Schweiz out!

Die Schweizer Nati kann den Heimflug antreten. 0 : 0 im alles entscheidenden Spiel gegen Honduras. Das Ausscheiden unserer Elf ist zwar schade, aber völlig gerechtfertigt. Eine Mannschaft, die keine Tore schiessen kann, hat an einer Weltmeisterschaft nichts zu suchen.

Ja aber wieso denn? Wir haben doch den Europameister Spanien geschlagen. Leider war dieser Sieg nichts anders als Glück. Pures Glück. Diesen sogenannten „Historischen Sieg“ kann man sich in die Haare schmieren, denn er entsprach in keinster Weise dem Leistungsvermögen von Hitzfelds Truppe.

Schuldige? Das überlasse ich mal den Medien. Die werden schon jemanden finden und zerreissen. Ein Dankeschön muss aber an die Defensive und an den Torhüter ausgesprochen werden. Solide, sichere Leistung – Bravo.

Und der Offensive sollte vielleicht mal jemand erklären, dass „dat runde in dat eckige muss“!

HarmoS ist tot – es lebe der Lehrplan 21

Die Konferenz der Bildungsdirektoren hat sich ein neues Ziel gesetzt. Man will die Lehrpläne – zumindest mal in der Deutschschweiz – vereinheitlichen. Damit tut man endlich das, was damals im neuen Bildungsrahmenartikel vom Volk gefordert wurde. HarmoS war viel zu aufgebauscht, beinhaltete neben den wirklich nötigen Anpassungen zu viel anderer Schnickschnack und war deshalb untauglich.

Natürlich, mit dem Lehrplan 21 reden wir nur vom Lehrplan, noch nicht von Ferien oder ähnlichem. Aber es ist ein einzelner Schritt in die richtige Richtung. Und natürlich, die Kantone werden weiterhin noch viele Freiheiten haben. Doch bei der Entwicklung des neuen harmonisierten Lehrplanes dürften Verbesserungen durchaus noch eintreten.

Zwar ist es erst eine Definierung eines Zieles, doch es ist ein erreichbares Ziel und führt in die richtige Richtung.

AAD10 abschaffen

Die SVP will das AAD10 abschaffen. Dies deshalb, weil gerade über einen möglichen Einsatz dieser Truppe zur Befreiung der zwei Schweizer in Libyen gestritten wird. Zwar ist noch immer unklar, wer was wann wusste und was überhaupt genau vorgefallen ist. Auch weiss niemand, ob die Truppe bereits in Marsch gesetzt wurde oder ob man nur mal die Möglichkeiten diskutiert hat. Man weiss faktisch noch gar nichts. Aber in Bundesbern verfällt man mal wieder in blinden Aktionismus.

Tatsächlich aber staune ich etwas über die Idee der Volkspartei, die sich doch sonst sehr militärfreundlich gibt. Und ausgerechnet diejenige Partei, welche sich im Grunde genommen auch als einzige mit dem Thema Armee beschäftigt, will die wohl einzige, funktionierende, ausgerüstete, ausgebildete und somit wirklich einsatzfähige Einheit abschaffen, welche die Schweizer Armee zu bieten hat?! Tut mir leid, geschätzte Parteileitung, aber diese Forderung kann ich nicht nachvollziehen.

Natürlich, die SVP hat ein Problem mit Auslandeinsätzen der Armee. Dieses Problem habe ich auch. Grundsätzlich haben Streitkräfte eines neutralen Staates im Ausland nichts zu suchen. Das fällt aber unter den Punkt zum Auftrag der Armee, welcher politisch leider noch immer nicht behandelt wurde. Es wäre weit sinnvoller, dieses Thema zuerst aufs politische Parkett zu bringen und mal eine Grundsatzdiskussion zum Thema Armee zu führen. Es stellt sich nämlich durchaus die Frage, ob sich die Schweiz an militärischen Aktionen zur Friedensförderung im Ausland beteiligen muss und ob sowas wirklich zum Auftrag unserer Armee gehört.

