Es gibt kein Halloween in der Schweiz

31. Oktober, Halloween. Hauptsächlich kennen wir das aus us-amerikanischen Filmen. Da ziehen Kinder als Hexen, Gespenster, Skelette und Mumien von Haustür zu Haustür und sammeln Süssigkeiten. Und man spielt sich gegenseitig gruselige Streiche. So kennen wir das. Aus diesen Filmen eben. Und wir fanden’s wohl auch lustig und unterhaltsam.

Seit einigen Jahren bemerkt man auch in unseren Landen eine zunehmende Halloweenisierung. Angefangen hat das mit irgendwelchen Halloween-Parties für die Ausgangsgesellschaft. Es war es nur ein Name. Es gibt ja so unzählig viele Namen für Parties, warum also nicht Halloween-Party. Störte ja niemand.

Doch mittlerweile nimmt man zunehmend auch eben diese um die Häuser ziehenden verkleideten Kidz wahr, die überall klingeln und „Süsses oder Sauers“ stammeln, in der vermeindlichen Hoffnung, mit ein paar Schleckereien belohnt zu werden. Was aber passiert, wenn sie bei Oma Frida vor der Tür stehen, die keine Ahnung davon hat? Dann ziehen die Kinder enttäuscht ab, weil ihnen weder erklärt wurde, was „Süsses oder Saures“ überhaupt bedeutet, noch, dass es diesen Brauch in der Schweiz nicht gibt und dass nicht, so wie in den Filmen, hinter jeder Haustür der güldene Topf mit Schleckzeug zu finden ist.

Und was passiert, wenn die Kidz dann doch mal den zweiten Teil ihres Sprüchleins in die Tat umsetzen und wirklich Sauers austeilen? Wer kommt für allfällige Schäden und Umtriebe auf? Die dummen Eltern etwa, die ihren Sprösslingen diesen Unsinn in die Ohren gesetzt haben oder nicht fähig oder willens sind, den Unterschied zwischen Film und Wirklichkeit zu erklären? Oder vielleicht all die einfallslosen Lehrer, die in den Schulen Halloween-Parties veranstalten?

Es gibt kein Halloween in der Schweiz! Und ich sehe auch keinen Grund, dass sich daran etwas ändern müsste. Um sich zu verkleiden gibts die Fasnacht. Es gibt kein Halloween in der Schweiz! Hört endlich auf mit diesem Unsinn!

 

Update 31.10.2013:

Der Kanton Aargau muss jetzt sogar mit einem Grossaufgebot der Polizei auffahren, um die Sache in den Griff zu kriegen.

Wahlen 2011 – Ein Fazit

Die SVP habe eine Schlappe eingefahren und massiv verloren. So lautet der allgemeine Mainstream-Tenor in den Medien. Alle reden von der „neuen Mitte“ und der Erstärkung der gesamten Mitte. Doch so einfach ist das nicht.

Natürlich, die SVP hat eingebüsst. Das braucht man nicht schönreden. Aber das Resultat, so wie es sich präsentiert, muss doch etwas präszisiert werden. Der publizierte Sitzverlust von 7 Nationalratsmandaten ist in dieser Form nicht ganz korrekt. Denn 5 von diesen Stühlen gingen während der letzten Legislatur bereits an die BDP. Faktisch hat die SVP bei den diesjährigen Wahlen also nur 2 Sitze eingebüsst. Das ist zwar noch immer ein Verlust, jedoch ein Verlust auf sehr hohem Niveau. Die SVP ist mit über 25 Prozent noch immer die stärkste Fraktion im Bundeshaus, und zwar mit Abstand. Die zweitplatzierte SP liegt mit 18 Prozent doch markant zurück. Von einem massiven Verlust kann also nicht die Rede sein.

Die „neue Mitte“

Dafür sprechen jetzt alle von einer neuen, erstarkten Mitte. Klar, GLP und BDP dürfen sich freuen, sie haben für ihre Verhältnisse sehr gute Resultate erzielt. Doch ist mit diesem Erfolg die Mitte wirklich gestärk? Ausnahmsweise ist Christophe Darbellay in einem Kommentar zu den Abstimmungsresultaten etwas intelligentes aus dem Mund gefallen: „Der Kuchen wird nicht grösser“. Damit meint er den Kuchen, den sich die vermeindliche Mitte teilt. Neu wuseln zwei zusätzliche Parteien auf diesem Mitte-Kuchen herum. Ich bezweifle deshalb stark, dass dies die Mitte stärken wird, denn sie alle werden viel damit zu tun haben, dafür zu sorgen, dass sie nicht vom Kuchen runterfallen. Der Einfachheit halber wird man sich für die nächsten vier Jahre wohl erneut damit begnügen, abzuwarten, was die anderen tun und sich dann, je nach absehbarem Ergebniss, im letzten Moment in 1,2 oder 3-Manier auf die vermeindliche Siegerseite zu hüpfen. Die „neue Mitte“ muss sich in der kommenden Legislatur gegenüber ihrer Wählerschaft beweisen. Bei der GLP sehe ich diesbezüglich weniger Probleme als bei der BDP. Die Grünliberalen haben zumindest im Ansatz etwas wie ein Parteiprogramm, die BDP hingegen hat bloss eine Bundesrätin.

