Weg mit der Billag

Welch erfreuliche Mitteilung: Die Billag soll weg. Jährlich werden dieser Bude 55 Millionen Gebührengelder in den Arsch geschoben, damit sie Fernsehgebüren eintreibt und nebenbei noch trickige Werbespots für ihre hehre Mission produziert. Für die Journalisten wird aber wohl wieder die „unheilige Allianz“ zwischen SVP und SP die grössere Rolle spielen. Was daran unheilig sein soll, wenn sich die zwei mal einig sind, bleibt mir jedoch noch immer ein Rätsel.

Die Beerdigung der Billag ist sicherlich zu befürworten. Aber weshalb nur die Billag über den Jordan schicken? Weshalb können wir nicht auch gleich den Gebührenhahn zudrehen? Denken wir doch nur mal daran, was mit unserer Kohle angestellt wird. In den letzten knapp 30 Jahren haben sich die Empfangsgebühren mehr als verdoppelt. Hat sich auch die Qualität des Fernsehprogramms zum Beispiel im selben Mass verdoppelt? Kaum, wenn ich an akustische Vergewaltigungen wie „MusicStar“ oder Sinnlosigkeiten wie die „Nachtwach“ denke. Auch mit der sonst so typischen Schweizer Pünktlichkeit hat’s das Staatsfernsehen nicht so. Bis zu 10 Minuten verspätet als in den Programmen publiziert starten die Sendungen. Und technische Probleme bei Live-Übertragungen sind eher die Regel als die Ausnahme. Darf man dafür mehr als 1 Milliarde einsacken?

Der Ausverkauf unserer Heimat hat ja sowieso schon begonnen. Verscherbeln wir doch die SRG auch noch an die Deutschen und sparen uns den Schotter für den Psychiater. Den werden wir nämlich bald alle brauchen, wenn sich das Programm noch weiter so verblödet wie in den letzten Jahren.

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