HarmoS ist tot – es lebe der Lehrplan 21

Die Konferenz der Bildungsdirektoren hat sich ein neues Ziel gesetzt. Man will die Lehrpläne – zumindest mal in der Deutschschweiz – vereinheitlichen. Damit tut man endlich das, was damals im neuen Bildungsrahmenartikel vom Volk gefordert wurde. HarmoS war viel zu aufgebauscht, beinhaltete neben den wirklich nötigen Anpassungen zu viel anderer Schnickschnack und war deshalb untauglich.

Natürlich, mit dem Lehrplan 21 reden wir nur vom Lehrplan, noch nicht von Ferien oder ähnlichem. Aber es ist ein einzelner Schritt in die richtige Richtung. Und natürlich, die Kantone werden weiterhin noch viele Freiheiten haben. Doch bei der Entwicklung des neuen harmonisierten Lehrplanes dürften Verbesserungen durchaus noch eintreten.

Zwar ist es erst eine Definierung eines Zieles, doch es ist ein erreichbares Ziel und führt in die richtige Richtung.

4 Responses

  1. Ary 24. Juni 2010 / 19:39

    Na endlich!

  2. Alexander Limacher 24. Juni 2010 / 22:19

    pressemitteilung

    An der Ausarbeitung des Lehrplans 21 können sich alle Kantone beteiligen, unabhängig davon, ob sie dem HarmoS-Konkordat beigetreten sind. Dies ist möglich, weil der Lehrplan 21 unabhängig von den Schulstrukturen in den Kantonen ausgestaltet wird, das heisst er kann in Kantonen mit ein- oder zweijährigem Kindergarten umgesetzt werden.

    positiv: es wird nicht an den strukturen herummanipuliert. ich stelle mir vor, dass mit dieser vorgabe auch die lehrerschaft nicht unnötig belastet wird.

    Der Lehrplan 21 lässt den Kantonen den notwendigen Freiraum für die Umsetzung.

    das wiederum ist mit vorsicht zu geniessen. zu viel föderalismus in der bildung halte ich nach wie vor nicht für förderlich.

    schade ist nur, dass die anderen sprachregionen nicht miteinbezogen werden.

  3. Ary 24. Juni 2010 / 22:52

    „es wird nicht an den strukturen herummanipuliert. ich stelle mir vor, dass mit dieser vorgabe auch die lehrerschaft nicht unnötig belastet wird.“

    Naja, es ist sicherlich sehr aufwändig eine Lehrplanumstellung umzusetzten. Da braucht es schon eine gewisse Übergangszeit. Die Lehrmittel, sowie die Stufen- und Schulhausinternen Jahrespläne, auch die individuellen Pläne der Lehrer sind natürlich stark auf die kantonalen Lehrpläne ausgerichtet..

    In der Praxis würde es eine kantonale Kommission brauchen, die die neuen Lehrpläne auf Änderungen zur bisherigen Praxis untersucht und Empfehlungen zur Umsetzung abgibt, so könnte der Aufwand tatsächlich in Grenzen gehalten werden. Für Junglehrer ist es eh kein Thema..

  4. Alexander Limacher 24. Juni 2010 / 23:01

    ich denke mal, es ist ein einmaliger zusatzaufwand und nicht wie all das andere, was die lehrer durch die ganze experimentiererei neben dem unterrichten sonst noch das ganze jahr über belastet.

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