Und jetzt hacken alle auf den Behörden herum

Jetzt geht’s los, das grosse Lamentieren wegen dem behördlich verordneten Flugverbot über Europa. Natürlich, die Ausfälle waren ärgerlich. Aber was wäre geschehen, wenn man nichts unternommen hätte und plötzlich da und dort ein Airliner wegen defekten Triebwerken vom Himmel gefallen wäre? Alle hätten sie ein sofortiges Flugverbot verlangt und die Behörden wären wiederum im Zentrum der Kritik gestanden, weil sie nichts unternommen hätten. Und das schlimmste: es wären viele Menschen gestorben.

Kein Verständnis habe ich auch für die Fluggesellschaften, die jetzt beim Staat nach Geld hecheln. Diese Firmen haben sich der Luftfahrt verschrieben und da bestehen gewisse Risiken. Es liegt in der Verantwortung der Airlines, auch gegen „unvorhersehbare“ Risiken in irgend einer Form gewappnet zu sein. Das Fluggeschäft ist eben nicht ein rein ökonomisches Business. Oder kann ich den walliser Bergführer auch verklagen, weil er mit mir wegen schlechtem Wetter nicht auf’s Matterhorn kraxeln will?

Eines kann man den Amtsschimmeln aber dennoch vorwerfen: wieso wartete man so lange mit Messungen und Untersuchungen bezüglich der Asche? Dies hätte umgehend geschehen sollen. Schliesslich wusste niemand genau, wie sich die Partikel auf die Düsentriebwerke auswirken würden. Man darf sogar davon ausgehen, dass man es auch heute noch nicht weiss. Solche Fragen müssen jetzt unbedingt geklärt werden, denn noch hat der Vulkan nicht aufgehört zu spucken.

1 Response

  1. odin 21. April 2010 / 17:44

    Also mich nervt es doch genau so, dass hier so lange mit den Messungen gewartet wurde. Noch am Samstag wurde nur eine einzige Drohne der Armee für Messflüge eingesetzt. Das ist einfach viel zu wenig. Gerade hier wäre es doch erforderlich, für zukünftige Ereignisse dieser Art Erfahrungen und Daten zu sammeln. Gleich zu Beginn. Die ETH würde das sicher auch interessieren. Das BASZL und das UVEK hätten hier auch von Anfang an einen richtigen Krisenstab bilden müssen.

    Das Gejammer der Airlines geht mir auf den Keks. Natürlich gibt es schnell immense Verluste bei einem Grounding. Was man aber an einem guten Tag in der Ferienzeit alles gewinnen kann wird nie gesagt. Man kann immer alles in einem Geldbetrag werten. Auf der anderen Seite haben wir jeden Tag Millionenverluste für die Volkswirtschaft, wegen den vielen Staus im Straßenverkehr. Gewisse Aufträge werden dann gar nicht mehr angenommen in den Metropolen, wenn ständig das Straßennetz verstopft ist und darunter das Gewerbe massiv leidet. Viele dieser Staus entstehen dadurch, dass gewisse Leute nicht ihr Fahrzeug beherrschen. Oder dann weil die Linken mehr Leute ins Land holen, als wirklich Platz dazu vorhanden wäre, bzw. weil die Linken dann nicht das Straßennetz ausbauen wollen. Solche Behinderungen von Menschenhand finde ich viel schlimmer als diese Naturgewalt. Das ist einfach höhere Gewalt.

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