Die Europhilen können es nicht lassen …

Es ist noch nicht lange her, da dachte ich ja allen Ernstes, die Realität hätte inzwischen auch die europhilen Träumer erreicht und man habe begriffen, dass die Europäische Union nicht funktioniert. Ich war der Ansicht, dass nun auch die Linken kapiert haben, dass es mit dem EU-Beitritt Essig ist, weil dafür keine Mehrheiten zu finden wären. Doch da war ich wohl doch zu naiv. Sie trommeln nämlich munter weiter den Beitritts-Beat.

Da haben wir einmal den SP-Nationalrat Eric Nussbaumer (BL), der im Zusammenhang mit der EU tatsächlich das Wort „Hoffnung“ in die Tastatur gehauen hat:

HOFFNUNG: Zum Glück ist der EU-Beitritt nicht vom Tisch!

Er hat zwar inzwischen auch bemerkt, dass die EU kurz vor dem Kollaps steht und befürchtet, dass die Schweiz in diesem Falle auch einen rechten Haken vor den Latz geknallt kriegt.

Darum ist das „trotzige“ Abseitsstehen und das Verharren im „Mythos Kleinstaat“ eine schlechte Lösung für unser Land.

Ja wie realitätsblind muss man denn noch sein, um zu erkennen, dass wir bei einem Beitritt ebenfalls innert kürzester Zeit im Schuldenschlamassel hängen würden?! Wäre das für die SP die bessere Lösung? Zweifelsfrei, ansonsten kann ich mir nicht erklären, weshalb die noch immer in die EU wollen.

Schuld am Desaster ist laut Eric Nussbaumer auch nicht die Schuldenkrise einzelner Staaten, sondern eine Krise der sozialen Marktwirtschaft und der liberalen Demokratien. Sein Rezept gegen diese Krise ist die Erneuerung der sozialen Marktwirtschaft (er meint wohl Planwirtschaft) und die Suche nach dem gesellschaftlichen Konsens.

Wir Sozialdemokraten nennen das eine „Politik für alle statt für wenige“.

Ich nenne das „Bullshit“!

Zum Glück sind wir nicht dazu verdammt, ewig EU-Nichtmitglied zu bleiben, es gibt die Hoffnung, dass wir unser Umfeld – Europa – einmal mitgestalten können.

Wo er diese Hoffnung erblickt zu haben scheint, liess er allerdings offen. Wohl ein Anzeichen dafür, dass man in der SP zwischen Traum und Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden kann. Aber von dieser Partei sind wir solche Phantastereien ja gewohnt.

Anders als bei der FDP. Doch der Schein trügt. Denn auch die liberale Euro-Maus Christa Markwalder kann es nicht lassen:

Als EU-Mitglied hätte die Schweiz ein Mitbestimmungsrecht (…)

Es ist immer wieder dasselbe Märchen. Mitbestimmung. Die Schweiz. In der EU. In erster Linie hätten wir das Recht zu bezahlen. Und dann ist auch schon Schluss. Merkel gibt den Ton an, Sarkozy hechelt ihr hinterher und der Rest ist nur Dekoration. Hört doch endlich auf mit diesem Quatsch, die Schweiz hätte in der EU etwas zu sagen!

Wir wären endlich gleichberechtigte Bürgerinnen und Bürger Europas, und die Schweiz wäre nicht mehr bloss ein Passivmitglied der EU.

Was für ein fataler Denkfehler. Tatsächlich wären wir bei einer Mitgliedschaft gleichberechtigt mit den EU-Bürgern. Wir hätten gleich wie das restliche EU-Volk genau nichts zu sagen. Unsere direkte Demokratie, unsere Volksrechte wären Makulatur. Was denkt sich Frau Markwalder eigentlich dabei, wenn ihr solcher Unfug aus dem Mund fällt?!

Es zeigt in erster Linie eines: die einzig ernsthaft wählbare Partei ist die Schweizerische Volkspartei. Damit diesem beinahe landesverratsverdächtigen Gehabe endlich ein Riegel geschoben werden kann, muss man SVP wählen. Wählen Sie SVP, was die Listen hergeben.

