Nein zum Mindestlohn

Die Initiative der JUSO will mit ihrer Mindestlohn-Initiative, dass jeder Arbeitnehmer mindestens 4’000 Franken im Monat verdienen soll. Auf den ersten Blick ist das eine verlockende Sache. Doch der Schuss wird nach hinten los gehen.

Wie es jetzt ist

Vor vielen Jahren, als ich noch jung war und zur Schule ging, wurde mir erklärt, dass ich mich in der Schule anstrengen soll, damit ich später einen vernünftigen Beruf lernen kann. Mit einer soliden Berufsausbildung erhält man später einen guten Lohn und kommt vernünftig über die Runden. Mir leuchtete das ein. Ein «Streber» war ich aber deswegen nicht. Trotzdem absolvierte ich eine Berufslehre und bildete mich danach da und dort weiter. Heute überweist mir mein Arbeitgeber jeden Monat mehr als 4’000 Franken. Die Theorie stimmte damals und sie stimmt noch heute.

Wie es nachher sein wird

Mit der Aussicht auf mindestens 4’000 Franken pro Monat fällt eine wichtige Motivationsspritze weg. Wozu soll ich meine spärlich bemessene Freizeit als Jugendlicher mit Hausaufgaben und Lernen vergeuden, wenn ich danach ja auf jeden Fall monatlich 4’000 einstreiche? Da lasse ich die Schule doch lieber links liegen, breche sie vielleicht sogar vorzeitig ab. Partys feiern, mit Freunden rumhängen ist viel wichtiger und macht erst recht noch mehr Spass als für die Penne zu büffeln. Als Beruf wähle ich dann halt irgendwas aus, wo man mich mit meinen bescheidenen schulischen Leistungen akzeptiert.

Mit einem Mindestlohn werden wir eine Gesellschaft schaffen, die minderqualifiziert und wenig leistungsbereit ist. Wollen wir das? Ich nicht. Deshalb sage ich Nein zum Mindestlohn.

1 Response

  1. Thomas 20. August 2014 / 10:25

    Der Mindestlohn bringt seine Vor- und Nachteile mit sich. In manchen Bereich ist eine Erhöhung des Lohnes einfach notwendig,denn die Menschen haben auch ein Recht darauf von dem Geld das sie verdienen Leben zu können. Natürlich gibt es auch negative Dinge mit sich, aber hier muss man individuell darauf eingehen können und Außnahmen vorstellen, damit sich Menschen nicht auf den Mindestlohn ausruhen und immer mehr unqualifiziertes Personal zusammen kommt.

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