Besetzte Häuser als Asylunterkünfte nutzen

Seit Monaten ist ein Thema in den Medien omnipräsent: Die verzweifelte Suche der Kantone und Gemeinden nach Asylunterkünften. Bisweilen treibt das seltsame Blüten. So wurde schon verschiedentlich berichtet, dass Schweizer Mietern die Wohnung gekündigt wurde, weil die Gemeinde dort Asylbewerber einquartieren will (muss). Denn unterirdische Luftschutzanlagen oder Militärunterkünfte seien «menschenunwürdig», jammern linke Politiker. Langjährige Mieter, Schweizer Bürger, auf die Strasse zu setzen, kratzt nach Ansicht dieser Kreise aber offenbar nicht an der Menschenwürde.

Nun bringt der Zürcher PR-Berater Fidel Stöhlker eine neue Idee. Statt für viel Geld Asylunterkünfte zu mieten, neu zu bauen oder Schweizer Bürger aus ihren Wohnungen zu schmeissen, können all die von links-alternativen Kräften widerrechtlich besetzten Häuser und Areale in der ganzen Schweiz als Asylunterkünfte genutzt werden.

Würde die Politik die vielen besetzten Häuser und Areale, in Absprache mit den Hausbesitzern, zwangsräumen lassen, würde plötzlich wieder viel Platz für politische und andere Flüchtlinge frei.

Immerhin leben in diesen Häusern oft schon seit mehreren Jahren Menschen. Und offensichtlich leben sie gut. Also kann so ein besetztes Haus auch nicht menschenunwürdig sein.

Es ist also jetzt und heute angebracht, dass die Politik diese Variante ernsthaft in Betracht zieht.

Wir können die Entwicklungshilfe stoppen

Laut Bundesamt für Statistik, so berichtet der Tagesanzeiger online,  haben im Jahr 2013 in der Schweiz lebende ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gut 6,5 Milliarden Franken in ihre Heimatländer geschickt. Zum Vergleich: Für die Entwicklungshilfe sind 2014 etwas über 1,5 Milliarden Franken budgetiert.

Doch die erwähnten 6,5 Milliarden müssen noch nicht alles sein. Denn für die Statistik wurden lediglich Transaktionen erfasst, welche über offizielle Kanäle wie Banken oder andere Transaktionsanbieter getätigt wurden. Wer Geld im Couvert per Post nach Hause schickte oder es gar selber oder durch Bekannte direkt vorbeibringen liess, ist in der Statistik nicht erfasst. Man rechnet, dass die nicht erfassten Beträge nochmals gut die Hälfte der offiziellen Zahlen ausmachen.

Dass dieses Geld die Schweiz verlässt, ist auf der einen Seite zwar schade für unsere Volkswirtschaft, andererseits aber wohl die wirkungsvollste Entwicklungshilfe. Denn im Vergleich zur offiziellen Entwicklungshilfe versandten nicht grosse Teile des Geldes in Verwaltung und bei korrupten Politikern.

Ausgehend davon können wir uns die Gelder für die offizielle Entwicklungshilfe also sparen.

Der Gap zwischen DeWeck und der Realität

In der Ankündigung für den Club vom 28. Oktober 2014 auf SRF1 zum Thema «Service public» wird Generaldirektor Roger DeWeck folgendermassen zitiert:

Kommerzielles Fernsehen ist fast immer Boulevard-Fernsehen. Denn Boulevard ist ein ökonomisches Prinzip: Wer mit minimalem Aufwand die maximale Zuschauerzahl erreichen will, der macht Boulevard. Ganz anders das «Service public-Prinzip»: «Der Service public» bringt nicht nur das Interessante, das beim breiten Publikum „zieht“, sondern auch das Relevante, das journalistisch attraktiv aufbereitet und dadurch interessant wird.

Kommerz-Fernsehen und Boulevard gleich zu setzen, mag stimmen. Auch seiner Beschreibung des «Service public-Prinzips» mag ich noch folgen. Mir stellt sich aber die Frage: Warum macht denn das SRF keinen «Service public» gemäss deweckscher Definition?

Die privaten Kommerzsender kritisieren, gleichzeitig aber kauft man dieselben abgelutschten TV-Konzepte wie für «The Voice», «Die grössten Schweizer Talente» oder «Mini Beiz – dini Beiz» ein. Und Relevantes, welches journalistisch attraktiv aufbereitet wird, kann ich auch nicht viel entdecken. Doch selbst wenn solches vorhanden wäre, muss man es ja auch noch über den Sender bringen. Technische Probleme wie kurze Tonausfälle, schlechtes Timing, fehlerhafte Einspieler, etc. sind bei SRF allerdings merklich häufiger als bei den kommerzgetriebenen Privatsendern aus dem grossen Kanton.

Zwischen den blumig formulierten Vorstellungen von Herrn DeWeck und der tatsächlichen Realität auf dem Sender klafft eine gewaltige Lücke.

Kontinuität beim FCL

Wenn mir jemand sagt, ich verstünde nichts von Fussball, dann akzeptiere ich das. Zu Jugendzeiten war ich auf dem Feld keinen Batzen wert. Ich weiss das. Deshalb spiele ich auch nicht Fussball. Nach dem heutigen Rausschmiss von Carlos Bernegger stellte sich mir aber unweigerlich die Frage, ob sie beim FC Luzern auch nichts von Fussball verstehen.

Klar, 11 Spiele ohne Sieg sind nicht toll. Klar, nach 11 Spielen mit nur fünf Punkten auf dem letzten Tabellenplatz zu hocken, ist nicht zufriedenstellend. Aber was hat man erwartet, wenn die halbe Mannschaft ausgewechselt wird und man die ganze Zeit von einem «Umbruch» schwafelt?

Und dann das Geschwafel von wegen Kontinuität, dass man zur sportlichen Führung stehe und man vollstes Vertrauen in sie hätte. Alles nur Worthülsen. Nach knapp 18 Monaten im Amt darf Carlos Bernegger nun seinen Spind räumen. Der Carlos Bernegger, den man in der letzten Saison noch beinahe vergötterte. Der Carlos Bernegger, der Angebote aus der Bundesliga erhalten hatte und sich dazu entschied, beim kleinen FCL zu bleiben.

Nun gut. So soll es scheinbar sein im Profi-Fussball. Der nächste Trainer wird kommen. Die Erfolge werden zurückkehren. Bis sich die Misserfolge in ein paar Monaten wieder häufen. Dann schreiben die Medien wieder eine Kriese herbei, der Trainer wird gehen und das Spiel beginnt von vorne. So, wie es in den letzten Jahren schon sooft geschah. So funktioniert Kontinuität beim FCL.