Das Armee-Aufklärungsdetachement aber führt nicht Krieg im Ausland. Das AAD ist auch keine Söldnertruppe, welche grad für den Meistbietenden in der Gegend herumballert. Zu den Schlüsselaufgaben dieser Einheit gehört unter anderem die Rettung und Rückführung von Schweizer Bürgern aus Kriesengebieten sowie der Schutz von Personen und Einrichtungen bei erhöhter Bedrohung. Die Sauerei mit Libyen hat bewiesen, dass unser Land erpressbar ist. Das weiss nicht nur der Kameltreiber aus Tripolis, sondern die ganze Welt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Geiselkriese ansteht.

Statt über die Abschaffung der einzig einsatzbereiten Truppe der Schweizer Armee nachzudenken, sollten die Verantwortlichen besser zuerst die lausigen Zustände in der Hobby-Klasse in Ordnung bringen.

Wir haben doch den Sündenbock für Ghaddafi

Warum suchen wir noch den Schuldigen, welcher die Polizeifotos an die Presse weitergeleitet hat? Diese Suche hat sowieso keinen Sinn, da der Name innert nützlicher Zeit sowieso nicht bekannt wird. Aber es gibt da jemand anderen, dem man Muammar zum Frass vorwerfen kann.

Im Club vom 15. Juni 2010 verteidigte der Chefredaktor der „Tribune de Genève“ Pierre Ruetschi die Publikation der Polizeifotos von Hannibal Ghaddafi (Quadhafi, Gaddaffi, al-Dingsbums … irgendwie weiss niemand so genau, wie man den Namen dieses Knallkopfes richtig schreibt). Die Argumentation Ruetschis war an Blödheit kaum mehr zu übertreffen. Die Fotos hätten einen grossen Informationsgehalt besessen um die Demütigungen von Hannibal, den verkopften Hausangestelten, des Bundespräsidenten, etc. zu verstehen und darzustellen. Zudem, so der Chef-Schreiberling aus Genf, wollte man mit den Bildern das Gerücht entkräften, Hannibal sei von den Polizeikräften misshandelt und gehauen worden. Weiter versuchte er den Abdruck der Bildchen noch mit beinahe poetischen Aspekten zu beleuchten und zu rechtfertigen. Was für eine Quetschbirne!

Stellt die Suche nach dem grossen Unbekannten ein und werft Ruetschi dem Wüstenhammel zum Frass vor. Damit ist die Sache geritzt und ein dummdämlicher Qualitätsjournalist wird für einmal die Folgen seines unqualifizierten Tuns erfahren.

Abbruch der Beziehungen mit Libyen

Max Göldi ist zu Hause. Endlich. Und halb Europa ist vor dem libyschen Oberarschloch Gadaffi zu Kreuze gekrochen. Italiens Präsident, die Schweizer Aussenministerin, der spanische Aussenminister, der maltesische Aussenminister, sowie die Permierminister von Malta und Slowenien waren da. Meine Güte, da muss GadAFFi wohl ein ordentlicher Spritzer in den Unterrock abgegangen sein bei all dem Zulauf. Ja, er ist der grosse Camper von Tripolis. Er hat definitiv den grössten Cervelat auf dem Grill.

Und jetzt, wie weiter? Nun, unsere Aussenministerin hat sich brav entschuldigt und einen Fötzel Papier mehr unterschrieben. Das internationale Schiedsgericht wird tagen und herausfinden, dass die Verhaftung von Gadäffchens Spross zwar rechtlich korrekt war, aber mit übertriebenen Massnahmen durchgesetzt wurde. Die Schweiz wird sich nochmals entschuldigen und es wird Geld fliessen. Wie sonst auch soll man einen derart gegemütigten Mann für das Erlittene entschädigen?!

Und dann? Eigentlich müsste man gar nicht weiter darüber nachdenken. Allen noch in Libyen lebenden Schweizer Staatsbürgern wird angeraten, das Land zu verlassen. Danach wird die Botschaft in Tripolis geschlossen und damit die diplomatischen Beziehungen zu diesem Kameltreiber abgebrochen. Fertig. Und dann kommt Libyen auf eine schwarze Liste. Irgendeine, ist egal. Hauptsache Schwarz. Wir verkaufen nichts mehr an den Wüsten-Rowdy, und wir kaufen ihm auch nichts mehr ab. Funkstille. Jetzt soll er hinten anstehen.