Mit 1:12 gibts nur Verlierer

Niemand soll in einem Monat mehr verdienen als jemand anderes während einem ganzen Jahr – zumindest nicht in der gleichen Firma. Das will die 1:12-Initiative. Die Initianten verfolgen zwei Ziele: Erstens wollen sie den ihnen so verhassten Grossverdienern ans Bein pinkeln und zweitens erhoffen sie sich, dass die unteren Löhne ansteigen.

Keine Gewinner

Zumindest Letzteres wird mit Sicherheit nicht geschehen. Sollte die Initiative angenommen werden, dann wird niemand auch nur einen Rappen mehr Lohn erhalten. Man kann Holding-Strukturen basteln, sodass alle Kleinverdiener in einer Scheinfirma angestellt sind und das 1:12-Gefüge stimmt. Oder man verlegt die höheren Kader ins nahe Ausland. Oder man verpisst sich gleich mit der ganzen Bude aus der Schweiz. Die Grossverdiener werden ihre Löhne nicht kürzen. Es wird keine Gewinner geben.

Nur Verlierer

Nicht gewinnen werden also die Kleinverdiener, denn sie werden nicht mehr Lohn erhalten. Verlieren werden die Steuerzahler, denn sie werden einerseits für die Steuerausfälle bei eventuell kleineren Höchstlöhnen aufkommen müssen. Und wenn die Superverdiener ganz abhauen und überhaupt keine Steuern von ihnen mehr fliessen, werden wir erst recht zur Kasse gebeten. Politisch verlieren werden aber auch die Initianten. Denn ihre gesamte Politik funktioniert nur dadurch, dass genügend Steuergeld vorhanden ist, welches man grosszügig für allerlei Firlefanz verteilen kann.

Deshalb am 24. November 2013 NEIN zur Neidhammelinitiative 1:12.

400’000 Franken liegen auf dem Bundesplatz

SCHWEIZ INITIATIVE GRUNDEINKOMMEN

Das Bild hat wahrlich Symbolcharakter und bringt die Denkweise der Initianten der Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen auf den Punkt: Auf der faulen Haut rumliegen genügt völlig, der Rubel rollt auch so.

Gemäss Initiative soll jeder Erwachsene in der Schweiz, bloss weil er da ist, vom Staat monatlich 2’500 Franken zugebuttert kriegen.

Die auf dem Bundesplatz ausgeleerten 8 Millionen Fünf-Rappen-Stücke haben übrigens gemäss einem Artikel von 20min einen Gegenwert von rund 400’000 Franken. Während 400 Stunden haben die Initianten die Münzen aus den Röllchen gefummelt. Tja, wer so viel Zeit hat, ist wohl tatsächlich auf so ein Grundeinkommen angewiesen und kennt offenbar keinen anderen Weg, sein Leben zu finanzieren.

Angst vor Diebstahl habe man auch nicht, weil das Gewicht der Münzen so hoch sei, als dass ein grösserer Betrag weg käme. Dass viele kleinere Beträge entwendet werden könnten, scheint dabei aber keine Rolle zu spielen.

Jemandem, der sich zum einen keine Sorgen um die Sicherheit bei Geld macht und andererseits knapp eine halbe Million Franken einfach auf die Strasse kippt, kann man unmöglich trauen – zumindest nicht in finanzpolitischen Fragen. Alleine schon diese Aktion zeigt, was von der Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen zu halten ist: Genau nichts!