Dank De Weck bald höhere Gebühren?

Irgendwie bin ich nicht über die Wahl von Roger De Weck als neuer SRG Generaldirektor erstaunt. Die Verantwortlichen unseres Staatssenders haben lediglich einen der Ihren auf diesen Posten gehoben. Linkslastig ist die SRG schon seit Urzeiten. Da tut man natürlich gut daran, sich kein Kuckucksei ins Nest zu legen.

Mit De Weck an der Spitze wird sich die Berichterstattung des Schweizer Fernsehens künftig noch weiter Richtung sozialistische Propaganda bewegen. Als Erzlinker, welcher eine innige Abneigung gegen die Schweizer Volkspartei hat, wird das mediale SVP-Bashing eine neue Blüte erleben und wir werden täglich vernehmen, wie toll es doch in der EU wäre. Wohl werden wir uns auch in naher Zukunft mit einer Gebührenerhöhung auseinandersetzen müssen. Denn unser Euro-Turbo ist – wen wunderts – gar kein Fan vom Sparen.

Ich picke gerne Rosinen

Die Griechen sind pleite. Der Euro ist auf Talfahrt. Den endgültigen Absturz der Gemeinschaftswährung verhindern kann nur noch ein milliardenschweres multilaterales Hilfspaket – denken sich die politischen Quetschbirnen der Europäischen Union jedenfalls. Alle sollen mithelfen, den Euro zu retten. Auch die Schweiz. So zumindest fordern es gewisse Politiker aus Österreich. Sie haben die Schnauze voll von der schweizer Rosinenpickerei.

Tja, Pech gehabt Leute. Wärt ihr nicht blindlings und leichtgläubig in die EU-Falle getorkelt, ständet ihr jetzt nicht vor diesem sozialistisch anmutenden Scherbenhaufen. Während diverse EU-Nationen ihr Geld verschleuderten wie die Matrosen auf Landurlaub, hat die Schweiz fleissig gespart und dank einer sinnvollen und nachhaltigen Finanzpolitik Auslandschulden im Betrag von beinahe 20 Milliarden Franken abgebaut. Wichtig zu wissen ist aber, dass die besagten Matrosen bloss Geld ausgegeben haben, welches sie auch im Sack hatten – im Gegensatz zu den EU-Staaten. Ihr hättet also gut daran getan, zuerst in Eurem eigenen Land  aufzuräumen, statt Zeit und Geld in dieses zweifelhafte, von linken Ideologien geprägte Projekt zu stecken.

Das Kartenhaus „Europäische Union“ bricht zusammen. Und wie es nicht anders zu erwarten war, plärrt man aus der Eurozone erneut die Schweiz an und fordert Geld. Warum? Die ganze Misere ist auf Eurem Mist gewachsen. Löst gefälligst das Problem auch selber. Trotz der Tatsache, dass die Schweiz kein Mitglied dieser Union ist, zahlen wir kräftig mit. Wir haben die Kohäsionsmilliarde gezahlt, blechen für Schengen, Bildungsprojekte, Kulturförderung und drücken sogar noch freiwillig Kohle für die Friedenseinsätze im ehemaligen Jugoslawien ab. Auch für die Mitgliedschaft im IWF haben wir zu zechen. Somit werden auch finanzielle Mittel aus der Schweiz in die Griechenland-Hilfe fliessen. Trotzdem mehr Schotter zu verlangen, ist eine Frechheit und zeugt von eigener Unfähigkeit!

Aber abgesehen davon lasse ich mich gerne als „Rosinenpicker“ beschimpfen. Die aktuelle Eurokriese zeigt mal wieder, dass wir im Gegensatz zu den anderen in Europa nicht alles falsch gemacht haben. Denn grundsätzlich haben wir unser Land im Griff. Und wir hätten die Lage noch besser im Griff, wenn sich auch der Bundesrat mal wieder an die Eier greifen und Selbstbewusstsein demonstrieren würde. Das Projekt EU ist gescheitert!

