Grüne Energiepolitik – Erneuerbare Energien ja … nein, doch nicht

Die Grünen. Seit Jahrzehnten flöten sie uns in die Ohren, wir sollen endlich von der Energiegewinnung aus fossilen Rohstoffen absehen und in erneuerbare Energien investieren. Windenergie, Wasserenergie, Bioenergie …

Auf den Jurahöhen, genauer auf dem Marchairuz-Pass, sollen rund 10 Windrubinen erstellt werden. Die Gemeinden im Vallée de Joux haben die Zeichen der Zeit erkannt und investieren in diese von linker Seite stets geforderten erneuerbaren Energien. Das müsste die Umweltpartei eigentlich freuen. Doch es passt wieder nicht. Was nun? Erneuerbare Energien oder doch nicht?

Das Gebiet liegt im Bundesinventar der Landschaften von nationaler Bedeutung BLN aus dem Jahre 1977. Die letzten Änderungen daran wurden noch vor der Jahrtausendwende vorgenommen. Ein komplett veralteter Index also. Für Franziska Teuscher, Nationalrätin Grüne, ist es ein Unding, in einem BLN-Gebiet Windräder zu bauen. Sie spricht sogar von einer Opferung. Widersprüche über Widersprüche. Und genau diese politische Ecke stempelt die bürgerlichen Parteien, namentlich die SVP, immer wieder als „Neandertaler“ oder „Ewig-Gestrige“ ab. Wo finden wir denn jetzt „moderne Denken“ bei unseren Weltverbesserern? Widersprüche über Widersprüche!

Die selbe Partei übrigens wehrt sich auch gegen die Erhöhung der Grimselstaumauer, obwohl dadurch die Nutzung erneuerbarer Energie verstärkt würde. Aber der Schutz voneinmaliger Moorvegetationen in den Hochalpen ist wichtiger als die Energieversorgung des eigenen Landes. Kleinwasserkraftwerke sind ebenfalls ungeeignet für die biologisch korrekte Energiegewinnung, weil dadurch den Fischen ihre natürliche Lebensgrundlage entzogen wird.

Im Jura, den Voralpen und den Alpen gäbe es genügend Standorte, um die Windkraft ökologisch verträglich zu nutzen, meint Teuscher. Dies mag schon sein, nur dürften sich die Baukosten ökonomisch unverträglich in die entgegengesetzte Richtung bewegen. Nicht ausser Acht lassen darf man auch den Transport der gewonnenen Energie, denn Hochspannungsleitungen sind den Grünen ebenfalls ein Dorn im Auge. Aber vielleicht kommt der Strom ja via Telekinese in die heimische Steckdose. Unter Umständen kann uns ja auch Mike Shiva mit seinen Energieübertragungen helfen.

Einmal mehr beweist die linke Ecke, dass sie politisch nur ideologische Forderungen aufstellt und sie sich ständig gegenseitig widerspricht. Mit ihrem realitätsfremden Denken blockieren sie nicht nur politische Entscheide auf Bundesebene sondern gleichzeitig auch noch sich selbst und ihresgleichen.

5 Responses

  1. Annubis 18. August 2009 / 18:25

    erneuerbare energie ist schon ok. aber wir haben hier in der schweiz begrenzter platz und können nicht auf die nordsee ausweichen wie die deutschen mit ihrem windpark.
    darum bleibt uns wohl nur begrenzte möglichkeiten. und solange der wirkungsgrad einer solarzelle so scheisse ist bin ich fan von akw’s.

  2. Nadine 20. August 2009 / 14:21

    Ja richtig, mit AKW lässt sich viel mehr Strom zum günstigen Preis erzeugen. Aber bei der mangelnden Sicherheit und Wartung der Kraftwerke sollte man doch in regenerative Energien investieren und die Forschung und Entwicklung vorran treiben.

  3. reto 29. August 2009 / 16:40

    In der Sahara soll ja Wind und Solarenergie für Europa produziert werden. Am besten doch bei solchen Despoten wie Muamar Gaddafi, damit Europa und die Schweiz noch erpressbarer werden 🙂

  4. Meier-Wettstein Theresia 5. September 2009 / 23:01

    Wir wollen nicht nur reden, sondern handeln. Wir planen die erste grosse Windenergieanlage im Kanton Aargau. Strom für 1000 Haushalte. Ich selbst bin Mitglied der SVP. Wir sollten endlich unsere Ressourcen hier in der Schweiz nutzten!

    Weiter Informationen zu unserem Projekt oder zum Förderverein Windenergie Aargau finden Sie unter http://www.windenergie-Heitersberg.ch

    Theresia Meier-Wettstei, Remetschwil

  5. Christof Merkli 21. Februar 2010 / 01:28

    Deshalb brauchen wir keine Windkraftwerke in der Schweiz:

    – Zu wenig Wind (5.8 m/s genügen nicht f. ökonomischen Betrieb)
    – Zu wenig Raum (Abstände zu Wohnungen und Wald)
    – Zu wenig Sinn (Windkraft ist die unzuverlässigste Energiequelle)

    Die Einzigen, die davon profitieren, sind lokale Bauunternehmer (Fundament), Landbesitzer und die sich selbst belohnenden Verwaltungsräte und Berater der Betreiberfirmen. Der Einsatz von Windenergie bedeutet für unsere Stromversorgung den Einbau eines schwachen Glieds in eine starke Kette.

    Lest mal ein paar Berichte über die luschen Geschäfte von den wenigen paar Blendern und Rattenfängern, die die gesamte Schweiz an der Nase herumführen. Die Betrügereien und Auslassungen des IPCC sind kein Vergleich dazu. Nur das Prinzip ist dasselbe:

    http://www.windland.ch/wordpress

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