Avenir Suisse – eine Schande für die Schweiz

Vor gut einem Jahr hat das liberale Denkbecken Avenir Suisse verkündet, die Schweiz solle der EU beitreten, weil dadurch ihre Souverenität gesichert werde. Die Tatsache, dass man bei so einem Schritt auch den stabilen Schweizer Franken durch den inzwischen völlig maroden Euro hätte ersetzen müssen, wurde in visionärer Weise grosszügig ignoriert: „Dann machen wir einfach ohne Euro mit“. Das Visionen nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat, erkennen wir, wenn wir die Situation der EU heute ansehen.

Und nun haben diese Hirnakrobaten den nächsten Unsinn ausgeknobelt. Um die Wohnungsknappheit zu bekämpfen, sollen ganz einfach die Mieten erhöht werden. Gemäss Patrik Schellenbauer, dem Autoren des absurden Diskussionspapiers, seien die Mieten in den letzten Jahren nämlich nicht gleich stark gestiegen wie die Löhne. Das Fazit der Denker: die meisten Mieter wohnen zu billig – die Mieten müssen massiv erhöht werden!

Mit dieser abstrusen Idee verfolgt die Avenir Suisse zweifelsfrei das primäre Ziel, von den realen Auswirkungen der Personenfreizügigkeit abzulenken. Und nebenbei wird noch der Mittelstand vernichtet. Für Grossverdiener steht jederzeit genügend Wohnraum zur Verfügung. Für einen hart arbeitenden Familienvater ist es aber jetzt schon fast unmöglich, eine bezahlbare Bleibe zu finden. Und genau hier zeigt sich die sogenannte „Unabhängigkeit“ von Avenir Suisse. Pustekuchen! Bezahlt von Reichen, „denken“ für Reiche! Wobei ich nicht sicher bin, ob das Wort „denken“ überhaupt zu den fragwürdigen Machenschaften von Avenir Suisse passt.

Auf jeden Fall ist dieser Think-Tank mit seinen schwachsinnigen Ideen eine Schande für die Schweiz!

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