Hubert Mooser und seine Mission gegen die SVP

Journalisten sollen über Geschehnisse in der Welt objektiv, unbeeinflusst und sachlich berichten. Informieren. Wenn ein Journalist seine persönliche Meinung in seinem Medium kundtun will – was er durchaus darf – dann nennt man dies „Kommentar“. Im Grundsatz ist dies ein einfaches Konzept. Unsere Qualitätsjournis bekunden damit jedoch ziemlich Mühe. Sind doch ständig immer wieder politische Beiträge mit einem faden Unterton gegen die SVP geschmückt. Aber damit hat man sich irgendwie abgefunden. Es ist hinlänglich bekannt, dass die Mainstream-Journalisten, die sowieso nur voneinander abschreiben, grossmehrheitlich dem linken Lager zuzuordnen sind.

In der Medienlandschaft gibt es aber einen, der hat den Kampf gegen die SVP zu seiner persönlichen Mission erkoren. Man liest keinen Artikel von ihm, ohne dass er die SVP diskreditiert, herunterschreibt oder sonst negativ belastete Formulierungen verwendet. Die Rede ist von Hubert Mooser, dessen Ergüsse auf dem Tagi-Online zu geniessen sind.

Er sei ein Politik-Experte, liest man auf dem Onlineportal der Schweizer Kommunikationswirtschaft. Tatsächlich ist der Walliser ein Experte darin, sich ständig neue fadenscheinige Argumente aus den Fingern zu saugen, um gegen die SVP zu sticheln. Weil das Parlament aktuell grad nicht tagt, meckert Mooser halt an der Plakatkampagne und der Themensetzung der SVP herum und haut Formulierungen wie

Die flächendeckenden Stiefelplakate der SVP wirkten da wie aus einem anderen Zeitalter.

in die Tastatur. Und gleich darauf analysiert er messerscharf:

Denn plötzlich waren es nicht mehr die Einwanderer aus der EU, welche Schweizer Arbeitsplätze bedrohten, sondern der starke Franken als Folge der Schuldenkrise einzelner EU-Mitgliedsländer.

Blöd nur, dass Hubert tagesaktuell von der Realität eingeholt wird. Da die EU mehr und mehr zeerbröselt, wird es nicht mehr lange dauern, bis die ersten EU-Bürger die Schnauze voll haben und aus ihren hoffnungslos verschuldeten Staaten in die Schweiz strömen.

Und dann auch das:

Was ist schlimmer: ein paar Tausend Franken erschlichene Sozialhilfebeiträge oder die Abzockerei skrupelloser Devisenspekulanten, die ganze Volkswirtschaften destabilisieren? Gerade hier hat die SVP nicht mehr zu bieten als einen Eiertanz ihres VordenkersChristoph Blocher.

Jahrelang hat man negiert, dass Sozialschmarotzerei besteht. Und jetzt gibt es sie tatsächlich, aber sie ist nicht schlimm, weil man dank den Banken einen neuen Sündenbock gefunden hat? Was für eine fatale Logik, die Hubert Mooser da an den Tag legt. Und erneut ein formaler rechter Haken gegen die SVP und deren Vize-Präsident.

In einem anderen Artikel hat Mooser nichts anderes zu tun, als sich über die formale Plakatgestaltung von Christoph Blocher auszulassen. Weil sich Blochers Plakate nicht im selben Layout präsentieren wie viele andere SVP-Plakate, wittert Mooser eine Verneblungsaktion in seiner Headline.

Warum die SVP die politische Herkunft Blochers vernebelt

Das Christoph Blocher von der SVP und zugleich von einem überparteilichen Komitee unterstützt ist, führt er zwar auf, ignoriert die Tatsache aber vollends. Seine Recherchen führen ihn dann zum Berner SVP-Nationalrat Rudolf Joder, welcher auf seinen Plakaten ein komplett andere Grün als das Offizielle der SVP verwendet und entdeckt, dass sich auch hier das Design von den anderen Plakaten unterscheidet. Hubert Mooser wittert das grosse Komplott und fährt in den Kanton Obwalden. Dort nämlich wirbt Christoph von Rotz gar ganz ohne SVP-Logo in seinen Inseraten für den Einzug ins Parlament.

Es sei nicht so, dass man in den Inseraten etwas verstecken wolle, erklärte der Obwaldner SVP-Präsident gegenüber der «Luzerner Zeitung». Es wisse wohl jeder in Obwalden, dass von Rotz der SVP angehöre. «Es geht nicht darum, dass wir etwas verstecken wollen. Das ist nun Mal unsere Wahlstrategie.» Und das, obwohl die Partei mit dem Slogan «Schweizer wählen SVP» wirbt.

Wow, was für eine Schlussfolgerung!

Gleich in zwei journalistischen Meisterwerken wettert Mooser über Bundesrat und „Zahlenakrobat“ Ueli Maurer, der das Kollegialprinzip „ritzt“ und Millionen „ertrotzt“ habe. Sachliche Berichterstattung tönt anders.

Ebenfalls bezüglich der Kampfjet-Debatte war Hubert dann aber plötzlich voll des Lobes für einen SVP-Politiker. Weil Ständerat This Jenny sich kritisch zur Erhöhung des Armee-Budgets äusserte, sei er „eine ehrliche Haut“ und es sei kaum zu glauben, dass Jenny der SVP-Fraktion angehöre.

Tatsächlich kaum zu glauben ist, dass einer wie Hubert Mooser seinen politischen Müll gegen Bezahlung unter dem Namen einer grossen schweizer Zeitung verbreiten darf. Aber eben, da sind wir dann wieder beim Qualitätsjournalismus angelangt. Objektivität und Sachlichkeit sind Schnee von gestern. Heute schreibt man sich getreu dem Mainstream im gemeinschaftlich sozialen SVP-Bashing die Finger wund. Und Hubert Mooser eilt voran.

Tragisch.

1 Response

  1. Peter Bering 14. Juni 2012 / 17:03

    Hubert Mooser ist ein schädlicher Extremist, der mit Propaganda arbeitet.

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