Boykott für SP-Werbefilm

Normalerweise will die SP immer dafür sorgen, dass besonders Plakate oder andere Publikationden der SVP verboten werden. Jetzt haben die selbsternannten Wächter über Sitte und Moral selber eins auf den Deckel gekriegt. Die Kinobetreiberin Kitag will nämlich den von der SP gedrehten Werbefilm in ihren über 80 Kinosälen nicht zeigen. Dies deshalb, weil die Kitag keine politische Werbung macht.

Obersocke Levrat dampft ob dieser Unverschämtheit die Bluse. Der Spot sei noch nicht einmal gewöhnliche politische Werbung und er könne den Werbeboykott nicht verstehen – mehr noch, man spricht sogar von Zensur. Und wie es irgendwie auch nicht anders zu erwarten war, prüft man nun, vor diesen Lichtspieltheatern zu demonstrieren und so auf den Skandal aufmerksam zu machen.

Tja, meine Lieben, es ist halt so eine Sache mit der Realität. Auch wenn man sich noch so anstrengt, sie zu ignorieren, ganz weg kriegt man sie nie …

Damit ich nicht auch noch der Zensur bezichtigt werde, hier das Corpus Delicti … ein wahres cineastisches Meisterwerk. Einen Oscar wird damit wohl nicht zu gewinnen sein, doch es könnte zu einer ernsthaften Gefahr für Valium und andere Tranquilizer werden.

5 Responses

  1. Bruder Bernhard 22. Oktober 2009 / 19:18

    super verarsche – aus welchen filmen hast denn das zusammen geklebt? was aus der medizinalbranche, oder? dr. mathys und wie die hersteller von künstlichen hüftgelenken etc. alle heissen? aber wirklich gut gemacht, man sieht die schnitte überhaupt nicht.

  2. amade.ch 27. Oktober 2009 / 20:20

    wollte erst auch etwas über den film schreiben. schön gemacht ist er ja. aber es ist halt ein typischer image-werbespot. der könnte für alles stehen. dass die kitag den film nicht zeigt, finde ich dennoch falsch.

  3. Alexander Limacher 28. Oktober 2009 / 12:37

    @amade
    fändest du es im gegenzug auch falsch, wenn die kitag einen spot der svp ablehnen würde?

  4. amade.ch 11. November 2009 / 19:34

    oops, war lange nicht mehr hier. ja, natürlich wäre das dann auch falsch.

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