VBS kritisiert Journalisten – Schreiberlinge entsetzt

Was für ein Skandal. Das VBS veröffentlicht auf dem Internet Richtigstellungen zu diversen Medienberichten über das Militärdepartement. Die schreibende Zunft ist entsetzt.

„Diese Medienseite respektiere die Meinungsäusserungsfreiheit der Presse nicht“, lässt sich Andreas Durisch, Chefredaktor der SonntagsZeitung im Tagesanzeiger zitieren. Weiter verlangt er, dass solche Richtigstellungen über das entsprechende Medium publiziert werden müssten, welche irgendwelche Fakten falsch dargestellt hätten. Wie aussichtslos so was ist, erkläre ich weiter unten. Der Präsident der Mediengewerkschaft Impressum Bern, Markus Düschler, ist sogar der Meinung, das VBS bewerte die Zeitungsartikel und verteile Zensuren. Hubert Mooser, Autor des genannten Tagesanzeiger-Berichtes fragt sich sogar, ob es einer Behörde überhaupt zusteht, mit Steuergeldern eine entsprechende Liste zu erstellen, welche Journalisten an den Pranger stellt und die armen Reporter nicht einmal etwas davon wissen. Und ganz besonders stört er sich daran, dass sich das VBS sogar erfreche, einzelne Journis mit Namen zu nennen.

Weichspühl-Journalisten nicht kritikfähig

Es ist immer dasselbe. Die so genannte schreibende Gilde bildet sich ein, dass sie ein Alleinrecht auf das Ausüben von Kritik hat, aber niemand darf die Journalisten kritisieren. Die Argumente sind auch stets dieselben. Man beruft sich auf die Pressefreiheit und das Recht der Öffentlichkeit, über jeden Scheiss Bescheid zu wissen. Journalisten dürfen jeden und jedes in die Pfanne hauen, wie es ihnen grad gefällt. Aber wehe, irgend jemand erdreistet sich, gegenüber Journalisten Kritik auszuüben – was ja das VBS mit ihren Richtigstellungen notabene gar nicht tut. Nein, öffentliche Kritik am Journalismus ist skandalös und eine ganze Berufsgilde fühlt sich brüskiert.

Abschreiben und manipulieren

Skandalös am Schweizer Journalismus ist hingegen, dass unsere Qualitäts-Journis offensichtlich ständig von anderen Blättern abschreiben, wie das Online-Portal Winkelried unter anderem hier und auch in anderen Artikeln beschreibt. Und dann möchten die verschiedenen Verlage doch das Lesen der kopierten Texte auf dem Internet auch noch kostenpflichtig machen.

Weit skandalöser jedoch ist die Lesermanipulation, welche tagtäglich in der medialen Berichterstattung durch die massierte linke Mehrheit unter den Journalisten stattfindet. Wie das funktioniert, wird in diesem Artikel ausführlich beschrieben. Von sachlicher, neutraler Berichterstattung ist vielfach keine Spur – überall werden linke Ideologien und Ansichten des Autors durch Weglassen von Gegenstandpunkten und der entsprechenden Wortwahl in die Artikel und Beiträge hinein geflochten.

Auf den Boden der Tatsachen zurückholen

Solche Richtigstellungen zu veröffentlichen, sollte in der Schweiz vermehrt Schule machen. So würden unsere Abschreib-Profis mal wieder die Realität zu spüren bekommen und ihre Beiträge genauer und ausführlicher recherchieren. Die Leserinnen und Leser, Zuhörerinnen und Zuhörer, Zuschauerinnen und Zuschauer würden sich freuen.

2 Responses

  1. tin 16. Oktober 2009 / 19:25

    Ich würde die „Qualität“, die uns die Printmedien heute liefert, gar nicht so sehr mit linker Ideologie verknüpfen wollen. Es geht doch viel schlichter einfach darum, dass die grossen und immer weniger werdenen Medienhäuser die Richtung vorgeben – das Problem also vielmehr das ist, dass die Journis gar nicht mehr unabhängig sind und das schreiben, was sie müssen. Aber unser Wirtschaftsystem sagt ja, big is beautiful.

  2. Alexander Limacher 19. Oktober 2009 / 09:20

    nun, die einzelnen blätter stellen schon mal nur tippsen ein, die ihrer vorgegebenen politischen einstellung entsprechen. man sorgt also schon bei der rekrutierung darauf, dass keine querschläger in die redaktionen sitzen. deshalb bleibe ich dabei, dass die grosse mehrheit sämtlicher journis linke socken oder persönlichkeits-weicheier sind, die nur textlis brünzeln, die dem medialen mainstream entsprechen. und wie beautiful big wirklich ist, haben wir die letzten monaten ja erlebt …

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