Und die SVP?

Die SVP muss sich selbstverständlich auch Gedanken über den Ausgang der Wahlen machen. Wir dürfen uns nicht auf der Tatsache ausruhen, noch immer die wählerstärkste politische Kraft in der Schweiz zu sein. In erster Linie muss sich die SVP nun wirklich als die wählerstärkste Partei emanzipieren und ihr Image der „Ein-Themen-Partei“ ablegen. Das Thema Migration und Zuwanderung ist nach wie vor wichtig und bedarf politischer Aufmerksamkeit. Aber es darf nicht mehr das einzige Thema sein, welches die SVP programmatisch prioritär behandelt. Die SVP Schweiz ist gut beraten, ihr Themenportfolio in der kommenden Legislatur in einem seriösen Mass zu verbreitern.

Hubert Mooser und seine Mission gegen die SVP

Journalisten sollen über Geschehnisse in der Welt objektiv, unbeeinflusst und sachlich berichten. Informieren. Wenn ein Journalist seine persönliche Meinung in seinem Medium kundtun will – was er durchaus darf – dann nennt man dies „Kommentar“. Im Grundsatz ist dies ein einfaches Konzept. Unsere Qualitätsjournis bekunden damit jedoch ziemlich Mühe. Sind doch ständig immer wieder politische Beiträge mit einem faden Unterton gegen die SVP geschmückt. Aber damit hat man sich irgendwie abgefunden. Es ist hinlänglich bekannt, dass die Mainstream-Journalisten, die sowieso nur voneinander abschreiben, grossmehrheitlich dem linken Lager zuzuordnen sind.

In der Medienlandschaft gibt es aber einen, der hat den Kampf gegen die SVP zu seiner persönlichen Mission erkoren. Man liest keinen Artikel von ihm, ohne dass er die SVP diskreditiert, herunterschreibt oder sonst negativ belastete Formulierungen verwendet. Die Rede ist von Hubert Mooser, dessen Ergüsse auf dem Tagi-Online zu geniessen sind.

Er sei ein Politik-Experte, liest man auf dem Onlineportal der Schweizer Kommunikationswirtschaft. Tatsächlich ist der Walliser ein Experte darin, sich ständig neue fadenscheinige Argumente aus den Fingern zu saugen, um gegen die SVP zu sticheln. Weil das Parlament aktuell grad nicht tagt, meckert Mooser halt an der Plakatkampagne und der Themensetzung der SVP herum und haut Formulierungen wie

Die flächendeckenden Stiefelplakate der SVP wirkten da wie aus einem anderen Zeitalter.

in die Tastatur. Und gleich darauf analysiert er messerscharf:

Denn plötzlich waren es nicht mehr die Einwanderer aus der EU, welche Schweizer Arbeitsplätze bedrohten, sondern der starke Franken als Folge der Schuldenkrise einzelner EU-Mitgliedsländer.

Blöd nur, dass Hubert tagesaktuell von der Realität eingeholt wird. Da die EU mehr und mehr zeerbröselt, wird es nicht mehr lange dauern, bis die ersten EU-Bürger die Schnauze voll haben und aus ihren hoffnungslos verschuldeten Staaten in die Schweiz strömen.

Und dann auch das:

Was ist schlimmer: ein paar Tausend Franken erschlichene Sozialhilfebeiträge oder die Abzockerei skrupelloser Devisenspekulanten, die ganze Volkswirtschaften destabilisieren? Gerade hier hat die SVP nicht mehr zu bieten als einen Eiertanz ihres VordenkersChristoph Blocher.

Jahrelang hat man negiert, dass Sozialschmarotzerei besteht. Und jetzt gibt es sie tatsächlich, aber sie ist nicht schlimm, weil man dank den Banken einen neuen Sündenbock gefunden hat? Was für eine fatale Logik, die Hubert Mooser da an den Tag legt. Und erneut ein formaler rechter Haken gegen die SVP und deren Vize-Präsident.

