Extrablatt Volksbefragung: Fremdsprachenunterricht

Im Extrablatt (Februar 2013) der SVP kann der Leser an einer Volksbefragung zum Thema «Familie und Bildung» teilnehmen. Ich tue das. Öffentlich.

Der Fremdsprachenunterricht hat erst in der Oberstufe zu beginnen.

Es zeigt sich, dass Frühlerner gegenüber Schülern, die später mit Fremdsprachenunterricht beginnen, keinen echten Vorsprung erreichen. Schon nach kurzer Zeit werden Frühlerner mit zwei oder gar drei Jahren «Lernvorsprung» von den Spätlernern eingeholt. In der Primarstufe hat das Einüben der Muttersprache im Mittelpunkt zu stehen.

Es hat sich durch Studien gezeigt. Die Ergebnisse von Frühenglisch oder Frühfranzösisch sind mehr als bescheiden. Hochdeutsch im Kindergarten, eine, dann sogar noch eine zweite Fremdsprache in der Primarschule – die pure Idiotie. Unsere Kinder können ein paar Sätze in Englisch und einige in Französisch stammeln, aber ein anständiges Bewerbungsschreiben in Deutsch kriegen sie dann, wenn es um die Lehrstelle geht, nicht mehr gebacken. Der Mundart hat man sowieso den intelektuellen Kampf angesagt. Diese Entwicklung ist bildungspolitischer Blödsinn.

Es stimmt schon: Kinder lernen Fremdsprachen im jungen Alter schneller als mit 20 oder 30 Jahren. Doch sie können auch anderes lernen. Und vieles andere bleibt bei dem Sprachenwahn auf der Strecke. Die eigene Sprache, Mathematik, Naturwissenschaften – alles Fächer, die zu einer umfassenden Grundausbildung gehören. Aber auch die Muttersprache gehört dazu. Und in Sachen Sprachunterricht muss die Muttersprache klar Priorität haben.

Fremdsprachen sind gut und wichtig. Aber zur richtigen Zeit. In der Oberstufe ist diese Zeit da. Aber egal, ob wir den Schülern schon in der Primarschule oder erst in der Oberstufe Fremdsprachen um die Ohren hauen, eine Sprache lernt man nie in der Schule sondern vor Ort, wo die entsprechende Sprache gesprochen und gelebt wird.

Ich befürworte diese Massnahme.

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