5 Responses

  1. Alexander Müller 5. Oktober 2011 / 11:12

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Linke IQ-mässig nicht mit rechten mithalten können. Linke sind einfach dümmere Menschen. Beispiele, die das belegen kann man tagtäglich beobachten.

  2. Alexander Limacher 5. Oktober 2011 / 12:28

    intelligenz kongruiert halt nicht mit guten schulnoten. die fehlenden kenntnisse der realität der linken wird mit überheblichkeit und sarkasmus kompensiert.

  3. Alexander Müller 5. Oktober 2011 / 12:32

    Gute Schulnoten weisen auf Intelligenz und Leistungsfähigkeit hin. Deshalb setzen sich Linke für die Abschaffung von Schulnoten und Gleichmacherei ein. Als ich noch zur Schule ging gabs in der Oberstufe eine Sekundarschule und eine Realschule. Heute hat man Sek A, B, C und hat keine Ahnung mehr was, die Schüler noch können. Resultat: Firmen, die Lehrlinge einstellen wollen, müssen Tests für Bewerber einführen. Trotz steigender Bildungsausgaben ist das Bildungsniveau gesunken.

  4. Alexander Limacher 5. Oktober 2011 / 13:04

    das ist halt eben linke beschaffungspolitik. irgendwo müssen die ganzen studienabgänger in schulpsychologie und sozialarbeit ja schliesslich arbeiten.

  5. Stefan Wehmeier 5. Oktober 2011 / 14:05

    „Der von uns aufgedeckte Konstruktionsfehler des kapitalistischen Systems bedingt aber nicht nur diese periodisch wiederkehrende Schädigung des Unternehmertums, sondern er führt auf lange Sicht zu einer ernsten Gefährdung seiner Existenz durch die immer brennender werdende soziale Frage. Solange diese nicht endgültig gelöst und bereinigt ist, werden die Angriffe aus dem sozialistischen Lager gegen das Unternehmertum mit wachsendem Erfolg fortgesetzt in der Gewerkschaftspolitik, in den Kämpfen um Lohnerhöhung und Mitbestimmung, in den Sozialisierungsbestrebungen, die sich erfolgreich des staatlichen Machtapparates bedienen. Das Ziel ist die vollständige Sozialisierung der Produktionsmittel mit Vernichtung der freien Unternehmerinitiative – im genauen Gegensatz zu der von uns vorgeschlagenen „Sozialisierung“ des Kapitals mit Erhaltung des privaten Besitzes und des vollen Verfügungsrechtes über die Produktionsmittel. Diese sozialistische Entwicklungstendenz begegnet sich mit merkwürdiger Einmütigkeit mit der vielleicht noch gefährlicheren kapitalistischen Tendenz einer staatlichen Investitionspolitik, welche die Vollbeschäftigung um den Preis einer verlustreichen Investition ermöglichen, dem Staat das Risiko aufbürden und dem Kapital den ungeschmälerten Zinsertrag auch bei abnehmender Rentabilität zu Lasten des Steuerzahlers garantieren soll. Das Ende dieser Entwicklung kann nur sein, dass jedes freie Unternehmertum in der überwuchernden staatlichen Bürokratie vollends erstickt!“

    Dr. Ernst Winkler („Theorie der Natürlichen Wirtschaftsordnung“, 1952)

    Alle wesentlichen wirtschaftlichen Zusammenhänge wurden bereits 1916 in dem makroökonomischen Grundlagenwerk „Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“ von dem Sozialphilosophen Silvio Gesell vollständig und widerspruchsfrei beschrieben. Alles, was davon prinzipiell abweicht, sind Vorurteile und Denkfehler, die sich aber bis heute besser verkaufen ließen, als die einzig denkbare Möglichkeit des zivilisierten Zusammenlebens. Denn der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation (freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus = echte Soziale Marktwirtschaft) setzt die Überwindung der Religion (Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe = Investor) voraus:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/08/die-7-plagen.html

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