Mit 1:12 gibts nur Verlierer

Niemand soll in einem Monat mehr verdienen als jemand anderes während einem ganzen Jahr – zumindest nicht in der gleichen Firma. Das will die 1:12-Initiative. Die Initianten verfolgen zwei Ziele: Erstens wollen sie den ihnen so verhassten Grossverdienern ans Bein pinkeln und zweitens erhoffen sie sich, dass die unteren Löhne ansteigen.

Keine Gewinner

Zumindest Letzteres wird mit Sicherheit nicht geschehen. Sollte die Initiative angenommen werden, dann wird niemand auch nur einen Rappen mehr Lohn erhalten. Man kann Holding-Strukturen basteln, sodass alle Kleinverdiener in einer Scheinfirma angestellt sind und das 1:12-Gefüge stimmt. Oder man verlegt die höheren Kader ins nahe Ausland. Oder man verpisst sich gleich mit der ganzen Bude aus der Schweiz. Die Grossverdiener werden ihre Löhne nicht kürzen. Es wird keine Gewinner geben.

Nur Verlierer

Nicht gewinnen werden also die Kleinverdiener, denn sie werden nicht mehr Lohn erhalten. Verlieren werden die Steuerzahler, denn sie werden einerseits für die Steuerausfälle bei eventuell kleineren Höchstlöhnen aufkommen müssen. Und wenn die Superverdiener ganz abhauen und überhaupt keine Steuern von ihnen mehr fliessen, werden wir erst recht zur Kasse gebeten. Politisch verlieren werden aber auch die Initianten. Denn ihre gesamte Politik funktioniert nur dadurch, dass genügend Steuergeld vorhanden ist, welches man grosszügig für allerlei Firlefanz verteilen kann.

Deshalb am 24. November 2013 NEIN zur Neidhammelinitiative 1:12.

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