Bausparen kann Mieten senken

Die Gegner der Bauspar-Initiative des HEV, welche am 17. Juni zur Abstimmung kommt, führen immer an, die Initiative käme nur den Reichen zu gute. Andere argumentieren, es sei nicht sinnvoll, dass der Staat die eine Sorte Sparen (Eigenheim) unterstützt, eine andere nicht (Ferrari, Weltreise). Sie irren. Bausparen ist sinnvoll und es ist nicht nur für die Bausparer von Vorteil.

Mit der Bauspar-Initiative muss nach spätestens 10 Jahren ein Eigenheim gekauft oder gebaut werden. Profitieren kann also nur jemand, der binnen 10 Jahren kaufen oder bauen will. Dieser jemand wird dann von einer Mietwohnung in eine Eigentumswohnung oder ein Haus umziehen. Und es steht eine Mietwohnung mehr zur Verfügung. Stehen mehr Mietwohnungen zur Verfügung, ist die Chance da, dass die Mietzinsen eine Reduktion erfahren.

Mehr Eigenheimbesitzer bedeutet, weniger Mieter. Gerade diejenigen, welche die Möglichkeit haben, für eine Wohnung oder ein Haus pro Jahr einen entsprechenden Betrag zu sparen, haben keine Mühe, die teils horrenden Mieten in Ballungszentren zu bezahlen. Sie tragen insbesondere dazu bei, dass die Mieten derart hoch sind. Es ist der Markt, der bestimmt. Fällt eine gewisse Anzahl dieser Mieter weg, dürfte sich das positiv auf die Wohnungsmieten auswirken.

Deshalb Ja zur Bausparinitiative am 17. Juni 2012.

7 Responses

  1. pipistrella 11. Juni 2012 / 15:25

    „Gerade diejenigen, welche die Möglichkeit haben, für eine Wohnung oder ein Haus pro Jahr einen entsprechenden Betrag zu sparen, haben keine Mühe, die teils horrenden Mieten in Ballungszentren zu bezahlen. „….

    hahaha, ein klareres Statement, dass diese Initiative eh nur denen zu Gute kommt, die es sowieso nicht wirklich nötig haben, habe ich noch selten gelesen. Wunderbar!

  2. Alexander Limacher 12. Juni 2012 / 07:25

    ein klareres Statement, dass diese Initiative eh nur denen zu Gute kommt, die es sowieso nicht wirklich nötig haben, habe ich noch selten gelesen.

    So ein Unsinn kann nur jemand behaupten, der sich den Fakten und Realitäten verschliesst. Manch Mittelständler mit anständigem Einkommen muss sich mächtig anstrengen, um genügend Kapital für eine eigene Wohnung oder ein Haus zusammenzukratzen. Von „nicht wirklich nötig haben“ kann keine Rede sein. Die Initiative ist nicht für die unteren Einkommensschichten gedacht, das sagt niemand. Aber diese Schichten können indirekt davon profitieren. Leute mit geringem Einkommen werden sie nie eine eigene Wohnung oder ein Haus leisten können. Also hört endlich mit diesem Dumfug auf, Bausparen sei nur etwas für Reiche!

  3. pipistrella 12. Juni 2012 / 12:58

    Es sagt niemand, dass Bausparen nur was für Reiche ist. Aber von der Steuerbegünstigung profitieren vor allem nur Reiche und Oberer Mittelstand und die profitieren schon genug.

    Ich wüsste nicht, wie die schwachen Einkommen indirekt davon profitieren, dass die gut verdienenden Steuern sparen können für’s Bausparen.
    Die Aussage mit den plötzlich frei werdenden Wohnungen ist ein totaler Witz. Diejenigen, die in Ballungszentren wohnen, kaufen sich nicht plötzlich eine Wohnung oder ein Haus ausserhalb. Denn sie wohnen da, weil sie eben mitten im Ballungszentrum wohnen möchten. Und etwas kaufen im Ballungszentrum können sie nicht plötzlich, weil sie nun Steuerersparnis beim Bausparen bekommen (die meisten möchten das übrigens gar nicht).
    Also hört endlich auf damit, eine Steuererleichterung für die Reichen mit so dubiosen Argumenten den Leuten mit tiefen bis mittlerem Einkommen schmackhaft zu machen.

