Bundesrat führt Auskunftspflicht ein

Herzlichen Dank an unseren Bundesrat. Dank unseren 7 Zwergen in Bern sind wir jetzt verpflichtet, bei Befragungen des Bundesamtes für Statistik BFS an Telefonumfragen mitzumachen. Tun wir das nicht, haut man uns eine Busse von 70 Franken um die Ohren.

Woher weiss ich denn, dass der Lümmel am anderen Ende des Drahtes wirklich vom BFS ist und ich ihm sagen kann, wie hoch oder tief mein Gehalt ist? Die Antwort ist einfach: Man wird vorher per Brief informiert. Man schreibt mir also einen Brief und teilt mir mit, dass man mich anrufen und eine Frage stellen wird. Sagenhaft!

Es kommt aber niemandem in den Sinn, in dem Brief vielleicht auch gleich die Frage zu stellen, ein frankiertes Rückantwortcouvert beizulegen und die Sache ginge butterweich über die Bühne. Und für das bischen Mehraufwand – wenn’s wirklich Mehraufwand geben sollte – finden sich problemlos Heerscharen von Praktikanten.

Wenn ich für jeden Fehlentscheid des Bundesrates 70 Franken weniger Steuern zahlen müsste, bekäme ich statt einer Steuerveranlagung einen Scheck zugeschickt.

Update 23.05.2012:

Die parlamentarische Initiative von Adrian Amstutz zeigte Wirkung. Der Bundesrat hat am 23. Mai 2012 entschieden, per 25. Juli 2012 die Auskunftspflicht mit Bussenandrohung wieder aufzuheben. Eine Auskunftspflicht besteht somit, wie vorher aus, nur bei der Volkszählung.

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