In einem anderen Artikel hat Mooser nichts anderes zu tun, als sich über die formale Plakatgestaltung von Christoph Blocher auszulassen. Weil sich Blochers Plakate nicht im selben Layout präsentieren wie viele andere SVP-Plakate, wittert Mooser eine Verneblungsaktion in seiner Headline.

Warum die SVP die politische Herkunft Blochers vernebelt

Das Christoph Blocher von der SVP und zugleich von einem überparteilichen Komitee unterstützt ist, führt er zwar auf, ignoriert die Tatsache aber vollends. Seine Recherchen führen ihn dann zum Berner SVP-Nationalrat Rudolf Joder, welcher auf seinen Plakaten ein komplett andere Grün als das Offizielle der SVP verwendet und entdeckt, dass sich auch hier das Design von den anderen Plakaten unterscheidet. Hubert Mooser wittert das grosse Komplott und fährt in den Kanton Obwalden. Dort nämlich wirbt Christoph von Rotz gar ganz ohne SVP-Logo in seinen Inseraten für den Einzug ins Parlament.

Es sei nicht so, dass man in den Inseraten etwas verstecken wolle, erklärte der Obwaldner SVP-Präsident gegenüber der «Luzerner Zeitung». Es wisse wohl jeder in Obwalden, dass von Rotz der SVP angehöre. «Es geht nicht darum, dass wir etwas verstecken wollen. Das ist nun Mal unsere Wahlstrategie.» Und das, obwohl die Partei mit dem Slogan «Schweizer wählen SVP» wirbt.

Wow, was für eine Schlussfolgerung!

Gleich in zwei journalistischen Meisterwerken wettert Mooser über Bundesrat und „Zahlenakrobat“ Ueli Maurer, der das Kollegialprinzip „ritzt“ und Millionen „ertrotzt“ habe. Sachliche Berichterstattung tönt anders.

Ebenfalls bezüglich der Kampfjet-Debatte war Hubert dann aber plötzlich voll des Lobes für einen SVP-Politiker. Weil Ständerat This Jenny sich kritisch zur Erhöhung des Armee-Budgets äusserte, sei er „eine ehrliche Haut“ und es sei kaum zu glauben, dass Jenny der SVP-Fraktion angehöre.

Tatsächlich kaum zu glauben ist, dass einer wie Hubert Mooser seinen politischen Müll gegen Bezahlung unter dem Namen einer grossen schweizer Zeitung verbreiten darf. Aber eben, da sind wir dann wieder beim Qualitätsjournalismus angelangt. Objektivität und Sachlichkeit sind Schnee von gestern. Heute schreibt man sich getreu dem Mainstream im gemeinschaftlich sozialen SVP-Bashing die Finger wund. Und Hubert Mooser eilt voran.

Tragisch.

Auch Berufsbildung gehört in die Bildungspolitik

Hinter Korea und Japan belegte die Schweizer Delegation an den Berufsweltmeisterschaften in London den 3. Gesamtrang und ist somit die beste europäische Nation. Dieses Ergebnis zeigt eindrücklich auf, wie wichtig eine gute Berufsausbildung ist. Gute Bildung heisst nicht, dass man alles daran setzen muss, möglichst viele Akademiker heranzuzüchten, so wie das die Linken so gerne hätten. Das erfolgreiche Bestehen einer handwerklichen Berufslehre ist nicht schlechter oder weniger wert als ein Hochschulabschluss oder eine Matur. Für die Volkswirtschaft sind Handwerker und Gewerbler viel nützlicher als Horden von an sich intelligenten jungen Menschen, die sich jahrelang orientierungslos an den Unis von Schwerpunktfach zu Schwerpunktfach hangeln, ohne zu wissen, wozu.

Damit will ich nicht die Studierenden oder die Akademiker angreiffen oder in Misskredit bringen. Damit will ich bloss wieder einmal in Erinnerung rufen, dass auch eine solide Berufsausbildung ihren Stellenwert hat und entsprechende Würdigung und Förderung verdient. Gute Berufsleute sind ein massgebliches Standbein einer funktionierenden Wirtschaft.

Mir scheint, dass die Berufsausbildung in der Bildungspolitik oftmals vernachlässigt wird. Spricht man von Bildung, so tut die Politik dies meist im Kontext von Hochschulen und Universitäten, aber man spricht nie von der Berufsschule. Aber Bildung findet nicht nur im akademischen Umfeld statt. Der Erfolg unserer jungen Berufsleute in London hat bewiesen, dass die Schweiz über ein ausgezeichnetes System der Berufsausbildung verfügt.

