Fussballrowdis und andere Rabauken

Töricht sind die, welche sich nach einem Fussballspiel randalierend durch die Städte wälzen. Da drohen, falls man erwischt wird, nicht nur Konsequenzen juristischer Natur, sondern das Ansehen sinkt auch auf gesellschaftlichem Niveau gewaltig. Schliesslich gehört es sich nicht, Busse, parkierende Autos oder andere öffentliche Infrastruktur mutwillig zu zerstören. Sogar die Politik wird aktiv und diskutiert an entsprechenden Gesetzen herum, diesen „Hooliganismus“ zu unterbinden. Ebenso dumm sind auch all jene Jugendlichen, die nach ausgiebigem Genuss diverser Alkoholika ihren Frust aus dem unheimlich stressigen Leben als Schüler, Student oder Lehrling mit Randale kompensieren möchten. Da sind nicht nur böse Worte der Eltern oder richterlich angeordnete Konsequenzen zu befürchten – das könnte sich auch negativ auf das restliche Leben des doch noch so jungen Bürgers auswirken. Mit den Vorurteilen der Älteren hat man nicht zu kämpfen, die sind ihnen sowieso egal. Aber dumm ist es allemal.

Es gibt doch den 1. Mai. Am 1. Mai fährt man in irgend eine Grosstadt, stülpt sich eine Kapuze über die Rübe und darf in der grossen Gruppe des Schwarzen Blocks mit vermummtem Gesicht politisch akzeptiert mitrandalieren. Die Chancen, hierbei erwischt und persönlich zur Rechenschaft gezogen zu werden, liegen praktisch bei Null. Am 1. Mai kann jeder sein Zerstörungspotential risikolos auskosten. Nun gut, vielleicht wird man abgeduscht oder bei ganz grossem Pech mit einer gehörigen Portion Tränengas eingedeckt. Aber hey – Wasserschlachten sind bei diesem Wetter doch höchst erfrischend und das bisschen Gas trägt zudem noch zum Nervenkitzel bei.

Warum ärgern wir uns also an Fussballspielen und Partys herum? Wir gehen zur Mai-Demo und können für ein ganzes Jahr alles hemmungslos kurz und klein hauen, was uns in den Weg kommt.

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