Extrablatt Volksbefragung: Kleinklassen

Im Extrablatt (Februar 2013) der SVP kann der Leser an einer Volksbefragung zum Thema «Familie und Bildung» teilnehmen. Ich tue das. Öffentlich.

Kleinklassen oder auch Spezialklassen sollen dort, wo sie abgeschafft wurden, wieder eingeführt werden.

Unter dem Vorwand der Chancengleichheit werden ausländische Schüler, welche nicht einmal unsere Sprache beherrschen, auf Biegen und Brechen in reguläre Klassen integriert. Das Gleiche gilt für Schüler mit grossen Lernschwierigkeiten, die früher in einer Kleinklasse unterrichtet worden sind. Dabei werden sie vom Tempo, mit dem die Inhalte vermittelt werden, oftmals überfordert, fristen in der Folge ein Aussenseiterdasein und werden ausgegrenzt.

Früher wurden schwächere Schüler unter sich in sogenannten «Kleinklassen» unterrichtet. Dort wurde auf ihre Lernschwäche Rücksicht genommen und die Schüler wurden ihren Möglichkeiten entsprechend unterrichtet. Nicht zu viel, dass es sie überfordert, nicht zu wenig, dass sie nichts lernen. Dann kamen die Bildungsromantiker und sagten, das sei diskriminierend und sorgten dafür, dass diese Schüler wieder in den normalen Regelklassen unterrichtet wurden. Man nannte das «Integrativer Unterricht».

Da sassen also Kinder in den Schulklassen, die aufgrund einer Lernschwäche dem Tempo der anderen Kinder beim Lernen gar nicht folgen konnte. Und es sassen Kinder in der Klasse, die überhaupt nichts mitkriegten, weil sie kein Deutsch konnten. Diese Kinder wurden dann, innerhalb der Regelklassen, durch zusätzliche Lehrkräfte und Heilpädagogen individuell unterstützt und unterrichtet. Man führe sich jetzt mal dieses Paradoxon vor Augen …

Die Folge war, dass eine enorme Unruhe im Klassenzimmer herrschte. Heilpädagogen betraten oder verliessen das Schulzimmer, die einte Schülerin wurde von der einen Lehrperson flüsternd unterrichtet während die andere Lehrperson versuchte, sowas wie Klassenunterricht mit den übrigen Schülern abzuhalten. Wer soll sich in einem solchen Durcheinander noch zurecht finden?

Abgesehen davon, dass dieser integrative Ansatz die Leistung einer Schulklasse klar nach unten drückt, ist’s auch noch teuer. Auf der einen Seite beklagen wir uns über einen Mangel an Lehrpersonen und auf der anderen Seite sorgen wir dafür, dass die ohnehin schon raren Lehrer dann auch noch zu zweit oder gar dritt in einer Klasse unterrichten müssen. Ganz zu schweigen von den zahlreichen Heilpädagogen, die grundsätzlich ein höheres Gehalt beziehen als eine normale Lehrperson.

Und von wegen Integration und Diskriminierung. Was ist diskriminierender für einen Schüler, wenn er vor der ganzen versammelten Klasse als «Dummkopf» blossgestellt wird, weil er im Unterricht eine Spezialbehandlung benötigt? Dummfug auf der ganzen Linie.

Ich befürworte diese Massnahme.

Kommentar verfassen