Der Burka-Irrtum

Im Zusammenhang mit der Minarett-Initiative habe ich einige Diskussionen geführt. Oft kam man dabei auch auf das Thema Burka zu sprechen. Damals, wie auch heute sagen viele Leute, in der Schweiz gäbe es ja gar niemanden, der eine Burka trägt. Dem habe ich bislang immer entgegnet, dass ich vergangenen Sommer in Interlaken sehr viele Burkas gesehen habe und einige Tage später auch in Lausanne, wo sie kurz nach dem Eindunkeln „aus allen Löchern gekrochen“ kamen – diesen Eindruck hatte ich jedenfalls, denn plötzlich wimmelte es von solchen Schattengestalten. Kürzlich dann noch die Geschichte im Blick mit derjenigen, die in der Burka Auto fuhr … Doch das war ein Irrtum. Weder die Autofahrerin noch all die dunklen Geister die ich in Lausanne sah, waren Burka-Trägerinnen.

Diesbezüglich mal ein kleiner Vergleich:

Das, was ich gesehen habe, waren Niqabs in Lausanne und Tschadors in Interlaken (Nachmittags, bei über 30 Grad nota bene). Bei dem Niqab geht es wie bei der Burka um die komplette Gesichtsverhüllung, wobei für die Augen ein kleiner Schlitz freigelassen wird. Der Tschador kann das Gesicht freilassen, oder es zum Teil bedecken. Die Burka lässt noch nicht einmal den Blick auf die Augen frei, da der Sichtschlitz mit Stoff bedekt ist.

Mittlerweile wird der Begriff Burka als Synonym für wohl all diese Ganz- und Halbvermummungen verwendet. Sagt mir also jemand, er habe in der Schweiz noch nie eine Burka gesehen, so werde ich ihm künftig glauben. Was ich aber nicht glauben kann, dass man noch nie eine praktisch vollverschleierte Frau gesehen hat.

Es ist also grundsätzlich völlig egal, ob jemand eine Burka, ein Niqab oder was auch immer trägt. Entscheidend dabei ist, dass das Gesicht klar zu erkennen ist. Eine Minimalforderung, die in der Schweiz durchsetzbar sein dürfte, ohne dass sich wieder irgend eine Religion ans Bein gepinkelt fühlt.

Burka-Verbot ist unnötig

Europa rüstet gegen die Verschleierung der Frau. Auch die Schweiz zieht mit. Das Aargauer Kantonsparlament hat mit grosser Mehrheit einem entsprechendem Vorstoss zugestimmt. Auch auf nationaler Ebene gibt es ähnliche Motionen zu diesem Thema. Grundsätzlich eine gute Sache. Doch ist ein explizites Verbot für Burkas überhaupt nötig?

Die Sache mit der Diskriminierung

In der Schweiz sind verschiedene Religionsgemeinschaften aktiv. Anlass zu Diskussionen gibt jedoch lediglich der Islam. Bei der Minarett-Initiative ging es darum, den politischen Islam, welcher das Minarett als Symbol benutzt, in die Schranken zu verweisen. Eigentlich zu Recht wurde darauf hingewiesen, dass bei einem Verbot von Minaretten, nur eine spezifische Religionsgemeinschaft beeinträchtigt wird. Will man jetzt über ein Burka-Verbot diskutieren, stellt man sich noch mehr ins Abseits, da wiederum eine neue Einschränkung gegen eben diese eine Religion gesetzlich verankert würde.

Vermummungsverbot ausweiten

Verschiedene Kantone haben bereits ein Verbot in ihrer Kantonsverfassung, sich durch Verkleidung unkenntlich zu machen. Dies gilt namentlich in den meisten Fällen lediglich bei bewilligungspflichtigen Versammlungen, Kundgebungen und Demonstrationen auf öffentlichem Grund. Es genügt meiner Meinung nach völlig, diese einzelnen Gesetztestexte zu erweitern, schweizweit zu vereinheitlichen und auf Bundesebene zu platzieren. Unter Erweiterung verstehe ich, dass die Vermummung auch mindestens in folgenden Bereichen verboten ist:

  • Schulen
  • Ämter
  • Gaststätten
  • Einkaufsgeschäfte
  • im Öffentlichen Verkehr
  • Bank, Post, etc.

Dadurch erreichen wir einerseits, dass die allermeisten Bereiche des öffentlichen Lebens „burkafrei“ sind und wir diskreditieren nicht offensichtlich eine einzige Religionsgemeinschaft.