Nein zur Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen»

Seit dem 1. Mai 2010 darf unter anderem in Restaurants und Bars nicht mehr geraucht werden. Zähneknirschend haben wir Raucher dieses Verbot akzeptiert. Schliesslich, und so tolerant sind Raucher, sehen wir ein und akzeptieren, dass es für Nicht-Raucher unangenehm ist, wenn in jeder Beiz gequalmt wird.

Einvernehmliche Ausnahmeregelungen

Doch glücklicherweise gibt es zum Beispiel im Kanton Luzern Ausnahmeregelungen, die beispielsweise das Rauchen in Restaurants mit weniger als 80 Quadratmeter grossen Gasträumen gestatten. Somit konnten sich Raucherlokale etablieren. Somit war allen gedient. Je nach Zusammensetzung der Ausgeh-Gruppe, besuchte man ein normales Lokal oder eine Raucher-Beiz. Denn es gibt durchaus auch tolerante Nicht-Raucher.

Wirte investierten vergebens

Durch diese Möglichkeiten konnte ein für alle einvernehmlicher Kompromiss gefunden werden. Die Gastronomen überdies haben für ihre Fumoirs beträchtliche Investitionen getätigt, um die geforderten Belüftungssysteme zu installieren. Wird die Initiative am 23. September 2012 angenommen, waren all diese Investitionen für den Arsch.

Es reicht!

Doch nun wird gefordert, dass auch keine Fumoirs etc. mehr möglich sein sollen. Man fordert ein flächendeckendes Rauchverbot in sämtlichen Gastronomiebetrieben. Jetzt aber reicht’s – es ist genug. Die Raucher akzeptieren, dass sie nicht überall und allerorts den Rauch-Abstinenzlern die Luft verpessten sollen. Dass die Nicht-Raucher jedoch sämtlichen Raum für sich beanspruchen, geht eindeutig zu weit. Die aktuelle Regelung, wie sie seit 2010 gilt, kommt den Bedürfnissen von Rauchern und Nicht-Rauchern angemessen entgegen. Die Initiative der Lungenliga ist nichts anderes als eine Zwängerei und eine Bevormundung der Bürgerinnen und Bürger der Schweiz.

Deshalb am 23. September 2012 Nein zur Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen».

2 Responses

  1. Alexander Müller 12. September 2012 / 00:21

    Was hat denn das mit Toleranz zu tun, wenn Raucher auf Nichtraucher Rücksicht nehmen? Nichtraucher haben ein Recht darauf, von Rauchern nicht belästigt zu werden.

    Wer es mit dem Schutz vor giftigem Qualm ernst meint, der kann sich nicht mit halben Sachen und Scheinlösungen à la SVP zufrieden geben. Es ist sinnvoll Rauchen in öffentlichen Räumen zu verbieten. Dritte sind von giftigen Substanzen, die im Rauch enthalten sind, zu schützen.

    Die Wirte, welche in ein Raucherstübli investiert haben sind selber schuld. Sie hätten das ja nicht tun müssen. Da 75% der Schweizer Nichtraucher sind, müssten auch die Mehrheit der Gäste Nichtraucher sein. Wenn dem nicht so ist, dann sollten sich die Wirte einmal fragen weshalb das so ist. Ich gehe jedenfalls nicht gerne in Raucherbeizen.

  2. Alexander Limacher 12. September 2012 / 12:46

    Nichtraucher haben ein Recht darauf, von Rauchern nicht belästigt zu werden.

    Und was ist mit dem Recht der Raucher, nicht von Nicht-Rauchern gemobbt zu werden?!

    Die Wirte, welche in ein Raucherstübli investiert haben sind selber schuld.

    Was ist denn das für eine verquere Logik? Die Gesetzeslage war damals klar. Aber jetzt, nach nur zwei Jahren die getätigten Investitionen zu vernichten, welche auf neuem, geltenden Recht getätigt wurden, ist purer Unfug.

    Ich gehe jedenfalls nicht gerne in Raucherbeizen

    Zwingt Dich ja auch niemand dazu.

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