The Sniper’s Choice

Die Firma RUAG stellt Rüstungsgüter her. Wer etwas herstellt, will es auch verkaufen. Um etwas zu verkaufen zu können, macht man Werbung. Wenn man Werbung macht, formuliert man kurze, knackig-knappe Slogans. Also auch die RUAG.

Eine Produktelinie der RUAG ist Munition. In einem Werbespot, berichtet der Blick, zeigt die RUAG einen Scharfschützen, der eine Patrone in seine Waffe schiebt und im Einblender ist «The Sniper’s Choise» zu lesen.

Diesen Slogan finden nun gewisse Politiker stossend. Der Blick betitelt es sogar als «Schock-Slogan». Der Grüne Nationalrat Christian von Singer will nun vom Bundesrat wissen, ob es adäquat sei, so zu werben. Regula Rytz, ebenfalls Grün, schreibt auf Twitter: «Schweizer Qualitätswaffen für Scharfschützen und Vermummte. Zynischer geht’s nicht!».

Bitte was?

Dann gehts aber noch weiter und Blick zitiert eine Dame von Amnesty International. Sie meint, das Wort «Sniper» wecke Assoziationen an die Schützen im Bürgerkrieg in Ex-Jugoslavien, welche auf Zivilisten schossen.

Bitte was?

Da frage ich mich, was für allerlei Assoziationen das Wort «Soldat» bei allerlei Menschen hervorrufen könnte. Oder «Krieg». Oder «Armee».

Und dann kam noch Oskar Freysinger. Er sagt, ein «Sniper» sei im kollektiven Unterbewusstsein ohne Zweifel eine Tötungsmaschine.

Hä?

Und der Grenadier? Der Fallschirmjäger? Oder der einfache Füsilier? Der Soldat an sich?

Die RUAG stellt Rüstungsgüter her. Dazu gehört auch Munition. Diese Munition wird von Soldaten verwendet. Weshalb soll man dann nicht sagen dürfen, dass der gut ausgebildeter Scharfschütze Qualitätsmunition von der RUAG verwendet?

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