  4. Anton Keller 12. Juni 2012 / 14:01

    Wir können schon über die Säule 3a für Eigentum steuerbegünstigt sparen. Weshalb nochmals eine zweite separate Bürokratie aufbauen. Da müsste doch die SVP dagegen sein.

    Vergessen Sie nicht, dass die heutige Krise von der Verschuldung von mittellosen Eigenheimbesitzer aus geht. Gewinnen können nur die heutigen, reichen Hausbesitzer.

  5. Alexander Limacher 13. Juni 2012 / 10:36

    @ pipstrella

    Es sagt niemand, dass Bausparen nur was für Reiche ist.

    Doch. Die Gegner. Allen voran die populistische Juso.
    http://www.juso.ch/de/bauspar-initiative

    Aber von der Steuerbegünstigung profitieren vor allem nur Reiche und Oberer Mittelstand und die profitieren schon genug.

    … und die Pipistrella bläst ins gleiche Horn! Nochmals: eine reiche Person hat bereits ein Eigenheim, wo er drin wohnt, der muss nicht 10 Jahre lang sparen. Der Mittelstand, jawoll, der profitiert davon. Und das ist auch gut so. Aktuell ist es nämlich der Mittelstand, der immer und überall geschröpft wird, wo’s nur geht. Die Reichen kümmerts nicht und bei den geringen Einkommen ist nichts zu holen. Ja, die Initiative ist etwas für den Mittelstand.

    Diejenigen, die in Ballungszentren wohnen, kaufen sich nicht plötzlich eine Wohnung oder ein Haus ausserhalb. Denn sie wohnen da, weil sie eben mitten im Ballungszentrum wohnen möchten.

    Ich wusste gar nicht, dass man Wohneigentum nur ausserhalb von Ballungszentren kaufen kann.

    (die meisten möchten das übrigens gar nicht).

    Und diese Personen werden auch kein Geld von der Steuer abziehen, weil sie eben gar nicht kaufen oder bauen wollen. Wo ist das Problem?

    Also hört endlich auf damit, eine Steuererleichterung für die Reichen mit so dubiosen Argumenten den Leuten mit tiefen bis mittlerem Einkommen schmackhaft zu machen.

    Da, schon wieder! Wie war das anfänglich noch, dass niemand behaupten würde, Bausparen sei nur etwas für Reiche? Ziemlich inkonsequente Argumentation. Und dann wirft sie mir dubiose Argumente vor, bloss weil sie selber keine hat.

    @ Anton Keller

    Wir können schon über die Säule 3a für Eigentum steuerbegünstigt sparen.

    Ich habe dazu in meinem ersten Post zur Bausparinitiative schon Stellung genommen. Die Säule 3a ist in erster Linie für die Altersvorsorge gedacht und nicht zum Bausparen. Zudem fallen erhebliche Steuern an, wenn man Säule 3a-Gelder vorbezieht.

  6. Kim88 17. Juni 2012 / 19:29

    Das schweizer Volk hat sich heute nicht linken lassen. Ich hoffe den bürgerlichen und reichen ist nun endlich mal klar, das die Abzockerei fertig ist!

    Egal ob man die Vorlage nun mit Bausparen oder anderen Titeln verschleiert – der steuersenkungs und umgehungswahn muss endlich ein Ende haben!

  7. Alexander Limacher 19. Juni 2012 / 12:54

    @kim
    Als positive Konsequenz aus der Abstimmung hege ich die klitzekleine Hoffnung, dass sich die Immobilienpreise dadurch vielleicht etwas entspannen …

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