Die SVP ist sich den Vorteilen dieses dualen Systems der betrieblichen Lehre und der öffentlichen Berufsschule bewusst und will dies weiterhin stärken. Wer will, dass die Berufsbildung weiterhin ein Erfolgsfaktor der Schweiz bleibt, wählt SVP.

Die Europhilen können es nicht lassen …

Es ist noch nicht lange her, da dachte ich ja allen Ernstes, die Realität hätte inzwischen auch die europhilen Träumer erreicht und man habe begriffen, dass die Europäische Union nicht funktioniert. Ich war der Ansicht, dass nun auch die Linken kapiert haben, dass es mit dem EU-Beitritt Essig ist, weil dafür keine Mehrheiten zu finden wären. Doch da war ich wohl doch zu naiv. Sie trommeln nämlich munter weiter den Beitritts-Beat.

Da haben wir einmal den SP-Nationalrat Eric Nussbaumer (BL), der im Zusammenhang mit der EU tatsächlich das Wort „Hoffnung“ in die Tastatur gehauen hat:

HOFFNUNG: Zum Glück ist der EU-Beitritt nicht vom Tisch!

Er hat zwar inzwischen auch bemerkt, dass die EU kurz vor dem Kollaps steht und befürchtet, dass die Schweiz in diesem Falle auch einen rechten Haken vor den Latz geknallt kriegt.

Darum ist das „trotzige“ Abseitsstehen und das Verharren im „Mythos Kleinstaat“ eine schlechte Lösung für unser Land.

Ja wie realitätsblind muss man denn noch sein, um zu erkennen, dass wir bei einem Beitritt ebenfalls innert kürzester Zeit im Schuldenschlamassel hängen würden?! Wäre das für die SP die bessere Lösung? Zweifelsfrei, ansonsten kann ich mir nicht erklären, weshalb die noch immer in die EU wollen.

Schuld am Desaster ist laut Eric Nussbaumer auch nicht die Schuldenkrise einzelner Staaten, sondern eine Krise der sozialen Marktwirtschaft und der liberalen Demokratien. Sein Rezept gegen diese Krise ist die Erneuerung der sozialen Marktwirtschaft (er meint wohl Planwirtschaft) und die Suche nach dem gesellschaftlichen Konsens.

Wir Sozialdemokraten nennen das eine „Politik für alle statt für wenige“.

Ich nenne das „Bullshit“!

Zum Glück sind wir nicht dazu verdammt, ewig EU-Nichtmitglied zu bleiben, es gibt die Hoffnung, dass wir unser Umfeld – Europa – einmal mitgestalten können.

Wo er diese Hoffnung erblickt zu haben scheint, liess er allerdings offen. Wohl ein Anzeichen dafür, dass man in der SP zwischen Traum und Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden kann. Aber von dieser Partei sind wir solche Phantastereien ja gewohnt.

Anders als bei der FDP. Doch der Schein trügt. Denn auch die liberale Euro-Maus Christa Markwalder kann es nicht lassen:

Als EU-Mitglied hätte die Schweiz ein Mitbestimmungsrecht (…)

Es ist immer wieder dasselbe Märchen. Mitbestimmung. Die Schweiz. In der EU. In erster Linie hätten wir das Recht zu bezahlen. Und dann ist auch schon Schluss. Merkel gibt den Ton an, Sarkozy hechelt ihr hinterher und der Rest ist nur Dekoration. Hört doch endlich auf mit diesem Quatsch, die Schweiz hätte in der EU etwas zu sagen!

Wir wären endlich gleichberechtigte Bürgerinnen und Bürger Europas, und die Schweiz wäre nicht mehr bloss ein Passivmitglied der EU.

Was für ein fataler Denkfehler. Tatsächlich wären wir bei einer Mitgliedschaft gleichberechtigt mit den EU-Bürgern. Wir hätten gleich wie das restliche EU-Volk genau nichts zu sagen. Unsere direkte Demokratie, unsere Volksrechte wären Makulatur. Was denkt sich Frau Markwalder eigentlich dabei, wenn ihr solcher Unfug aus dem Mund fällt?!

Es zeigt in erster Linie eines: die einzig ernsthaft wählbare Partei ist die Schweizerische Volkspartei. Damit diesem beinahe landesverratsverdächtigen Gehabe endlich ein Riegel geschoben werden kann, muss man SVP wählen. Wählen Sie SVP, was die Listen hergeben.