Fusion um Gross-Sursee scheint gescheitert

Das Fusions-Projekt GMKS (Geuensee, Mauensee, Knutwil und Sursee) scheint vor dem Aus zu stehen. Es ist zwar noch nicht definitiv, aber die Zeichen stehen gut. Die Stadt Sursee erwägt den Austritt aus dem Projekt. Und weil Sursee die einzig treibende Kraft war, wird die Fusion wohl tatsächlich begraben. Die Stadt nämlich überlegt sich, den Bürgerinnen und Bürgern für die kommende Abstimmung im März 2012 ein Nein vorzuschlagen.

Wie kommt es zu diesem plötzlichen Sinneswandel? Um bei einer Fusion nicht unterzugehen, forderten die umliegenden Gemeinden Geuensee, Mauensee und Knutwil eine Sitzgarantie im neuen Stadtrat. Interessant dabei ist schon mal die Bezeichnung. Stadtrat. Nicht etwa Gemeinderat, wie es in den anderen Gemeinden ausser Sursee üblich ist. Nein, das Gremium muss Stadtrat heissen. Das zeugt von einer gehörigen Portion Arroganz. Doch der jetzige Surseer Stadtrat weigert sich mit allen Kräften, den neu eingemeindeten Ortsteilen eine Garantie zuzugestehen, einen Sitz im der Grossgemeinde-Regierung einzuräumen. Damit sind die anderen Fusionspartner aber nicht einverstanden – und das zu Recht. Die neuen Ortsteile benötigen einen Vertreter in der obersten Behörde, ansonsten würden deren Bedürfnisse schlicht untergehen. Man würde übervorteilt, wo es nur ginge.

Diese sture Haltung des Surseer Stadtrates bringt nun schonungslos zu Tage, was die wahren Beweggründe für eine Fusion sind. Nicht etwa die Stärkung der Region. Es ist ausschliesslich der pure Machtgedanke. Man hatte gar nicht vor, die umliegenden Gemeinden als gleichwertige Ortsteile einzugliedern. Nein, man wollte die gesamte Kontrolle an sich reissen.

Deshalb: NEIN zur Grossfusion in Sursee!

Update: die Fusion ist gescheitert!

Kommentar verfassen