Das Geräusch

Auf keinseitigen Wunsch versuche ich mal zu erklären, wie man dieses von allen geliebte Geräusch, dem Ruf eines süssen Katzenbüsis ähnlich, erzeugen kann. Mit entsprechender Routine ist es jedoch auch möglich, völlig andere Tonvarianten erklingen zu lassen.

Das Geräusch basiert auf der mit geringem Druck entweichenden Luft, welche zuvor zwischen dem vorderen rechten oder linken Teil des Oberkiefers und der Lippe gesammelt wurde. Es ist der Teil des Mundes, wo sich manchmal Essensreste hinverpissen und man die dann mit der Zunge so rauslallen muss. Ist die Luft mal da, muss sie natürlich mit einer geringfügigen lippen- und wangenmuskulären Spannung auch dort gehalten werden. Man muss sich aber bewusst sein: Bis das mal funktioniert, sind entbehrungsreiche Wochen harten Trainings nötig. Doch wer den Erfolg sucht und will, wird diese Tortur überstehen. Der Fortschritt lässt sich auch gut vor dem Spiegel im Badezimmer überprüfen. Wenn sich da im Gesicht eine kleine Wölbung bildet, wie sie auch oft kurz nach einer dentaltechnischen Entfernung eines Seitenhauers zu beobachten ist, und man dabei recht blöd aus der Wäsche guckt, hat’s hingehauen.

Nun muss man diese gestaute Luft kontrolliert entweichen lassen. Man erreicht dies, indem man die vorher angesprochene Muskelspannung ganz filigran wieder entspannt. Um ein Gefühl für die Entspannungsrate zu entwickeln, kann man sich auch ganz leicht mit der Hand auf die Luftwölbung tippen. Wenn dabei ein Geräusch ähnlich einer lesbischen Kampfhenne mit Stimmbruch beim Eierlegen entsteht, befindet man sich auf dem richtigen Weg. Mit der Zeit wird man nicht mehr auf die Hilfe körpereigenen Extremitäten angewiesen sein. Aber machen wir uns nichts vor: es folgen weitere qualvolle Wochen des Übens …

Das Geräusch an sich kann jetzt ganz einfach durch diverse Parameter beeinflusst werden. Während dem Ablass können wir die Stellung der Lippen oder der Zunge (oder beidem) verändern, den Mund geschlossen halten, leicht oder stärker öffnen und schon erklingen die unterschiedlichsten Variationen. Diese reichen dann eben vom lieblichen Schmusebüsi bis hin zum Furz eines bekifften Eichhörnchens während dem Geschlechtsverkehr. Man darf sich nun sein Lieblingsgeräusch aussuchen und es am besten bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Mitmenschen präsentieren. Wichtig ist nur eines: bei der korrekten Ausführung entweicht Luft, nichts anderes. Es ist unanständig, sein Gegenüber oder Nebenan mit flüssigem, weniger flüssigem oder gar festem Irgendwas aus unserer Mundhöhle zu beschenken.

Wohl an, frohes geräuschen …

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