Die Psyche der Frau – Wie findest Du meine Figur?

Was darf man als Mann niemals tun, wenn dich eine Frau nach deiner persönlichen Meinung zu ihrer Figur fragt? Man darf auf keinen Fall die Wahrheit sagen … oder die Wahrheit mit gutgemeinten, selbstschützerischen Verzierungen so zurecht biegen, dass sie dann, aus Sicht des Mannes wohlverstanden, dem entspricht, was die Frau gerne hören will.

Tut man nämlich zweiteres, so wird die Antwort nicht ernst genommen, weil die Frau denkt, dass man nur das sagt, was sie hören will. Damit hätte sie eigentlich recht. Nur wird es die Frau niemals dabei belassen. Ohne dazwischen Luft zu holen wird sie dich sogleich auffordern, nun jetzt doch bitte die Wahrheit zu sagen.

Bis dahin nichts neues.

Sagt man die Wahrheit, liegt man wiederum falsch. Entspricht die Wahrheit tatsächlich dem, was die Frau gerne hören möchte, befinden wir uns wieder bei dem Punkt, welchen ich oben beschrieben habe. Entspricht man mit der Wahrheit nicht den Erwartungen des weiblichen Gegenübers, dann verbringt man den Rest des Abends entweder alleine oder man muss, sobald sie zur Schimpftirade ansetzen will, mit Engelszungen auf die Frau einreden, um ersteres zu vermeiden.

Auch dies kennt Mann.

Doch es gibt auch die hyperkommunikativen Frauen, die einem das Leben noch zusätzlich erschweren können. Das handelsübliche Exemplar nämlich wird die Frage eher in einem diskreten Umfeld stellen. Nicht so die extravertierten Geschöpfe. Sie stellen die Frage – mir kürzlich so passiert – innerhalb einer illustren Runde einem gezielt ausgewählten männlichen Opfer. Bevor dieses dann zur Beantwortung ansetzen kann, ergänzt die Fragende ihre Bitte um Antwort mit eventuell möglichen Repliken, während sie den restlichen Anwesenden zugleich schemenhaft andeutet, weshalb sie jetzt diese Frage an genau diese Person gestellt hat. Doch damit der Verwirrung des Mannes noch nicht genug. Im sofort folgenden nächsten Schritt der weiblichen Zermürbungstaktik wird die gestellte Frage – welche sich bislang auf die Fragestellerin beschränkt hatte – sofort auf sämtliche anwesenden Weibchen ausgedehnt. Als krönender Abschluss werden dann noch alle Frauen aufgefordert, doch kurz aufzustehen, damit der inzwischen komplett konsternierte Mann alle Körperrungen begutachten kann.

Erst jetzt schweigt Frau kurz, um eine Antwort zuzulassen. Doch nur kurz. Triumphal wird sie schon nach wenigen Zehntelssekunden – oder absichtlich genau zum Zeitpunkt, wenn es der Mann sagen möchte – verkünden: „Er ist sprachlos!“, weil er es noch nicht geschafft hat, alle neu hinzugekommenen Anforderungen in seine Antwort zu implementieren, welche zu einen früheren Zeitpunkt des Geschehens durchaus geistig bereits fertig formuliert war. Damit der Mann jetzt nicht als kompletter Vollidiot dasteht – was im beschriebenen Szenario eigentlich sowieso nicht zu umgehen ist – wird er dazu genötigt, eine halbgare Antwort abzulassen, welche dann weder der Wahrheit, noch der Unwahrheit entspricht. In der darauf folgenden Diskussion ist der arme Mann absolut in der Defensive, da er nicht genügend Argumente finden wird, seine unter unmenschlichen Bedinungen erzwungende Aussage zu untermauern.

Jetzt steht eine Aussage im Raum, welche der Frau so nicht passt. Die Diskussion ist entbrannt. Der Mann hat aber absolut keine Möglichkeit mehr, seine Ausführung zu präzisieren oder zu erklären. Denn die Antwort interessiert nicht mehr. Jetzt demonstrieren die Frauen eine unglaubliche, selten so erlebte Solidarität untereinander. Eigentlich nicht verwunderlich, denn jetzt geht es gegen einen Mann, und das ist neben telefonieren und shoppen die dritte Lieblingsbeschäftigung der Frau. Der arme Kerl wird von den Furien dermassen zerzaust, dass er sich nachher kaum noch an seinen eigenen Namen erinnern kann.

Damit könnte ein Mann ja grundsätzlich leben. Auch wenn er nur mit seinen Saufkumpeln einen heben geht, gibt es dann und wann auch mal Meinungsverschiedenheiten. Man brüllt sich an, geht nach Hause und die Sache ist gegessen. Nicht so aber bei den Frauen. Nein, die halten einem die Aussage noch jahrelang vor. Frauen vergessen nichts. Vor allem nicht, wenn es etwas negatives über ihre Figur war. Und selbst dann werden Präzisierungen und Ergänzungen nicht akzeptiert. Die Antwort ist so gefallen, wie sie damals gefallen ist und somit bis in alle Ewigkeit und fünf Tage in Granit gemeisselt.

