SVP als einzige gegen pauschale Billag Zwangsgebühren

Die SVP-Fraktion stimmte als einzige und geschlossen dagegen, dass künftig alle Haushalte Billag abdrücken sollen, unabhängig davon, ob Radio und Fernsehen konsumiert wird oder nicht. Die Online-Petition Gebührenmonster forderte, dass die Empfangsgebühren auf 200.- jährlich reduziert werden. Über 140’000 Personen haben diese Petition unterschrieben und Nationalrätin Natalie Rickli als Mitinitiantin hat im Plenum nochmals auf den Unmut im Volk hingewiesen. Die Mehrheit im Parlament hat dies aber ignoriert. Das ist einmal mehr der Beweis, dass einzig die SVP die Anliegen der Bevölkerung ernst nimmt und sie im Bundeshaus vertritt.

Und jetzt?

Da ein funktionierender und vernünftiger Kompromissvorschlag vom Parlament in ignoranter Weise bachab geschickt wurde, gibt es nur noch tabula rasa. Die Bundespolitiker verweigern es schlicht, sich einer medienpolitischen Diskussion zu stellen. Dies alleine grenzt bereits an Arbeitsverweigerung. Mir scheint, die grosse Mehrheit in Bern hat vor der SRG die Hosen gestrichen voll und bangt um den Erfolg ihres Wahlkampfes für den kommenden Herbst. Man scheint zu ahnen, dass man ohne mediale Unterstützung und ohne nennenswerte Erfolge auf dem politischen Parkett um die Wiederwahl bangen muss. So haben sich wohl viele Parlamentarier von der SRG einseifen lassen. Dieses Fazit jedenfalls zieht das Gebührenmonster-Petitionskomitee in seiner Medienmitteilung anlässlich des skandalösen Parlamentseintscheides. Das Volk wurde dabei gleich doppelt betrogen: Einerseits werden völlig überhöhte Zwangsgebühren erhoben, egal ob man das Angebot nutzt und zusätzlich wurde das Lobbying der SRG mit den Gebühren derer bezahlt, die eigentlich entlastet werden sollten.

Unterstützen Sie deshalb die Volksinitiative Bye Bye Billag. Die Initiative verlangt, dass nur noch 100.- Gebühren direkt über die Steuern abgerechnet werden und dass der irrwitzig überteuerte Verwaltungsmoloch Billag eingemottet wird. Diese Variante ist jedoch erneut nur ein Kompromissvorschlag, denn im Grunde müssten die Radio- und TV-Gebühren samt Inkasso gänzlich abgeschafft werden.

Und als zweiten Schritt hat jeder Stimmbürger und jede Stimmbürgerin im Herbst die Möglichkeit, die Lachsbrötli- und Cüpliparlamentarier aus dem Bundeshaus zu jagen und statt dessen echte Volksvertreter nach Bern zu entsenden. Wählen Sie deshalb SVP, und ihre Stimme wird erhört.

7 Responses

  1. Chris 14. September 2011 / 07:47

    Ich glaube wir haben massiv grössere Probleme als 400 Franken für SF.

    Natürlich muss sich da was ändern. Aber ich seh es schon kommen. Wenns Sport nur noch im Pay-TV und Filme nur noch mit langer Werbung gibt, heulen die Leute auch wieder.

    Irgendwie denken einige, kostenloses TV sei ein Menschenrecht. Vielleicht sollte man ein bisschen weniger RTL schauen 🙂

  2. Alexander Limacher 15. September 2011 / 10:09

    wir haben europaweit die höchsten gebühren und die politik verweigert sich einer korrektur. zudem ist das angebot von sf schlicht keine 400.- im jahr pro haushalt wert. im weiteren ist die pauschale gebühr sowieso eine bodenlose frechheit. und zu guter letzt ist die billag ein einziges unding.

  3. Nordmann 19. September 2011 / 17:29

    Die SRG ist schlicht und einfach zu teuer und muss reorganisiert werden. Das Programm ist im Vergleich mit den Privatsendern keinesfalls besser. Diese neue Steuer muss weg und die SRG redimensioniert werden. Straft die Politiker ab, die dies beschlossen haben.

  4. Philippe Wampfler 22. September 2011 / 07:24

    1.) Das Programm ist 400.- wert. Jede Tageszeitung, die seriöse Inhalte anbietet, kostet auch so viel.
    2.) Dass die Gebühren in der Schweiz die höchsten sind, ist völlig logisch: Die Schweiz hat die höchsten Löhne und eine komplexe sprachliche Situation bei relativ wenig BewohnerInnen.

  5. Alexander Limacher 22. September 2011 / 11:15

    Jede Tageszeitung, die seriöse Inhalte anbietet, kostet auch so viel.

    aber eine tageszeitung kann ich abbestellen, wenn ich sie nicht mehr lesen will. billag muss ich zahlen, auch wenn ich kein schweizer fernsehen konsumiere.

    Die Schweiz hat die höchsten Löhne und eine komplexe sprachliche Situation bei relativ wenig BewohnerInnen.

    das ist richtig. um diesem umstand rechnung zu tragen, können sicher auch organisatorische massnahmen zum ziel führen. das srf war bislang eine geschützte werkstatt. es ist an der zeit, etwas druck aufzusetzen.

  6. Urs 17. April 2012 / 18:50

    Stimmt, das grössere Problem sind die orthographischen Schwächen diverser Autoren und Kommentatoren auf dieser Seite. Erschreckend.

  7. Alexander Limacher 18. April 2012 / 11:34

    (…) die orthographischen Schwächen diverser Autoren und Kommentatoren auf dieser Seite.

    Von den technischen Schwächen bei praktisch jeder Live-Produktion des SRF und von den täglichen Pannen sprechen wir natürlich nicht. Auch das fürchterliche Unding, Sendungen ständig mit 5 bis 7 minütiger Verspätung anlaufen zu lassen, als im Programmheft publiziert, lassen wir aus.

    Der Konsum meiner orthographischen Fehler dagegen ist umsonst, werbefrei und freiwillig.

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