Extrablatt Volksbefragung: Basisstufe

Im Extrablatt (Februar 2013) der SVP kann der Leser an einer Volksbefragung zum Thema «Familie und Bildung» teilnehmen. Ich tue das. Öffentlich.

Die Grund- bzw. Basisstufe gehört abgeschafft oder gar nicht erst eingeführt.

Die Grund- bzw. Basisstufe wird in verschiedenen Kantonen getestet. Die beiden Kindergartenjahre und die erste Klasse (Grundstufe) bzw. die beiden Kindergartenjahre und die ersten beiden Primarklassen (Basisstufe) werden dabei zusammengefasst. Die Einführung eines solchen Systems hat das Verschwinden des Kindergartens zur Folge. Das zwanghaft veranlasste altersdurchmischte Lernen hat sich nicht bewährt. Denn die Idee, verschiedene Altersstufen zusammenzulegen und gemeinsam zu unterrichten, führt in den oftmals schon sehr heterogenen Klassen zu grosser Unruhe. Die ständige Neumischung der Klassen erschwert zudem die Bildung eines Klassengeistes.

Im Kindergarten sollen die Kinder lernen, sich innerhalb einer Gruppe und in gewissen Strukturen zu bewegen. Es ist eine Vorbereitung auf die kommenden Jahre in der Schule, auf das Leben als Schüler. Die Kinder müssen lernen, dass nun eine Zeit kommt, in der man nicht mehr nur auf ihre eigenen Bedürfnisse eingehen kann und dass sie ihr Verhalten und ihre Wünsche in gewissen Bereichen denen der Gruppe unterordnen müssen. Es ist nicht mehr so, wie daheim. Sozialkompetenz eben. Die Kinder sollen sich langsam an diesen neuen Lebensabschnitt gewöhnen und sie sollen trotzdem noch Kinder sein dürfen. Deshalb gibts den Kindergarten. Kinder lernen beim Spielen – und sie spielen beim Lernen. Doch Spielen soll im Vordergrund stehen.

Dass nun Kinder, die noch Kinder sein wollen und Kinder, die sich bereits mit Lesen, Schreiben und Rechnen beschäftigen möchten, ums Verrecken in der gleichen Klassen zusammengepfercht werden, macht keinen Sinn. Es hilft beiden nicht. Diejenigen, welche sich um Buchstaben und Zahlen kümmern, werden durch diejenigen gestört, welche sich im Spiel halt lauter gebaren. Das kann unmöglich funktionieren. Lassen wir die Kinder im Kindergarten also noch Kinder sein.

Ich befürworte diese Massnahme.

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