass man zur sportlichen Führung stehe und man vollstes Vertrauen in sie hätte. Alles nur Worthülsen. Nach knapp 18 Monaten im Amt darf Carlos Bernegger nun seinen Spind räumen. Der Carlos Bernegger, den man in der letzten Saison noch beinahe vergötterte. Der Carlos Bernegger, der Angebote aus der Bundesliga erhalten hatte und sich dazu entschied, beim kleinen FCL zu bleiben.

Nun gut. So soll es scheinbar sein im Profi-Fussball. Der nächste Trainer wird kommen. Die Erfolge werden zurückkehren. Bis sich die Misserfolge in ein paar Monaten wieder häufen. Dann schreiben die Medien wieder eine Kriese herbei, der Trainer wird gehen und das Spiel beginnt von vorne. So, wie es in den letzten Jahren schon sooft geschah. So funktioniert Kontinuität beim FCL.

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