Extrablatt Volksbefragung: Werken

Im Extrablatt (Februar 2013) der SVP kann der Leser an einer Volksbefragung zum Thema «Familie und Bildung» teilnehmen. Ich tue das. Öffentlich.

Praktisch begabte Schüler sind benachteiligt. Gerade auch deshalb ist «Werken» in der Schule wieder einzuführen.

Die Ausdünnung bis hin zur faktischen Abschaffung des Werkunterrichts hat negative Folgen für die handwerklichen Berufe und benachteiligt praktsich begabte Schüler. Lehrlingsbetreuer oder Werkmeister aus der Privatwirtschaft könnten im Rahmen von Projektwochen mithelfen, diese praktischen Fähigkeiten zu vermitteln.

Der Trend ist klar. Bildungsideologen verfolgen das Ziel, möglichst viele Schülerinnen und Schüler mit den lustigsten Bildungsexperimenten an die Gymnasien und somit anschliessend auf eine akademische Laufbahn zu lenken. Es scheint gerade zu, als ob diese Leute der Meinung sind, dass man nur etwas zählt, wenn man studiert. Dabei verfügt die Schweiz mit dem dualen Bildungssystem über ein phantastisches Werkzeug, hochkarätige Berufsleute auszubilden.

Diese Tendenz ist äusserst fragwürdig. Denn wer wird denn all den blitzgescheiten akademischen Eliten die Glühbirnen austauschen, die Autos reparieren oder die Häuser bauen? Die unermüdliche Produktion von Akademikern ist volkswirtschaftlicher Blödsinn. Es braucht Akademiker genau so wie gut ausgebildete Handwerker. Und es gibt Menschen, in diesem Kontext Schüler, die weniger über theoretische Veranlagungen verfügen, sondern praktisch handwerkliche Talente besitzen. Auch diesen Schülern und Berufsgruppen gebührt Respekt und Förderung.

Somit gehört der «Werkunterricht» auf jeden Fall in den Angebotskatalog der Volksschule. Die Wirtschaft wird es entsprechend danken. Und womöglich würden die verschiedensten Firmen und Branchenvertreter den Volksschulen tatsächlich hilfsbereit zur Seite stehen und so das Bildungsbudget sicherlich ein klein wenig entlasten.

Ich befürworte diese Massnahme.

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