Dabei erstaunt es mich immer wieder, wie unglaublich detailgetreu sich die Weiber an solche Dinge erinnern können. Selbst Jahre später noch. Aber wenn sie mit dem Auto in die Tiefgarage eines grossen Einkaufscenters fahren, finden sie nach nur zwei Stunden ihre Karre nicht mehr …

Weg mit dem Zölibat

In letzter Zeit werden immer wieder Geschichten um Kindsmissbräuche in der Katholischen Kirche publik. Es scheint fast so, als ob Priester, Mönche, Klosterbrüder und andere Vertreter dieser keuschen Glaubensgemeinschaft fast täglich irgendwelchen jungen Buben hinterherjagen und sich mit ihnen sexuell vergnügen. Das alleine ist grundsätzlich schon eine Sauerei! Doch die offizielle Kirche ist sich noch immer nicht einig, wie man gegen diese Perversitäten vorgehen soll.

Da gibt’s Ideen von schwarzen Listen, auf denen jene vermerkt sind, welche sexuelle Übergriffe begangen hatten. Der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz findet das jedoch unnötig und schiebt die Verantwortung an die einzelnen Bistümer ab. Womöglich hat er Angst, seinen Namen selber auf besagter Liste wiederzufinden. Andere wollen die Ausbildung der Geistlichen verbessern und auf die Thematik des sexuellen Missbrauchs präventiv eingehen. Aber wirklich vorgehen will die Kirche nicht, obwohl der Papst in seinem Hirtenbrief schreibt: „Erkennt eure Schuld offen an, unterwerft euch den Forderungen der Justiz …“. Das geht zwar in die richtige Richtung, doch hätte ich vom Heiligen Vater erwartet, dass er dafür sorgt, dass sich die Delinquenten nicht selber stellen sollen, sondern das die Kirche als Organisation dies tut und die „Söiniggel“ vor den weltlichen Kadi zerrt. Vor dem Gesetz sind alle gleich – auch die Frommen!

Weg mit dem Zölibat!

Sind wir doch mal ehrlich. Jeden überkommt mal die Lust. Es gibt Leute, die drehen schon nach einigen Wochen ohne Sex durch. Jetzt muss man sich mal einen Pfarrer vorstellen, der seit seiner Weihe schon jahrelang nie mehr ran durfte. Und sich immer bloss selber am Zipfel rupfen (lassen), dürfte ihnen mit der Zeit auch nicht mehr die Linderung verschaffen, welche man sich so vorstellt. Ich bin überzeugt, wenn man auch als Geistlicher den weltlichen, fleischigen Gelüsten frönen darf, werden sexuelle Übergriffe massiv zurück gehen. Ausserdem steht es doch auch in der Bibel: „Liebet und vermehret Euch“. Was also soll diese selbst auferlegte, völlig sinnlose Enthaltsamkeit? Weg damit!

Es hat sich gelohnt

Mein unermüdlicher Einsatz für die Schweizer Armee in den letzten 4 Jahren hat sich ausgezahlt. Heute habe ich Post  mit interessantem Inhalt von der kantonalen Militärbehörde bekommen. Im Couvert befanden sich zwei Auszahlungsscheine als Rückerstattung meiner geleisteten Wehrpflichtsersatzzahlungen.

Interessant an der Geschichte ist die Tatsache, dass ich für die Rückerstattung überhaupt nichts unternehmen musste. Da wurde ja immer erzählt, dass man die Kröten nur erhält, wenn man rechtzeitig ein schriftliches Gesuch an die entsprechende Behörde stellt. Scheinbar sind die Beamten im Kanton Luzern da etwas fortschrittlicher oder man hat einfach Verständnis für die gebeutelten AdA’s, so dass man sich hier nicht künstlich kompliziert aufführt. Positiv!

Obwohl das hier ja eigentlich niemanden interessiert, hatte ich doch das Bedürfnis, diesbezüglich einen Blog-Eintrag zu verfassen. Die werden es zwar nicht lesen, aber den Herren vom Wehpflichtsersatzbüro in Luzern gilt mein Dank für diese wunderschöne Briefsendung und die überraschende Unkompliziertheit in der Abwicklung des Verfahrens.

Somit habe ich den zweitletzten Schritt auf dem Weg ins absolute Zivilistenleben hinter mir. Wenn alles klappt, dürfte ich gegen Ende 2010 das letzte Mal militärische Post erhalten und darin aufgefordert werden, meinen ganzen Krempel nach Luzern zu karren, damit sie dort für unbestimmte Zeit in den Katakomben des Zeughauses verschwinden und wahrscheinlich nie mit einem Barcode ausgestattet werden, damit man sie später im SAP wieder findet … *kicher*